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	<title>si!kommunikation &#187; Philosophicum Lech</title>
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		<title>Finale und Faszination des Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 19:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Interdisziplinäres Symposion von internationalem Format Mit dem traditionellen Vorarlberg Brunch fand das 17. Philosophicum Lech gestern seinen Ausklang. Für rund fünf Tage war das aparte Bergdorf wieder das Zentrum philosophischer Auseinandersetzung im deutschsprachigen Raum. Ohne Zweifel gilt die Veranstaltung als die erfolgreichste ihrer Art und begeisterte hin zum Finale noch einmal in all ihren Facetten. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #888888;"><strong>Interdisziplinäres Symposion von internationalem Format</strong></span></p>
<div><span style="color: #888888;"><strong>Mit dem traditionellen Vorarlberg Brunch fand das 17. Philosophicum Lech gestern seinen Ausklang. Für rund fünf Tage war das aparte Bergdorf wieder das Zentrum philosophischer Auseinandersetzung im deutschsprachigen Raum. Ohne Zweifel gilt die Veranstaltung als die erfolgreichste ihrer Art und begeisterte hin zum Finale noch einmal in all ihren Facetten.<span id="more-647"></span></strong></span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Vor dem leiblichen Wohl kommt die geistige Nahrung. Oder zeitgemäßer und treffender gesagt: steht der intellektuelle Genuss. Die simple Maxime für aufgeweckte Geister und rege Gedanken findet beim Philosophicum Lech eine einfache Entsprechung. Bevor beim traditionellen <strong>Vorarlberg Brunch </strong>die Veranstaltung ihren stimmungsvollen Ausklang fand, wurde noch einmal lebhaft debattiert. Ob zwischen den Referenten oder im gedanklichen Austausch mit dem Publikum. Die Einbeziehung sämtlicher Teilnehmer am philosophischen Diskurs verstärkt den gemeinschaftlichen Charakter, wie beim antiken Symposion. Wer will, kommt zu Wort, erhält gehaltvolle Antwort oder auch fundierte Widerrede – und selbstverständlich Respekt. Es bedarf keiner akademischer Weihen, bloß der Lust am Philosophieren. Intellektuelle Begegnung in bestem Sinne.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Die Publikumsdiskussion ist nur eines der Geheimnisse, warum das Philosophicum derart Anklang findet. Genausogern ließen sich vonseiten der Vortragenden Argumente vorbringen. Zitieren wir einfach: „Ich wusste, dass es das Philosophicum gibt. Doch ich wusste nicht, dass es so sein würde. Mit so vielen Interessenten, derart vielfältigen Diskussionsmöglichkeiten. Ich finde es großartig. So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Die ihren Vortrag einleitenden Worte von <strong>Christiane Voss</strong>, Philosophieprofessorin an der Bauhaus-Universität Weimar, sind weder bloße Dankesformel noch Seltenheit in Lech. Dass sich alljährlich eine derart illustre Runde an Referenten einfindet, ist zum einen den Bemühungen des wissenschaftlichen Leiters <strong>Konrad Paul Liessmann</strong> zu verdanken. Zum anderen zieht eine fabelhafte Veranstaltung schlicht ebensolche Vortragenden an.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;"><strong>Christine Voss</strong> durfte aber auch die Herausforderungen des Philosophicums kennenlernen. Ob im vorgegebenen Zeitrahmen für den Vortrag, der Voss trotz ihrer galoppierenden Rede einen vorzeitigen Schlussstrich ziehen ließ, oder in der Widerrede des zweiten Referenten am Samstag Nachmittag, des Heidelberger Literaturwissenschaftlers <strong>Roland Reuß.</strong> Bei der Diskussion ihrer Beiträge fanden sich die beiden prompt im Disput über Wahrnehmungsphilosophie und Rezeptionsästhetik in Bezug auf Kants „Kritik der Urteilskraft“ wieder. Als dann auch noch <strong>Robert Pfaller</strong>, Philosophieprofessor an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, seine Kritik an Reuß richtete, wurde die Wechselrede direkt leidenschaftlich.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">„Gott sei Dank ist es nicht Aufgabe des Philosophicums, Gräben zu schließen“, wie Liessmann humorvoll anmerkte und als Moderator im Wortsinn eine Fortsetzung der gepflegten Kontroverse in der <strong>Philosophen-Bar </strong>vorschlug. Der allabendliche Treffpunkt für tiefsinnige Dialoge und entspannte Konversation gilt längst schon als unverzichtbare Institution des Philosophicums. Denn wo, in aller Welt, findet sich in einem Abendlokal schon solch eine Ansammlung von ausgewiesenen Experten der fundierten, doch freien Reflexion und lässt sich mit prominenten Geistesgrößen völlig zwanglos plaudern? Dass sich der philosophische Diskurs oft auch abseits des Programms entfaltet, spricht für die ebenso ungezwungene wie konzentrierte, zweifelsfrei ansteckende Atmosphäre beim Philosopicum. Wobei die Interdisziplinarität dem Ganzen zusätzliche Impulse verleiht. Wie weit diese reicht, lässt sich allein schon an den Vorträgen von Samstag illustrieren.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Den Auftakt gab <strong>Robert Pfaller</strong>, der im Vortrag „das kostbare Ich und seine Verzichte“ charakteristische Phänomene der Gegenwartskultur in Rückgriff auf Fragen der Logik sowie der psychischen Instanzen des Ich (Freud) einer kritischen Analyse und Wertung unterzog. Wenngleich dies in der Philosophie höchst selten ist, wie er selbst anmerkte, gab er zum Schluss zwei Ratschläge: „Lassen sie sich nicht dazu verführen, das Glück des anderen als Ärgernis zu empfinden. Und misstrauen Sie jedem, der Sie als schwach und schutzbedürftig hinstellt. Jene Gouvernanten und Beschützer wollen Ihnen nur jenes erwachsene, stolze, würdevolle Ich wegnehmen, das zu politischen Bürgern gehört.“</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Der Kritik am verzichtenden Ich von Pfaller folgte jene am „Ich im Netz“ der Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Umrahmt von einer reizvollen Fiktion, eines E-Mail-Verkehrs von Walt Whitman und Mark Zuckerberg, beleuchtete <strong>Miriam Meckel</strong> in ihrem Referat die Auswirkungen der digitalen Präsenz auf die Identität als sich wandelndem Konstrukt und zunehmend auch Kapital. In der Annahme, dass das digitalisierte Leben „in seiner ganzen Optimierung, Perfektionierung und Funktionalisierung schrecklich langweilig wird“, hofft und setzt sie auf die Wiederbetonung der inneren Stimme des Menschen und seiner Authentizität.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Eine ähnliche Stoßrichtung ging auch der Vortrag von <strong>Roland Reuß,</strong> der als einer der profiliertesten Editionsphilologen jedoch aus einer ganz anderen Richtung seine Ausführungen machte. Aus dem Phänomen der Selbstvermarktung – mit mittlerweile deutlich pathologischen Zügen, wie er betonte – jenes des Selbstverlustes folgernd, führte er Sprachphilosophie und Sprachkritik, Hegel und Marx, ins Felde und führte anhand von Kleists „Amphitryon“ vor Augen, dass das alles schon da war: „die Verzweiflung der Selbstanpreisung, die Ablösung entäußerter Sprache“ vom Selbst. Schöne zeitdiagnostische Zwischenfrage: „Ist man kompetent, weil man behauptet es zu sein?