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	<description>Kommunikation</description>
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		<title>20 Jahre Tage der Utopie: Jubiläumsfestival für eine gute Zukunft 2023</title>
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		<pubDate>Mon, 01 May 2023 07:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tage der Utopie 2023]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Jahre Tage der Utopie: Jubiläumsfestival für eine gute Zukunft 2023 23. – 29. April 2023 (So – Sa) in Götzis / Vorarlberg – vor Ort und als Livestream Mit 1.600 Teilnehmenden verzeichneten die Tage der Utopie beim Jubiläumsfestival einen Besucherrekord, was die Strahlkraft starker Zukunftsentwürfe unterstreicht.  Zum Jubiläum schlugen die Tage der Utopie eine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>20 Jahre Tage der Utopie: Jubiläumsfestival für eine gute Zukunft 2023</b><b></b></p>
<p><b>23. – 29. April 2023 (So – Sa) in Götzis / Vorarlberg – vor Ort und als Livestream</b></p>
<p><b>Mit 1.600 Teilnehmenden verzeichneten die Tage der Utopie beim Jubiläumsfestival einen Besucherrekord, was die Strahlkraft starker Zukunftsentwürfe unterstreicht. </b></p>
<p><i>Zum Jubiläum schlugen die Tage der Utopie eine Brücke zwischen Sternstunden mutiger Zukunftsbilder der vergangenen 20 Jahre und aktuell vielversprechenden Zukunftskonzepten. Der Besucherrekord bestätigt die internationale Bedeutung des innovativen Bildungsformats, das zu den größten im Bodenseeraum zählt und sich beständig erfolgreich weiterentwickelt.    </i></p>
<p>Seit 2003 laden die alle zwei Jahre stattfindenden <b>Tage der Utopie</b> nach <b>Götzis in Vorarlberg</b>. Die Präsentation und Diskussion von Mut machenden Zukunftsperspektiven und -konzepten stieß von Beginn an auf starkes Interesse. Zählte die Veranstaltungsreihe bislang rund 1.200 Teilnehmende im Laufe der Woche, waren es diesmal 1.600. Zum anregenden Austausch trug auch wieder eine gute Mischung aus Vorarlberger und internationalem Publikum bei.</p>
<p>Als neuer Veranstaltungsort seit 2021 bestens bewährt hat sich die <b>Kulturbühne AMBACH</b>. Mit ausreichend Platz für Vorträge, Talkshows und Ausstellungen sowie modernster Technik, wie für die Aufzeichnungen des Livestreams, bietet sie – neben Arbogast – einen idealen Rahmen. So auch für das diesjährige, neue Vorprogramm: Die Interviewreihe, bei der zehn visionäre Projekte aus Vorarlberg vorgestellt wurden, fand durchwegs großen Anklang.</p>
<p>Ausgezeichnet mit dem <b>Staatspreis für Erwachsenenbildung und Innovation</b> erwies sich das <b>Festival für eine gute Zukunft</b> erneut als wegweisender und in Zeiten wie diesen besonders wertvoller Impulsgeber. „<i>Die Tage der Utopie konzentrieren sich auf Lösungen, Prototypen und zukunftsweisende Projekte für brennende gesellschaftliche Herausforderungen. Statt Problemorientierung, Angst und Sorge bieten sie einen Raum, der Innovation und Gemeinschaft ins Zentrum stellt</i>“, so Festivalkurator <b>Hans-Joachim Gögl</b>.</p>
<p>Weitere Infos auf: <a href="http://www.tagederutopie.org/"><b>www.tagederutopie.org</b></a>.</p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM_TDU-2023_Rueckblick_30.04.23.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM_TDU 2023_Rueckblick_30.04.23</a></p>

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		<title>PM2 &#8211; 26. Philosophicum Lech  „Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung“  19. bis 24. September 2023 in Lech am Arlberg</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 07:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[26. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[PRESSE-INFORMATION März 2023 „Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung“ lautet das angesichts von Krisen, Verunsicherung und Vertrauensverlust brandaktuelle, zugleich zeitlose Thema des 26. Philosophicum Lech. Vom 19. bis 24. September 2023 sind namhafte Vortragende diverser Fachbereiche zu dessen tiefgreifenden transdisziplinären Erörterung und anschließenden Publikumsdiskussionen nach Lech am Arlberg geladen. Den Auftakt setzen am Dienstag, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>PRESSE-INFORMATION März 2023</p>