“</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Abgerundet wurde der samstägliche Vortragseigen von <strong>Christiane Voss</strong> unter dem Titel „Der verliehene Körper – zur technoästhetischen Transformation des Selbst“. Zunächst auf der Folie der Philosophiegeschichte – in Unterscheidung von subjektaffirmativen sowie subjektkritischen Positionen – einsetzend und im Nachzeichnen der Entwicklung der Medienwissenschaften auf die Erkenntnistheorie Friedrich Kittlers stoßend, verfolgte sie Subjektkonstruktionen quer durch die Philosophie des 20. Jahrhunderts, um in „phänomenologischer Herausarbeitung der Spezifität ästhetischer Erfahrung“ ein Freispielen der Affekte und Wahrnehmungen von ihrem eingebauten, egozentrischen Selbstbezug zu postulieren, indem man einem Kunstwerk seine Aufmerksamkeit leiht.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Am Sonntag Vormittag stand beim Philosophicum die Wahrnehmung, deren Theorie, und Manipulation im Mittelpunkt. Zunächst widmete sich <strong>Lambert Wiesing</strong>, Professor für Vergleichende Bildtheorie und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik, der Wahrnehmungsphilosophie. Dem vorherrschenden Paradigma, dass die Wahrnehmung ein Akt des Subjekts ist, sowie der Alten, dass Letzteres die Wirklichkeit nur spiegle, stellte er als Drittes einen phänomenologischen Ansatz gegenüber. Nämlich dass die Wahrnehmung bewirkt, dass der Wahrnehmende sich in der Wirklichkeit weiß. Diese „weltliche Verstrickung“ als Befindlichkeit, als Zumutung bezeichnend, erhalte die Betrachtung von Bildern – ohne solch Verstrickung – ihren besonderen Reiz.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Wiesings abschließende Metapher, Körperlichkeit sei „ein unablegbares Daseinskleid, welches ich von der Wahrnehmung angezogen bekomme“, schlug eine schöne Brücke zum Referat von <strong>Thomas Metzinger</strong>, Professor für Theoretische Philosophie in Mainz. Seine Ausführungen zur Erforschung und Manipulation menschlicher Wahrnehmung muteten aufgrund zahlreicher filmischer Dokumente zu Experimenten teils futuristisch an. Manches, was in fünf bis zwanzig Jahren durch den technischen Fortschritt möglich wird, hat bedenkenswerte ethische Implikationen, wie Metzinger betonte und auf sein diesbezügliches Engagement wie auch der Notwendigkeit interdisziplinärer Kooperation zwischen Empirikern, Neurowissenschaftlern und Philosophen verwies.</span></p>
<hr />
<p><span style="color: #888888;">Bevor der Bürgermeister von Lech am Arlberg, <strong>Ludwig Muxel</strong>, in seiner Dankesrede das 17. Philosophicum Lech für offiziell beendet erklärte, wandte sich zunächst noch einmal Konrad Paul Liessmann ans Publikum. „Ich hoffe, Sie bekamen reichlich Anregung zum Nachdenken, auch bezüglich des täglichen Umgangs mit sich selbst“, wie der Spiritus Rector der Veranstaltung in Hinblick auf das diesjährige Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ hervorhob. Ebenfalls seinen Dank an sämtliche Beteiligte und nicht zuletzt die „Zuhörerschaft“, besser: Mitdiskutanten richtend, brachte er abschließend ein besonderes Anliegen zur Sprache: „Nachdem ich immer wieder gefragt werde, wie es zur Idee eines Philosophicums in Lech kam, sei hervorgehoben, dass angeregt von <strong>Michael Köhlmeier</strong> die Gemeinde selbst eine Möglichkeit zur philosophischen Reflexion schaffen wollte, insbesondere in Person von Ludwig Muxel, dem der größter Dank gilt!“</span></p>
<p><span style="color: #888888;">Welchen einzigartigen Rahmen das interdisziplinäre Symposium in der bezaubernden alpinen Höhenregion von Lech gefunden hat, wie sehr es längst im Ort verwurzelt ist, können jene erleben, die sich ab April 2014 für das nächste Philosophicum anmelden. Und zwar möglichst frühzeitig, darf doch davon ausgegangen werden, dass es schon vor Beginn wieder ausgebucht sein wird. Wer einmal dabei war, kommt gerne wieder, der Anteil der Stammgäste ist enorm. So gilt am letzten Tag des Philosophicum Lech stets besondere Aufmerksamkeit der Bekanntgabe des Themas für das folgende Jahr. 2014 lautet es von 17. bis 21. September: „<strong>Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.</strong>“</span></p>
</div>
<p><span style="text-decoration: underline; color: #888888;"></p>
<p></span></p>
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		<title>Feierliche Verleihung des Tractatus am 2. Tag des Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Sep 2013 18:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Feierliche Verleihung des Tractatus am 2. Tag des Philosophicum Lech : Von aufrechtem Gang und überraschender Erkenntnis Die feierliche Verleihung des renommierten Essay-Preises Tractatus am gestrigen Abend verlieh dem Philosophicum Lech besonderen Glanz. Kurt Bayertz, der für sein Werk „Der aufrechte Gang“ exemplarisch ausgezeichnet wurde, bezeichnete sich bei seiner Dankesrede als überrascht und berührt. Reaktionen, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Feierliche Verleihung des Tractatus am 2. Tag des Philosophicum Lech : Von aufrechtem Gang und überraschender Erkenntnis</b></p>
<p><b>Die feierliche Verleihung des renommierten Essay-Preises <i>Tractatus</i> am gestrigen Abend verlieh dem Philosophicum Lech besonderen Glanz. Kurt Bayertz, der für sein Werk „Der aufrechte Gang“ exemplarisch ausgezeichnet wurde, bezeichnete sich bei seiner Dankesrede als überrascht und berührt. <span id="more-605"></span>Reaktionen, die bei dem hochgeschätzten Symposium durchaus nicht selten sind. Insbesondere das diesjährige Thema, das „Ich“, beschert wohl manchem, neben Erkenntnis, auch unvergessliche Momente.</b></p>
<p>Mit der Verleihung des Tractatus, der hochdotierten Auszeichnung für philosophische Essayistik, erlebte das Philosophicum Lech gestern einen weiteren Höhepunkt. Der deutsche Philosoph <strong>Kurt Bayertz</strong>, dessen viel beachtetes Werk „Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ prämiert wurde, reihte sich damit in die prominente Riege bisheriger Preisträger ein. Mittlerweile gilt der seit 2009 vergebene  <i>Tractatus</i>, der zur Würdigung herausragender Leistungen in der Wissenschaftsprosa oder philosophischen Essayistik ins Leben gerufen wurde, zu den bedeutendsten Auszeichnungen auf diesem Gebiete im deutschsprachigen Raum. Vor dem <i>Tractatus</i>-Festakt am Abend prägten auch untertags intellektuelle Glanzlichter das Philosophicum.</p>
<p>Den Auftakt machte kein Geringerer als <strong>Richard David Precht</strong>, der mit seinen für Furore sorgenden Publikationen und seinem ebenso charmanten wie eloquenten Auftreten in den Medien zur steigenden Popularität der Philosophie beiträgt. Nicht zuletzt durch die nach ihm benannte Sendung des ZDF bekannt, beeindruckte Precht bei seinem Vortrag allein schon durch die Kunst der freien Rede. Umso mehr, als ihm der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech, Konrad Paul Liessmann, eine schier unmöglich zu bewältigende Aufgabe stellte. Nämlich einen kurzen Abriss der Ich-Problematik in der Philosophie. Ihm damit einen Überblick über das diesjährige Thema, zugleich Tour de Force durch die Philosophiegeschichte abverlangend, vollzog Precht diese mit Bravour.</p>
<p>Während der Starphilosoph seine Ausführungen mit der Überlegung ausklingen ließ, dass sich das Ich gemäß dem Soziologen Erving Goffman stets nur in Performance zeige, wir also Schauspieler unserer selbst seien, befasste sich der darauf folgende Referent u. a. mit der Suche nach dem wahren Ich, kurz: der Selbstsorge. Peter Strasser, ebenfalls prominenter und geschätzter Publizist österreichischer Provenienz, stellte dabei den kritischen Befund, dass diese zunehmend in die typische Fehlhaltung der Ich-Sorge abdrifte, sprich ins Egozentrische. Den Begriff der Selbstverwirklichung ins Spiel bringend, geriet er in Dissens zu Precht, was einer philosophischen Diskussion nicht abträglich ist und nicht alleine die folgende Publikumsdiskussion bereicherte.</p>
<p>So hinterließ etwa die Frage des Künstlers Erwin Wurm, was es für das Ich bedeute, dass das Erbgut von Banane und Mensch zu 60 Prozent (eigentlich 15) ident seien, den Philosophen Precht keineswegs perplex, sondern gereichte zur schlagfertigen Ableitung, dass das Erbgut von Schimpansen gar zu 99 Prozent ident und nun die spannende Frage sei: Was heißt das für den Schimpansen? Kommt der Humor beim Philosophicum nicht zu kurz, so auch nicht das Persönliche in vordergründig abstrakten Abhandlungen. Ganz bewusst wählte diesen Ansatz Christian Demand, Kunsthistoriker und Herausgeber des Merkur, in seinem Vortrag „Unsichtbare Fäden: Wie viel Wir bin Ich?“ In Rekurs auf den ästhetischen Feinsinn, aber auch Dogmatismus seines Vaters, der von ihm erfahrenen „Schulung des Auges“, befürwortete er eine „Schulung der ästhetischen Duldsamkeit“.</p>
<p>Auch im zweiten Referat des Nachmittags, das dem philosophischen Ich das literarische zur Seite stellte, bekam ästhetisches Empfinden eine breite Bühne. So war das vom Schweizer Literaturwissenschaftler und Essayisten Christiaan L. Hart Nibbrig verfasste Panorama über „Aspekte literarischer Selbsterfindung“ selbst schon ein gelungenes Stück Literatur. Aufgrund einer Erkrankung von Nibbrig wurde der Text stellvertretend von der Philosophin Katharina Lacina, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie in Wien, in Szene gesetzt – im gesprochenen Wort veredelt, als wunderbares Echo des fern weilenden Autors. „Schreiben als Weise zu leben und als Weise so etwas wie ‚eigenes’ Leben überhaupt erst zu erzeugen“, so ein Gedankengang von Nibbrig als gelungene Einstimmung für den Abend.</p>
<p>Mit der feierlichen Verleihung des Tractatus an Kurt Bayertz wurde ebenfalls exzellente Literatur gewürdigt. Gelang es doch dem Professor für praktische Philosophie in höchst beeindruckender Weise, die Bedeutung des aufrechten Ganges in Selbstwahrnehmung und Denken des Menschen nachzuzeichnen. Das 415 Seiten starke Werk spannt einen weiten zeitlichen Bogen von der Antike bis in die Jetztzeit und beleuchtet das Spezifikum der menschlichen Statur nicht nur von philosophischer Seite. Ebenso unterhaltsam wie anspruchsvoll und gleich detailreich wie kompakt liefert Bayertz anhand eines recht facettenreichen Beispiels „eine Geschichte des Anthropologischen Denkens“. Wer eine solche ins Auge fasst, wagt einen großen Wurf – und dieser ist ihm auch gelungen.</p>
<p>Nicht zuletzt erfüllt das Buch von Bayertz bestens die maßgeblichen Kriterien für den Tractatus, nämlich die Originalität des Denkansatzes, eine gelungene sprachliche Gestaltung sowie die Relevanz des Themas. Während Guntram Lins, Obmann des Vereins Philosophicum Lech, in seinen einleitenden Worten dem Philosophen Kurz Bayertz seine Bewunderung aussprach, erlaubte sich die Laudatorin Ursula Pia Jauch, Schweizer Philosophin und Jury-Mitglied des Tractatus, dem Autor eine Ergänzung für die Neuauflage zu empfehlen, was vom Publikum mit Heiterkeit und von Bayertz mit Wohlwollen quittiert wurde. In seiner Dankesrede betonte der Geehrte nicht zuletzt, dass er von der Jury-Entscheidung überrascht und auch berührt gewesen sei. Ein schönes Statement, das auch dem Charakter des Philosophicums gewidmet sein könnte. Man darf schon gespannt sein, welch Erkenntnisse, welch Emotionen die folgenden zwei Tage dessen Teilnehmern schenken.</p>
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<p>&gt;&gt; Fotodownloads:</p>

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		<title>Feierliche Eröffnung des 17. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Sep 2013 22:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Köhlmeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Philosophischer Gedankenaustausch in alpinem Ambiente Eingeleitet vom Magna Impulsforum und begleitet von Grußworten aus der Politik wurde heute das 17. Philosophicum Lech feierlich eröffnet. Bereits seit Wochen ausgebucht, bietet das renommierte Symposium wieder vier Tage des angeregten Gedankenaustausches und zugleich Urlaubsgenuss im charmanten Bergdorf mit Weltruf. Dieses Jahr dem Thema „Ich. Der Einzelne in seinen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Philosophischer Gedankenaustausch in alpinem Ambiente</h2>
<p><b>Eingeleitet vom Magna Impulsforum und begleitet von Grußworten aus der Politik wurde heute das 17. Philosophicum Lech feierlich eröffnet.</b></p>
<p><b><span style="color: #ff0000;"><span id="more-469"></span></span>Bereits seit Wochen ausgebucht, bietet das renommierte Symposium wieder vier Tage des angeregten Gedankenaustausches und zugleich Urlaubsgenuss im charmanten Bergdorf mit Weltruf. Dieses Jahr dem Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“ gewidmet, wussten bereits die ersten Vortragenden, Konrad Paul Liessmann und Gernot  Böhme, das Publikum zu begeistern.</b></p>
<p>Mit der heutigen Eröffnung des Philosophicum Lech präsentiert sich Lech am Arlberg bereits zum 17. Mal als intellektuelle Begegnungsstätte mit ganz besonderem Anspruch und Flair. Während sich das interdisziplinäre Symposium über die Jahre eine ausgezeichnete internationale Reputation erarbeitete, hat es jene des weltbekannten Wintersportortes um eine reizvolle Facette bereichert. In einem Jahr, wo das Philosophicum sämtliche Rekorde bricht, wie Bürgermeister Ludwig Muxel in seiner Eröffnungsrede anmerkte, bittet er um Verständnis, dass Kapazitätsgrenzen erreicht und in Zukunft auch nicht ausgeweitet werden, „um die einzigartige, fast familiäre Atmosphäre zu erhalten“.</p>
<p>Während der Vorarlberger Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser in seinen Grußworten das Philosophicum als ausgezeichnete Plattform zur Diskussion gesellschaftsrelevanter Themen würdigte, nutzte Bundesminister Karlheinz Töchterle die Gelegenheit, seine Kenntnisse als Altphilologe zum Besten zu geben. In Rekurs auf die Antike stellte er den „Idiotes“, die sich nicht am politischen Leben beteiligen, die „Polites“ gegenüber, deren Einsatz für das Gemeinwohl damals mit größter Wertschätzung verbunden war. Seine einleitende Bemerkung, dass auch er sich für seinen Einsatz Dank und Respekt erwartet, wurde vom Publikum ebenso mit Applaus quittiert wie die offizielle Eröffnungsformel.</p>
<p>Wie jedes Jahr ging dem Eröffnungsakt das Magna Impulsforum voraus. Unter der Gesprächsleitung von Markus Spillmann, Chefredakteur der NZZ, widmete sich eine illustre Runde aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur dem Motto, „Sei ganz Ich!“. Mit der augenzwinkernden Frage an den prominenten Psychiater Reinhard Haller, wer von den anderen womöglich der größte Narzisst sei, eröffnete Spillmann die unterhaltsame Diskussion. Diese reichte vom Bekenntnis Erwin Wurms, dass das Publikum das Letzte sei, woran er bei seinem künstlerischen Schaffen denke, über die humorvolle Anmerkung von Michi Klemera, dass er sich bei Misserfolg hinter dem Namensgeber seines Modelabels Luis Trenker verstecken könne, bis hin zum Zitat Martin Bubers „der Mensch wird am Du zum Ich“ aus dem Munde von Kommunikationsprofi David Ungar-Klein</p>