<p><b>„Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung“ lautet das angesichts von Krisen, Verunsicherung und Vertrauensverlust brandaktuelle, zugleich zeitlose Thema des 26. Philosophicum Lech. Vom 19. bis 24. September 2023 sind namhafte Vortragende diverser Fachbereiche zu dessen tiefgreifenden transdisziplinären Erörterung und anschließenden Publikumsdiskussionen nach Lech am Arlberg geladen. Den Auftakt setzen am Dienstag, 19. September die Philosophicum Dialoge zu den Fragen „Wie ist die Lage?“ und „Was ist zu tun?“. Zum attraktiven Rahmenprogramm zählt am Freitag, 22. September die feierliche Verleihung des Tractatus, der von einer neuen Jury vergeben wird. Unter dem Titel „Politik zwischen Hass und Hoffnung“ wird am 18. April 2023, um </b><b>19</b><b> Uhr im Mumok Wien der Sammelband der Tagung 2022 vom wissenschaftlichen Leiter Konrad Paul Liessmann und Schriftsteller Michael Köhlmeier vorgestellt. Die Online-Anmeldung zum Philosophicum Lech startet am 3. April 2023.<span id="more-7121"></span></b></p>
<p>„Dürfen wir überhaupt noch hoffen?“, stellt <b>Konrad Paul Liessmann</b> im Editorial zum diesjährigen Philosophicum Lech eine Kardinalfrage hinsichtlich unserer zunehmend krisengeschüttelten Welt. Damit zeigt sich bereits die Aktualität und hohe Brisanz des Themas, dem sich das <b>26. Philosophicum Lech vom 19. bis 24. September 2023 in Lech am Arlberg</b> widmen wird. „<b>Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung</b>“ lautet der Titel, wobei sich weisen wird, ob die Optimismus beschwörende Redensart ihre Berechtigung hat oder ironisch verstanden werden sollte. „Wie begründet unsere Hoffnungen sind oder ob sie uns in die Irre leiten und zu einem falschen, getrübten Blick auf die Welt führen, ist derzeit Gegenstand heftiger Debatten“, so Liessmann in seinem Vorwort. Nicht nur um solchen Diskussionen, sondern dem Phänomen und Prinzip Hoffnung in seiner ganzen Vielschichtigkeit und Ambivalenz auf den Grund zu gehen, ist das Philosophicum Lech der richtige Rahmen. So werden Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie benachbarten Gebieten aus unterschiedlichsten Perspektiven und Anlässen über die Dialektik der Hoffnung referieren und mit dem Publikum diskutieren. Im Folgenden ein <b>Überblick über das Programm </b>des 26. Philosophicum Lech mit den Vortragenden und Diskutant:innen.</p>
<p><b>Philosophicum Dialoge sowie philosophisch-literarischer Vorabend </b></p>
<p>Am <b>Dienstag, den 19. September</b> beschäftigen sich die <b>Philosophicum Dialoge </b>wie bewährt unabhängig vom Jahresthema mit brisanten Entwicklungen und Fragen. Ab heuer finden beide Podiumsdiskussionen am Nachmittag statt und stehen fortan unter den Titeln „<b>Wie ist die Lage?</b>“ sowie „<b>Was ist zu tun?</b>“. Zu ersterer Frage werden <b>um 15.00 Uhr</b> die Philosophin und freie Autorin <b>Eva von Redecker</b> und der Universitätsprofessor (em.) für Strafrecht und Rechtsphilosophie <b>Reinhard Merkel</b> eine fundierte, aber auch kontroverse gesellschaftspolitische Analyse vornehmen. Moderiert wird der I. Philosophicum Dialog von <b>Martin Haidinger</b>, Redaktionsleiter der Ö1-Wissenschaftssendereihe <i>Salzburger Nachtstudio</i>. Beim II. Philosophicum Dialog <b>um 17.00 Uhr</b>, moderiert von der Journalistin <b>Judith Belfkih</b>, diskutieren dann <b>Alexandra Föderl-Schmid</b>, stv. Chefredakteurin der <i>SZ</i>, und <b>Ulf Poschardt</b>, Chefredakteur von <i>WeltN24</i>, über alternative Handlungsoptionen in Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche und politische Fragestellungen sowie Problemfelder. Am <b>Mittwoch, den 20. September um 18.00 Uhr</b> bietet der <b>philosophisch-literarische Vorabend</b> wieder eine unterhaltsame thematische Einführung ins Symposium. Unter dem Titel „<b>Die Büchse der Pandora</b>“ wird <b>Michael Köhlmeier</b>, Mitinitiator des Philosophicum Lech, atmosphärische Nacherzählungen und <b>Konrad Paul Liessmann</b> jeweils daran anschließende Ad-hoc-Interpretationen zum Besten geben.</p>