<p>Als Auftakt wurde bereits gestern, am sogenannten philosophisch-literarischen Vorabend, das von nah und fern angereiste Publikum auf das diesjährige Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“ eingestimmt. In bewährter Manier paraphrasierte der Literat und begnadete Erzähler Michael Köhlmeier drei Geschichten unterschiedlichster Provenienz und eröffnete damit dem Philosophen Konrad Paul Liessmann einen weiten Interpretationsraum, den dieser mit  kongenialen Reflexionen zu füllen wusste. Der erzählerische Bogen wurde dabei vom Schöpfungsmythos des Menschen als Ebenbild Gottes über den Mythos von Narziss aus Ovids Metamorphosen bis hin zu einem schaurigen Märchen von Hans Christian Andersen gespannt. Als kulturhistorische Herleitung des heurigen Themas war der gemeinsame Nenner der drei Erzählungen und ihrer analytischen Weiterführung das ambivalente Wesen der Identität, des gleichsam gespiegelten Ich.</p>
<p>Auch in den kommenden drei Tagen werden Philosophen, Kulturwissenschaftler und Soziologen für eine abwechslungsreiche Erörterung  und angeregte Diskussion der ebenso aktuellen wie zeitlosen Thematik garantieren. Bereits die ersten beiden Vortragenden, der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech Konrad Paul Liessmann, sowie der Philosoph Gernot Böhme, Direktor des Instituts für Praxis der Philosophie in Darmstadt, wussten die Zuhörerschaft am Eröffnungstag zu begeistern.</p>
<p>Liessmann, der im Aufzeigen diverser Paradoxa – wie eines Individualismus als Norm, der sich selbst ad absurdum führt, oder der Selbstdarstellung in virtuellen Netzen, die dem Individuum keinen Raum mehr zur Selbstfindung lässt – eine pointierte Zeitdiagnose zum Besten gab, ließ seine Ausführungen mit folgendem Verdikt enden: „Der Egoismus unserer Tage ist nicht Ausdruck einer radikalisierten Individualität, sondern Konsequenz der sich selbst kontrollierenden Wettbewerbsgesellschaft, in der alle ihren Vorteil suchen, indem sie das machen, was die anderen auch machen. Gerade wenn in einer Gesellschaft jeder nur an sich denkt, denken alle das Gleiche.“</p>
<p>Böhmes zentrale These in einem fesselnden Vortrag lautete, dass „ich selbst nur gut Mensch sein kann, wenn ich den anderen mit einbeziehe“. Dass Ich zunächst im sokratischen Sinn als innere autonome Distanz definierend und das Selbst nach Hermann Schmitz als all das, von dem ich mich nicht ohne Schmerzen trennen kann, stünden diese beiden Instanzen in einer Spannung. Gut Mensch zu sein, bedeute, diese Spannung auszubalancieren. Den anderen dabei einzubeziehen, illustrierte er am Phänomen der Abhängigkeit, die in unserer Kultur rein negativ belegt ist. Schon ab Kindesbeinen die Selbstständigkeit als Ideal, sind Themen wie Pflegebedürftigkeit für uns höchst heikel. Dem stellte Böhme die japanische Kultur gegenüber, in der es einen Begriff für eine selbstgewählte und auch genossene Abhängigkeit gibt.</p>
<p>Mit Spannung dürfen die Ausführungen der weiteren Referenten erwartet werden. Kein Zweifel, dass Lech in den kommenden Tagen nicht nur mit seiner traditionellen Gastfreundschaft und bezauberndem alpinen Ambiente, sondern auch mit imposanten Geistespanoramen zu begeistern weiß.</p>
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		<title>Der Tractatus, hochdotierter Essay-Preis des Philosophicum Lech, wird 2013 Kurt Bayertz für sein Erfolgswerk „Der aufrechte Gang“ verliehen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 19:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits zum fünften Mal würdigt der Tractatus als hochdotierter Preis des Philosophicum Lech herausragende Publikationen auf dem facettenreichen Felde der philosophischen Essayistik. 2013 erhält die renommierte Auszeichnung der Philosoph Kurt Bayertz für sein viel beachtetes Werk „Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“. Mit dem ebenso anspruchsvollen wie unterhaltsamen Buch gelingt es dem Autor, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum fünften Mal würdigt der Tractatus als hochdotierter Preis des Philosophicum Lech herausragende Publikationen auf dem facettenreichen Felde der philosophischen Essayistik. <span id="more-429"></span>2013 erhält die renommierte Auszeichnung der Philosoph Kurt Bayertz für sein viel beachtetes Werk „Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“. Mit dem ebenso anspruchsvollen wie unterhaltsamen Buch gelingt es dem Autor, die Bedeutung der aufrechten Haltung für das Selbstverständnis des Menschen im Spiegel der Ideengeschichte nachzuzeichnen.</p>
<p>Seit seiner erstmaligen Verleihung im Jahr 2009 steht der Tractatus für bemerkenswerte, höchst gelungene Werke aus dem Bereich des philosophischen Essays. Auf eine Anregung des Schriftstellers Michael Köhlmeier zurückgehend und dank eines privaten Sponsors mit 25.000 Euro hochdotiert, gilt der Preis des Philosophicum Lech als ebenso richtungsweisend wie renommiert. „Mit dieser Auszeichnung wollen wir alljährlich anhand eines herausragenden Beispiels das breite Spektrum wie auch die hohe Kunst der philosophischen Essayistik würdigen“, so Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech. In die engere Auswahl kommen deutschsprachige kulturwissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ebenso fundiert und ambitioniert wie auch einer breiten Öffentlichkeit verständlich diskutieren.</p>
<p>Auch in diesem Jahr spiegelte die im Juni veröffentlichte Shortlist das facettenreiche Schaffen auf diesem Felde wider. Die Nominierung der exzellenten Werke – so von Vittorio Hösle, Odo Marquard, Anna Mitgutsch, dem erst vor kurzem verstorbenen Henning Ritter oder auch von Peter Sloterdijk – erfolgte durch die hochkarätig besetzte Tractatus-Jury. Dem dreiköpfigen Gremium, dem die Philosophin Ursula Pia Jauch (CH), der Philosoph und Sachbuchautor Rüdiger Safranski (D) sowie der Kulturpublizist und Philosoph Franz Schuh (A) angehören, obliegt auch die Wahl der prämierten Publikation. Aufgrund der durchwegs brillanten Bücher auf der Shortlist fiel auch 2013 die Entscheidung nicht leicht, wobei als Kriterien insbesondere die Originalität des Denkansatzes, eine gelungene sprachliche Gestaltung sowie die Relevanz des Themas ins Gewicht fallen.</p>
<p>Nach eingehender Diskussion fiel die Wahl schließlich exemplarisch auf das 2012 erschienene und mittlerweile bereits in zweiter Auflage erhältliche Buch „Der aufrechte Gang“ von Kurt Bayertz. Bereits der Untertitel „eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ kündet vom großen Wurf, den Bayertz damit gewagt hat – und der ihm in beeindruckender Weise gelungen ist. In überaus unterhaltsamer und feinsinniger, zugleich anspruchsvoller und fundierter Weise zeichnet er in dem 415 Seiten starken Werk die Bedeutung des aufrechten Ganges in der Selbstwahrnehmung und dem Denken des Menschen nach. Der zeitliche Bogen spannt sich dabei von den anthropologischen Reflexionen der antiken Philosophen über die ethischen Implikationen christlicher Deutungen und den radikalen Umbruch des Verständnisses der Conditio Humana in der Aufklärung bis hin zu kultur- und sozial-theoretischen Überlegungen aus jüngster Zeit.</p>