<p><b>Magna-Impulsforum und feierliche Eröffnung des 26. Philosophicum Lech</b></p>
<p>Den Auftakt am <b>Donnerstag, den 21. September</b>, <b>um 15.00 Uhr</b> macht das <b>Magna-</b><b>Impulsforum</b> unter Patronanz des Hauptsponsors. Unter Leitung des Journalisten und Moderators <b>Michael Fleischhacker</b> wird sich die Podiumsdiskussion der Frage stellen: „<b>‚</b><b>Lasst alle Hoffnung fahren!‘ – Stehen wir am Eingang zur Hölle?“</b>. Es debattieren der Philosoph, Publizist und Diplom-Meteorologe <b>Jörg Phil Friedrich</b>, die Journalistin, Autorin und Politikwissenschaftlerin <b>Nermin Ismail</b>, die Journalistin, Unternehmerin, Politikerin und Langzeitpräsidentin der Salzburger Festspiele <b>Helga Rabl-Stadler</b> und der Propst der Propstei St. Gerold <b>Pater Martin Werlen</b>. Um <b>17.00 Uhr</b> erfolgt <b>die offizielle Eröffnung des 26. Philosophicum Lech</b> durch den Bürgermeister von Lech <b>Gerhard Lucian</b>, den Vereinsobmann <b>Ludwig Muxel</b>, den Landeshauptmann von Vorarlberg Mag. <b>Markus Wallner</b> und eine:n hochrangige:n Repräsentant:in der Republik Österreich. Anschließend hält <b>Günther Apfalter</b>, President Magna Europe &amp; Asia, einen Vortrag zum Thema „<b>Gute Fahrt! Warum die Automobilindustrie die Hoffnung nicht fahren lassen darf</b>“. Als Abschluss des Tagesprogramms und zugleich Auftakt der diesjährigen Vortragsreihe wird <b>Konrad Paul Liessmann</b> in seinem Impulsreferat das Jahresthema umfassend beleuchten.</p>
<p><b>Die Referierenden und Vorträge des 26. Philosophicum Lech auf einen Blick:</b></p>
<p>Am <b>Freitag, 22. September, 09.30 Uhr</b> referiert <b>Hartmut von Sass</b>, Titularprofessor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Zürich und Inhaber einer Heisenberg-Stelle an der Humboldt-Universität zu Berlin, zum Thema „<b>Außer sich sein. Über Hoffnung und Ekstase</b>“. Es folgt <b>um</b><b>11.00 Uhr</b> der Vortrag von <b>Christine Abbt</b>, Professorin für Politische Philosophie an der Universität Graz, „<b>Zum Gestaltungspotenzial nicht-idealer Voraussetzungen</b>“. Am Nachmittag hält zunächst <b>um 15.30 Uhr Francesca Vidal</b>, Professorin für Kulturwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau und wissenschaftliche Leiterin des Schwerpunkts Rhetorik, ihr Referat „<b>Vom Tagtraum zur Utopie <i>oder</i> Über die Notwendigkeit, utopisch zu denken</b>“. Der darauf folgende Vortrag <b>um 17.00 Uhr</b> von <b>Christian Dries</b>, Leiter der „Günther Anders-Forschungsstelle“ der Universität Freiburg i. Br., steht unter dem Titel „<b>‚…in Hoffnung, dass wir hoffen dürfen‘? Günther Anders und die Heuristik der Hoffnungslosigkeit</b>“. Wie gewohnt folgt den zwei Vorträgen am Vor- und Nachmittag jeweils eine Publikumsdiskussion, die auch an den folgenden Tagen abwechselnd von <b>Konrad Paul Liessmann</b> und <b>Karl Gaulhofer</b>, stv. Ressortleiter im Feuilleton der Tageszeitung <i>Die Presse</i>, moderiert wird.</p>
<p>Das erste Referat am <b>Samstag, 23. September</b> hält <b>Peter Strasser</b>, Professor für Philosophie i. R. an der Universität Graz, zur „<b>Apokalypse. Die Rettung der Welt durch ihren Untergang</b>“, gefolgt vom Vortrag des Schriftstellers und Historikers <b>Philipp Blom</b> mit dem Titel „<b>Alles wird gut? – Kleine Anatomie der realistischen Hoffnung</b>“. Am Nachmittag referiert dann der Ökonom, Nachhaltigkeitsforscher und Publizist <b>Fred Luks</b> über „<b>Die Hoffnung auf Nachhaltigkeit. Möglichkeiten und Grenzen des ökologisch-ökonomischen Wandels</b>“. Den Schlusspunkt des Tages setzt der Soziologe und Publizist <b>Harald Welzer</b>, Honorarprofessor an der Universität Flensburg und Mitbegründer und Direktor der Stiftung <i>FUTURZWEI</i>, mit dem Vortrag „<b>Hoffnung ist eine Falle. Zur Sozialpsychologie wunschgetriebenen Handelns</b>“.</p>
<p>Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am <b>Sonntag, 24. September</b> von <b>Catrin Misselhorn</b>, Professorin für Philosophie an der Georg-August-Universität Göttingen, die sich <b>um 10.00 Uhr</b> mit der Frage „<b>Künstliche Intelligenz – und alles wird gut?</b>“ auseinandersetzt, sowie <b>Renée Schröder</b>, Professorin i. R. am Institut für Biochemie der Max Perutz Labs (Universität Wien / Medizinische Universität Wien), die sich der Frage „<b>Dürfen wir auf Unsterblichkeit hoffen?</b>“ widmen wird.</p>