<p>Kurt Bayertz, der eine Professur für praktische Philosophie in Münster innehat, führt den Leser ebenso detailreich wie kompakt und genauso scharfsinnig wie pointiert, somit höchst geschickt durch die rund 2500 Jahre alte, weit verzweigte Ideengeschichte zum „aufrechten Gang“. Spürbar wird die Begeisterung an dem Thema, die den Philosophen bei der mehrjährigen Arbeit an dem Band getragen hat. Vergnüglich ist unter anderem die von Bayertz eingestreute Ironie, die nicht zuletzt auf metaphorischen Wendungen abzielt – wie der Rede von „Aufrichtigkeit“, vom „Rückgrat zeigen“ oder vom „erhobenen Haupt“. <b><i>„Kurt Bayertz hat mit seinem Buch vom ‘Aufrechten Gang’ auf heitere Weise daran erinnert, dass das ‘aufrichtig Sein’ auch im frühen 21. Jahrhundert weiterhin keine Tatsache ist, sondern ein philosophisches Postulat, eine Kunst und eine schöpferische Aufgabe für alle Erdenbürger“,</i></b><b><i> so Ursula Pia Jauch in der Begründung der Jury.</i></b></p>
<p>Die feierliche Verleihung des Tractatus erfolgt am 27. September um 21:00 Uhr im Rahmen des Philosophicum Lech, das sich dieses Jahr dem Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ widmen wird. Unter Beteiligung renommierter Referenten und Diskutanten, darunter Philosophen und Literaturwissenschaftler, Künstler und Kulturwissenschaftler, wird vom 25. bis 29. September der höchst ambivalenten Bedeutung des Individuums bzw. von Individualität in einer Zeit des steigenden Egoismus und zunehmender Vereinzelung einerseits sowie weitreichender Vernetzung und starkem Gruppendruck andererseits nachgegangen. Wie jedes Jahr zeichnet sich ein überaus reges Interesse an der breitgefächerten und spannenden Vortragsreihe mit öffentlicher Diskussion ab. Schließlich präsentiert sich Lech am Arlberg nicht nur als Veranstaltungsort mit einzigartigem Ambiente, sondern auch als eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen in den Alpen.</p>
<p>&#8220;Wir empfehlen stets dringend eine frühzeitige Anmeldung zum Philosophicum, da wir mit unserem Veranstaltungsraum an Kapazitätsgrenzen stoßen und das Philosophicum Lech mittlerweile ausgebucht ist. Natürlich freue ich mich über jeden Einzelnen, der diese einzigartige Veranstaltung besucht, wobei dies auch eine wunderbare Gelegenheit ist, ein paar Urlaubstage in unserem schönen Lech zu verbringen“,so Ludwig Muxel, Bürgermeister der Gemeinde Lech, die sich durch das Philosophicum als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.</p>
<p>„Die Verleihung des Tractatus ist nicht nur eines der Highlights des Philosophicum, sondern reflektiert auch dessen Selbstverständnis. Für die prämierten Werke wie auch für das Philosophicum gilt, philosophische Fragen im erweiterten Sinne innovativ, ambitioniert und für die Allgemeinheit verständlich zu diskutieren – Philosophie als Standortbestimmung auf der Höhe der Zeit“, so Konrad Paul Liessmann.</p>
<p><span style="color: #e61852;"><strong>Pressemeldung und Biografie als Word Dokument:<br />
</strong></span><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/2013-09.10_PM6_Philosophicum_Lech.docx">2013-09.10_PM6_Philosophicum_Lech</a></p>

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		<title>17. Philosophicum Lech: von Widersprüchlichkeiten der Gegenwart</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Sep 2013 08:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Köhlmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[In knapp einem Monat präsentiert sich das herbstliche Lech am Arlberg wieder als Ort philosophischen Austauschs zu einem hochaktuellen Thema: „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ lautet der Titel, der offenkundige Paradoxien der heutigen Zeit in den Fokus rückt und damit auf reges öffentliches Interesse stößt.  Wer bin ich? Konrad Paul Liessmann als wissenschaftlicher Leiter [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In knapp einem Monat präsentiert sich das herbstliche Lech am Arlberg wieder als Ort philosophischen Austauschs zu einem hochaktuellen Thema: „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ lautet der Titel, der offenkundige Paradoxien der heutigen Zeit in den Fokus rückt und damit auf reges öffentliches Interesse stößt. <em><strong><span style="color: #ff0000;"><span id="more-400"></span></span></strong></em></p>
<h3>Wer bin ich?</h3>
<p>Konrad Paul Liessmann als wissenschaftlicher Leiter meint zur Brisanz des Themas: „In unserer Gegenwart stehen zunehmender Individualismus und Egoismus &#8211; Stichwort „Ich-AG“, Stichwort „Selbstverwirklichung“ – in krassem Gegensatz zu zunehmendem Gruppendruck &#8211; etwa in Form extremster Vernetzung im Social Web und damit triumphierender Transparenz. Die Leute stellen sich also die berechtigte Frage nach dem eigenen Ich und danach, wie man sich selbst in dieser widersprüchlichen Welt erleben soll und kann.“ Damit trifft das Thema wahrlich den Geist der Zeit &#8211; zwei der fünf Symposiumstage sind bereits voll gebucht.</p>
<h3>Precht, Meckel, Demand und viele mehr</h3>
<p>Zum Vortrag gewonnen werden konnten unter anderem der deutsche Star-Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht, die in Deutschland und der Schweiz arbeitende Kommunikationswissenschaftlerin und Autorin Miriam Meckel, der deutsche Kunsthistoriker und Merkur-Herausgeber Christian Demand, der österreichischer Philosoph und erfolgreiche Sachbuchautor Robert Pfaller, der deutsche Literaturwissenschaftler und bekannte Internet-Kritiker Roland Reuß oder auch der Philosoph Thomas Metzinger, Autor des vieldiskutierten Buches &#8220;Der Ego-Tunnnel&#8221;.</p>
<h3>Offizielle Verkündung des Tractatus-Preisträgers Anfang September</h3>
<div>Sehr feierlicher Programmpunkt des Philosophicum Lech ist jährlich die Vergabe des Tractatus am Freitag Abend. Dieser Literaturpreis, dotiert mit 25.000€ für herausragende philosophische Essayistik, wird heuer bereits zum 5. Mal vergeben. Nachdem Anfang Juli die 7 Werke umfassende <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-bekanntgabe-der-shortlist/" target="_blank" data-cke-saved-href="http://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-bekanntgabe-der-shortlist/">Shortlist</a> veröffentlicht wurde, erfolgt die offizielle Verkündung des Preisträgers am 10. September via Presseaussendung.</p>
<h3>Anmeldung und Rahmenprogramm</h3>
</div>
<p>Interessierte haben noch immer die Möglichkeit, sich zu Teilen des Symposiums via www.philosophicum.com anzumelden &#8211; aufgrund der großen Nachfrage können seit kurzem nur noch Anmeldungen für Mittwoch, Samstag und Sonntag entgegen genommen werden. Ermäßigte Tarife gelten für Studierende, Ö1 Clubmitglieder und Die Presse Abonnenten.</p>
<p>Zum heurigen Rahmenprogramm der Veranstaltung zählen neben der feierlichen Überreichung des Tractatus Literaturpreises am Freitagabend auch ein klassisches Konzert der Reihe LegeArtis, das am Samstagabend ab 21:00 Uhr in der neuen Kirche mit Cellist Boris Andrianov Violin/Cello Duette von Bach, Händel und Ravel darbietet sowie der Vorarlberg-Brunch am Sonntag.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">&gt; Zum Fotodownload:</span></p>
<p><img title="gallery ids=&quot;396,394,392,390&quot;" alt="" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-includes/js/tinymce/plugins/wpgallery/img/t.gif" /></p>
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		<title>17. Philosophicum Lech Homepage, Interviewvermittlung und Akkreditierung</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jul 2013 08:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, in zwei Monaten, von 25.-29. September 2013, findet in Lech am Arlberg das 17. Philosophicum Lech zum Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ statt. Akkreditierung Wir freuen uns, wenn wir auch Sie zur Berichterstattung vor Ort in Lech begrüßen dürfen. Bitte senden Sie uns Ihre Akkreditierung formlos per mail an info@si-kommunikation.com. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>in zwei Monaten, von <strong>25.-29. September 2013</strong>, findet in Lech am Arlberg das 17. Philosophicum Lech zum Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ statt.</p>
<h4>Akkreditierung</h4>
<p>Wir freuen uns, wenn wir auch Sie zur Berichterstattung vor Ort in Lech begrüßen dürfen. Bitte senden Sie uns Ihre <strong>Akkreditierung</strong> formlos per mail an info@si-kommunikation.com.</p>
<h4><span style="color: #ff0000;"><span id="more-294"></span></span>Presseinformationen und Interviewvermittlung</h4>
<p>Wenn Sie zur Ankündigung oder Vorberichterstattung des Philosophicum Lech Informationen oder Bildmaterial benötigen, können Sie jederzeit gerne direkt auf uns zukommen oder auch in unserer digitalen Pressemappe stöbern. Natürlich sind wir auch bei der Vermittlung von Vorab-Interviews mit den Referentinnen und Referenten behilflich. Auf der Homepage <a href="http://www.philosophicum.com" data-cke-saved-href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a> finden Sie neben dem aktuellen Programm auch detaillierte Informationen sowohl zu den einzelnen Referenten als auch zu dem mit € 25.000 dotierten Tractatus und dessen Shortlist.</p>
<h4>Tractatus Shortlist Nominierungen:</h4>
<p><strong>· Kurt Bayertz </strong>„Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens.“<br />
<strong>· Vittorio Hösle</strong> „Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie.“<br />
<strong>· Odo Marquard</strong> „Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern.“<br />
<strong>· Anna Mitgutsch</strong> „Die Grenzen der Sprache. Unruhe bewahren.“<br />
<strong>· Henning Ritter (†)</strong> „Die Schreie der Verwundeten. Versuch über die Grausamkeit.“<br />
<strong>· Peter Sloterdijk</strong> „Zeilen und Tage.“</p>
<p>Der Preisträger wird Anfang September bekannt gegeben, während die feierliche Preisverleihung am Freitag den 27.09.2013 im Rahmen des 17. Philosophicum Lech stattfinden wird.</p>
<h4>Programmfolder und Informationen zur Veranstaltung</h4>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PH13_Folder2013_klick2_Juni20132.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">17. Philosophicum Programmfolder</a><br />
Anmeldungen zum Symposium sind via <a href="http://www.philosophicum.com/" target="_self" data-cke-saved-href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com </a>möglich &#8211; ermäßigte Tarife gelten für Studierende bis 26 Jahre, Ö1 Clubmitglieder und „Die Presse“ Abonnenten.</p>

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		<title>Tractatus: Bekanntgabe der Shortlist</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 10:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa-Maria Innerhofer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für den Tractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung des Preisträgers erfolgt Anfang September und die feierliche Preisverleihung wird am 27.09.2013 im Rahmen des 17. Philosophicum Lech stattfinden.  Die Nominierung der preiswürdigen Publikationen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech</h2>
<p><strong>Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für den Tractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung des Preisträgers erfolgt Anfang September und die feierliche Preisverleihung wird am 27.09.2013 im Rahmen des 17. Philosophicum Lech stattfinden. </strong><span style="color: #ff0000;"><span id="more-57"></span></span></p>
<p><b><i></i></b>Die Nominierung der preiswürdigen Publikationen erfolgte durch eine hochkarätige Jury, der die Philosophin <b>Ursula Pia Jauch</b> (CH), der Philosoph und Sachbuchautor <b>Rüdiger Safranski</b> (D) und Tractatus-Preisträger <b>Franz Schuh</b> (A) angehören.</p>
<p>Der auf Anregung von Schriftsteller <b>Michael Köhlmeier</b> vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2013 bereits zum fünften Mal vergeben und gehört dank großzügiger Unterstützung eines privaten Sponsors mit 25.000€ Preisgeld zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum.</p>
<p><b>Folgende 6 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus nominiert:</b></p>
<ul>
<li><a href="http://www.chbeck.de/Bayertz-aufrechte-Gang/productview.aspx?product=10267785">Kurt Bayertz:</a> Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens. C.H. Beck-Verlag, München 2012</li>
<li><a href="http://www.chbeck.de/Hoesle-kurze-Geschichte-deutschen-Philosophie/productview.aspx?product=11751728">Vittorio Hösle:</a> Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie. C.H. Beck-Verlag, München 2013</li>
<li><a href="http://www.reclam.de/detail/978-3-15-020278-4">Odo Marquard:</a> Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern. Reclam Verlag, Stuttgart 2013</li>
<li><a href="http://www.residenzverlag.com/?m=30&amp;o=2&amp;id_title=1588">Anna Mitgutsch:</a> Die Grenzen der Sprache. Unruhe bewahren. Residenz Verlag, St. Pölten/Wien 2013</li>
<li><a href="http://www.chbeck.de/Ritter-Schreie-Verwundeten/productview.aspx?product=11431220">Henning Ritter (†</a>)<b>:</b> Die Schreie der Verwundeten. Versuch über die Grausamkeit. C.H. Beck-Verlag, München 2013</li>
<li><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/zeilen_und_tage-peter_sloterdijk_42342.html">Peter Sloterdijk:</a> Zeilen und Tage. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012</li>
</ul>
<p>„Prämiert werden herausragende deutschsprachige kultur-wissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ambitioniert und einer breiten Öffentlichkeit verständlich auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzungen und Standortbestimmungen diskutieren. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas sollen dabei besonders berücksichtigt werden“, erläutert Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.</p>
<p><b>Die bisherigen Preisträger</b></p>
<p>Nach Prämierung des österreichischen Kulturpublizisten und nunmehrigen Tractatus-Jurymitgliedes <b>Franz Schuh</b> für sein „durch sprachliche Brillanz und subtile Selbstironie bestechendes Werk“ `Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst`, sowie des Philosophiehistorikers <b>Kurt Flasch </b>„für seine fulminante Abhandlung über die `Kampfplätze der Philosophie`“, fiel im dritten Jahr die Wahl auf den streitbaren Medienwissenschaftler und Kulturphilosophen <b>Norbert Bolz</b>, der für sein 2010 veröffentlichtes Buch `Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht` ausgezeichnet wurde &#8211; ein laut Jury „erfrischender Essay, aus dem sich unter anderem folgende Maxime ableitet: Wer das Glück sucht, muss einen Umweg nehmen – über die Freiheit.“ Im vergangenen Jahr ging die richtungweisende Auszeichnung an <b>Herbert Schnädelbach</b>, einen der beschlagensten Philosophen im deutschsprachigen Raum exemplarisch für „Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann“, so der Titel seines „ebenso profunden wie pointierten und höchst lehrreichen Werkes über den Kernbestand philosophischen Wissens“.</p>
<p>Die Verleihung des Tractatus erfolgt am 27. September 2013 um 21:00 Uhr im Rahmen des  Philosophicum Lech (25. &#8211; 29. September in Lech am Arlberg), das heuer zum Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“ stattfinden wird. Für eine facettenreiche, höchst aktuelle Thematisierung in Vorträgen und öffentlichen Diskussionen werden wieder renommierte Philosophen, Kultur- und Sozialwissenschaftler garantieren. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich als ein herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.<b><i> </i></b></p>
<p><span style="color: #ff0000;">&gt; Fotodownload (300dpi)</span></p>

<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Druckfrisches Programmheft verspricht spannendes Magna-Impulsforum sowie kontroverse Forumstage zum Thema „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/druckfrisches-programmheft-verspricht-spannendes-magna-impulsforum-sowie-kontroverse-forumstage-zum-thema-ich-der-einzelne-in-seinen-netzen/</link>
		<comments>https://archiv.si-kommunikation.com/druckfrisches-programmheft-verspricht-spannendes-magna-impulsforum-sowie-kontroverse-forumstage-zum-thema-ich-der-einzelne-in-seinen-netzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 15:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Das 17. Philosophicum Lech steht unter dem Titel &#8220;Ich. Der Einzelne in seinen Netzen&#8221; und wird vom 25. bis 29. September 2013 in Lech am Arlberg (Vorarlberg/ Österreich) stattfinden. Im Zentrum dieser Tagung wird ein seltsamer Widerspruch stehen, der unsere Gegenwart kennzeichnet: Auf der einen Seite beklagen wir einen zunehmenden Individualismus und Egoismus, der alle Bereiche unseres [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das 17. Philosophicum Lech steht unter dem Titel &#8220;Ich. Der Einzelne in seinen Netzen&#8221; und wird vom 25. bis 29. September 2013 in Lech am Arlberg (Vorarlberg/ Österreich) stattfinden. </strong><strong>Im Zentrum dieser Tagung wird ein seltsamer Widerspruch stehen, der unsere Gegenwart kennzeichnet:</strong> <span style="color: #ff0000;"><span id="more-168"></span></span><strong>Auf der einen Seite beklagen wir einen zunehmenden Individualismus und Egoismus, der alle Bereiche unseres Lebens durchzieht:</strong> <strong>Das „Ich“ steht im Vordergrund, die „Ich-AG“ muss florieren, das „Selbst“ muss verwirklicht werden. </strong><strong>Auf der anderen Seite kann man den Eindruck bekommen, dass die Individualität und damit die Einzigartigkeit der Menschen verschwinden: Das &#8220;Ich&#8221; wird zur Illusion erklärt, der Gruppendruck nimmt zu, Teamfähigkeit ist eine wichtige Kompetenz und wer nicht im Social Web seine Freunde und Adepten gefunden hat, gilt zunehmend als Außenseiter.</strong></p>
<p><strong>Magna-Impulsforum am Eröffnungstag zum Thema „Sei ganz Ich!“</strong></p>
<p>Als Auftakt zu dieser Tagung wird am 26. September 2013 um 15:00 Uhr eine vom Hauptsponsor Magna Steyr unterstützte Podiumsdiskussion (&#8220;Impulsforum&#8221;) stattfinden, bei der die Thematik des Symposiums unter dem Titel <strong>&#8220;Sei ganz Ich!&#8221;</strong> nicht aus der wissenschaftlichen, sondern aus der Perspektive von Gesellschaft, Kunst und Medien diskutiert werden soll. Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen sollen dabei der Frage nachgehen, was es in der heutigen Gesellschaft bedeutet, ein &#8220;Ich&#8221; oder ein &#8220;Selbst&#8221; zu behaupten, ob und inwiefern es einen Zwang zur Selbstdarstellung gibt, ob in Zeiten der virtuellen sozialen Netzwerke überhaupt noch so etwas wie Individualismus möglich ist, ob nicht nur in der Mode dieser seltsame Widerspruch zu beobachten ist, dass alle auf gleiche Weise etwas Besonderes sein wollen, und ob Egoismus und Hedonismus nicht eine seltsame Verbindung mit Normierung, Konformismus und einer neuen Prüderie eingegangen sind. Moderiert wird dieses Gespräch von <strong>Markus Spillmann</strong>, dem Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung. Mit ihm zum Thema „Sei ganz Ich“ diskutieren werden der Vorarlberger Psychiater und Neurologe <strong>Reinhard Haller</strong>, Chef des Modelabels Luis Trenker <strong>Michael Klemera</strong>, <strong>Cornelia Scala-Hausmann</strong>, Gründerin des Österreichischen Instituts für Zukunftskompetenzen, <strong>David Ungar-Klein</strong>, Geschäftsführer der PR Agentur Create Connections, sowie der erfolgreiche Gegenwartskünstler <strong>Erwin Wurm</strong>.</p>
<p><strong>Die Vortragenden auf einen Blick</strong></p>
<p>Das Philosophicum Lech gilt als internationales Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung. Univ. Prof. <strong>Konrad Paul Liessmann</strong> als wissenschaftlicher Leiter sucht dementsprechend Jahr für Jahr nach Vortragenden, die den jeweiligen Themen in all ihren Facetten begegnen – im kommenden Herbst zu erwarten sein werden: der deutsche Philosoph <strong>Gernot Böhme</strong>, Kunsthistoriker und Merkur-Herausgeber <strong>Christian Demand</strong>, der Autor <strong>Michael Köhlmeier</strong>, die Kommunikationswissenschaftlerin <strong>Miriam Meckel</strong>, Philosoph und Autor <strong>Thomas Metzinger</strong>, der Literaturwissenschaftler <strong>Christiaan L. Hart Nibbrig</strong>, „Die Presse“ Chefredakteur <strong>Rainer Nowak</strong>, der Philosoph und Autor <strong>Robert Pfaller</strong>, Literaturwissenschaftler <strong>Roland Reuß</strong>, Philosoph und Bestsellerautor <strong>Richard David Precht</strong>, Professor für Rechtsphilosophie und Autor <strong>Peter Strasser</strong>, die Medienphilosophin <strong>Christiane Voss</strong> und Professor für Bildtheorie und Phänomenologie <strong>Lambert Wiesing</strong>.</p>
<p><strong>Programmfolder und Informationen zur Veranstaltung</strong></p>
<p>Der detaillierte Programmfolder kann unter reservation@lech-zuers.at angefordert werden. Anmeldungen zum Symposium sind via www.philosophicum.com möglich &#8211; ermäßigte Tarife gelten für Studierende bis 26 Jahre, Ö1 Clubmitglieder und „Die Presse“ Abonnenten. Studenten können sich dort zudem um eines von fünf Stipendien zur kostenlosen Teilnahme bewerben.</p>
<p>Akkreditierungen richten Sie bitte per Mail oder auch telefonisch an die si!kommunikation.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Einladung zur Buchpräsentation am 25. April mit einem außergewöhnlichen philosophischen Duett: Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier über „Das Tier in mir“</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/17-philosophicum-lech-einladung-zur-buchprasentation-am-25-april-mit-einem-ausergewohnlichen-philosophischen-duett-konrad-paul-liessmann-und-michael-kohlmeier-uber-das-tier-in-mir/</link>
		<comments>https://archiv.si-kommunikation.com/17-philosophicum-lech-einladung-zur-buchprasentation-am-25-april-mit-einem-ausergewohnlichen-philosophischen-duett-konrad-paul-liessmann-und-michael-kohlmeier-uber-das-tier-in-mir/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Köhlmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[17. Philosophicum Lech: Einladung zur Buchpräsentation am 25. April mit einem außergewöhnlichen philosophischen Duett: Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier über „Das Tier in mir Das Philosophicum Lech widmet sich seit nunmehr 17 Jahren aktuellen und brennenden Themen unserer Zeit, im vergangenen Jahr unter dem Titel „Tiere. Der Mensch und seine Natur“. Am 25. April wird [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>17. Philosophicum Lech: </strong><strong>Einladung zur Buchpräsentation am 25. April mit einem außergewöhnlichen philosophischen Duett: Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier über „Das Tier in mir</strong><span id="more-161"></span></p>
<p><strong></strong>Das Philosophicum Lech widmet sich seit nunmehr 17 Jahren aktuellen und brennenden Themen unserer Zeit, im vergangenen Jahr unter dem Titel „Tiere. Der Mensch und seine Natur“. Am 25. April wird der traditionell erscheinende Sammelband zum Vorjahresthema im Rahmen eines außergewöhnlichen philosophischen Duetts mit Autor Michael Köhlmeier und Prof. Konrad Paul Liessmann im Wiener MUMOK präsentiert.</p>
<p>Das Philosophicum Lech hat sich als transdisziplinäres Symposion unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Konrad Paul Liessmann in den vergangenen 17 Jahren zum veritablen Publikumsmagneten entwickelt. Mehr als 500 Teilnehmer reisen jährlich nach Lech am Arlberg, um philosophischen, kultur- und sozialwissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionen zum jeweiligen Thema zu lauschen. Anmeldungen zum Symposium, das heuer von 25. &#8211; 29. September stattfinden wird, sind unter www.philosophicum.com möglich.</p>
<p><b>Einladung zur Buchpräsentation mit philosophisch-literarischem Vorgeschmack  </b></p>
<p>Für Interessierte, die die Referate eines jeden Jahres in Ruhe nachlesen möchten, wird stets im Frühjahr von Prof. Konrad Paul Liessmann ein Sammelband zum Philosophicum Lech herausgegeben, der im Paul Zsolnay Verlag publiziert wird.<br />
Zum Erscheinen des aktuellen Bandes und als Vorschau auf das 17. Philosophicum Lech laden im Zuge dessen Ludwig Muxel als Bürgermeister der Gemeinde Lech und der Paul Zsolnay Verlag am <b>25.04.2013 ins Wiener Museum Moderner Kunst.</b><br />
Dort werden Freunde des Philosophicum Lech wie auch interessierte Medienvertreter zum philosophisch-literarischen Duett mit Autor Michael Köhlmeier und Prof. Konrad Paul Liessmann unter dem Titel „Das Tier in mir“ erwartet.</p>
<p><b>Anmeldung ab sofort möglich</b></p>
<p>„Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“ lautet das Thema heuer. Interessierte können sich via www.philosophicum.com zum Symposium anmelden. Ermäßigte Tarife gelten für Studierende, Ö1 Clubmitglieder und Die Presse Abonnenten. Studierende können sich auch heuer um eines von fünf Stipendien zur kostenlosen Teilnahme bewerben.</p>
<p><b>PRESSE AKKREDITIERUNG zur Buchpräsentation:</b></p>
<p>im Wiener MUMOK am<br />
Donnerstag, 25.04.2013  ab 19 Uhr<br />
unter <a href="mailto:promedia.vorarlberg@pressezone.at">promedia.vorarlberg@pressezone.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>17. Philosophicum Lech: „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 09:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[17. Philosophicum Lech: „Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“ Zum 17. Mal jährt sich im September 2013 das Philosophicum Lech, das sich als transdisziplinäres Symposium über die Jahre hinweg zu einem internationalen Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung etabliert hat. Veranstaltet von der Gemeinde Lech und unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>17. Philosophicum Lech:<br />
„Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“</h2>
<p><strong>Zum 17. Mal jährt sich im September 2013 das Philosophicum Lech, das sich als transdisziplinäres Symposium über die Jahre hinweg zu einem internationalen Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, Diskussion und Begegnung etabliert hat.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span id="more-1"></span></span></p>
<p>Veranstaltet von der Gemeinde Lech und unter der wissenschaftlichen Leitung von <b>Prof. Konrad Paul Liessmann</b> widmet es sich während jeweils 5 Tagen aktuellen und brennenden Fragen unserer Zeit, die von Experten ihres jeweiligen Faches erörtert und mit dem Publikum diskutiert werden.</p>
<p><b>Von Widersprüchlichkeiten der Gegenwart</b></p>
<p>„Ich. Der Einzelne in seinen Netzen“ lautet das Thema im heurigen Jahr, das offenkundige Paradoxien der heutigen Zeit in den Fokus rückt. Konrad Paul Liessmann schreibt in seinem Editorial dazu: „Unsere Gegenwart ist von einem seltsamen Widerspruch gekennzeichnet: Auf der einen Seite konstatieren und beklagen wir einen zunehmenden Individualismus und Egoismus, der alle Bereiche unseres Lebens durchzieht: Das &#8216;Ich&#8217; steht im Vordergrund, die &#8216;Ich-AG&#8217; muss florieren, das &#8216;Selbst&#8217; muss verwirklicht werden. Auf der anderen Seite kann man den Eindruck bekommen, dass die Individualität und damit die Besonderheit und Einzigartigkeit der Menschen verschwinden: Der Gruppendruck nimmt zu, Teamfähigkeit ist eine wichtige Kompetenz, wer nicht im Social Web seine Kontakte, Freunde und Adepten gefunden hat, gilt zunehmend als Außenseiter und Verlierer. Der Widerspruch zwischen Ich und Gemeinschaft, zwischen dem Einzelnen und der Welt, in der dieser lebt, gewinnt unter den aktuellen Bedingungen neue Konturen, Schärfen und paradoxe Ausprägungen.“</p>
<p><b>Auszug der Vortragenden</b></p>
<p>Diesen Entwicklungen, ihren Vorgeschichten und ihren Konsequenzen werden beim 17. Philosophicum Lech Philosophen, Kulturwissenschaftler und Soziologen nachgehen. Unter anderem in Lech erwartet werden der deutsche Star-Philosoph und Bestsellerautor <b>Richard David Precht</b>, die in Deutschland und der Schweiz arbeitende Kommunikationswissenschaftlerin und Autorin <b>Miriam Meckel</b>, der deutsche Kunsthistoriker und Merkur-Herausgeber <b>Christian Demand</b>, der österreichische Philosoph und erfolgreiche Sachbuchautor <b>Robert Pfaller</b>, der deutsche Literaturwissenschaftler und bekannte Internet-Kritiker <b>Roland Reuß</b> und der Philosoph <b>Thomas Metzinger</b>, Autor des vieldiskutierten Buches &#8220;Der Ego-Tunnel&#8221;. Die einzelnen Programmpunkte und Vortragende sind auf der Homepage des Philosophicum Lech unter www.philosophicum.com nachzulesen.</p>
<p><b>Tractatus für herausragende philosophische Essayistik</b></p>
<p>Bereits zum fünften Mal besteht heuer einer der Höhepunkte des Philosophicum Lech in der Vergabe des Tractatus. Zur Verfügung gestellt durch einen anonymen Spender gehört er mit 25.000€ Preisgeld zu den höchstdotierten Preisen im Bereich philosophischer Essayistik. Bisher ausgezeichnet wurden <b>Franz Schuh, Kurt Flasch, Norbert Bolz und Herbert Schädelbach</b>. Vergeben wird der Tractatus durch eine hochkarätige Jury, der die Philosophin<b>Ursula Pia Jauch</b>, Philosoph und Sachbuchautor <b>Rüdiger Safranski</b> und Erstjahrespreisträger <b>Franz Schuh</b> angehören. Die heurige Shortlist zum Tractatus wird Mitte Juni diesen Jahres veröffentlicht, die Bekanntgabe des Preisträgers erfolgt dann Anfang September.</p>
<p><b>Anmeldung und Akkreditierung ab sofort möglich</b></p>
<p>Interessierte können sich seit April via www.philosophicum.com zum Symposium anmelden. Ermäßigte Tarife gelten für Studierende, Ö1 Clubmitglieder und Die Presse Abonnenten. Studierende können sich dort zudem um eines von fünf Stipendien zur kostenlosen Teilnahme bewerben.</p>
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