<p><b>Rahmenprogramm mit Verleihung des Tractatus und aktuelle Buchpräsentation </b></p>
<p>Als Rahmenprogramm werden am <b>Donnerstagvormittag, 21. September</b> wieder die beiden beliebten Diskussionsveranstaltungen <b>Philosophieren am Berg</b> sowie <b>Philosophieren im Kunsthaus Bregenz</b>angeboten. Erstere ist eine Kooperation mit dem <b>Philosophie Magazin</b>, im Rahmen derer Chefredakteurin <b>Svenja Flaßpöhler</b> im Gespräch mit dem deutschen Soziologen <b>Christian Dries</b> hoch oben am Rüfikopf der Frage <i>„Woher kommt die Hoffnung?“</i> nachgehen wird. Im Kunsthaus Bregenz wird sich Direktor <b>Thomas D. Trummer</b> mit der österreichischen Forscherin <b>Renée Schröder</b> austauschen und anschließend durch die Ausstellung des Malers <b>Michael Armitage </b>führen.</p>
<p>Am Freitag und Samstag gibt es Sonderführungen zum <b>Skyspace Lech</b>, und allabendlich lädt die Philosophen-Bar zum Gedankenaustausch ins Hotel „Der Berghof“. Die <b>feierliche </b><b>Verleihung des Tractatus</b>– renommierter Essay-Preis des Philosophicum Lech – erfolgt am <b>Freitag, 22. September, um 21.00 Uhr</b>. Ermittelt wird die Preisträgerin bzw. der Preisträger von der neuen Jury, bestehend aus der Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin <b>Daniela Strigl </b>(Ö), der Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin <b>Catherine Newmark</b> (CH) und dem Literaturkritiker und Autor <b>Ijoma Mangold </b>(D). Am <b>Samstag, 23. September, um 21.00 Uhr</b> steht in Kooperaton mit der Hilti Foundation ein hochkarätiges Konzert in der Neuen Kirche Lech auf dem Programm.</p>
<p>Eine frühzeitige <b>Anmeldung, ab 3. April online, </b>wird empfohlen. Studierende können sich für 20 Stipendien bewerben, die u. a. mit Unterstützung der <i>Hilti Foundation,</i> von <i>Die Presse</i> und dem Philosophicum Lechvergeben werden und zur kostenlosen Teilnahme an der Tagung berechtigen.</p>
<p>Am<b> 18. April 2023, um </b><b>19</b><b>.00 Uhr </b>wird zur Präsentation des alljährlich vom <b>Zsolnay Verlag</b> publizierten Sammelbandes mit den Beiträgen des Philosophicum Lech 2022 in die Lounge des <b>Mumok Wien</b> geladen. Unter dem Titel „<b>Politik zwischen Hass und Hoffnung</b>“ schlagen <b>Michael Köhlmeier</b> und <b>Konrad Paul Liessmann</b> dabei eine Brücke zwischen dem vorjährigen und dem heurigen Thema des Symposiums.</p>
<p>Weitere Informationen und Anmeldung ab 03.04.2023 auf  <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline; font-size: 1.17em;">Pressemeldung als PDF:</span></p>
<h3><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2023_PM-2_Programm-des-Philosophicum-Lech_M%C3%A4rz-23-1.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2023_PM 2_Programm des Philosophicum Lech_März 23</a></h3>
<h3><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2023_PM-2_Programm-des-Philosophicum-Lech_März-23-1.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2023_PM 2_Programm des Philosophicum Lech_März 23-1</a></h3>

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		<title>20 Jahre Tage der Utopie: Jubiläumsfestival für eine gute Zukunft 2023</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 12:01:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tage der Utopie 2023]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 23. bis 29. April 2023 (So – Sa) in der Kulturbühne AMBACH und in Arbogast, Götzis / Vorarlberg – vor Ort sowie als Livestream Mit über 1.200 Teilnehmenden im Laufe der Woche zählt die Veranstaltungsreihe heute zu den umfangreichsten Bildungsformaten in der Vierländerregion Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein. Zum Jubiläum laden fünf ausgewählte Vortragende aus [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><b>Von 23. bis 29. April 2023 (So – Sa) in der Kulturbühne AMBACH und in Arbogast, Götzis / Vorarlberg – vor Ort sowie als Livestream</b></p>
<p style="text-align: justify;"><b>Mit über 1.200 Teilnehmenden im Laufe der Woche zählt die Veranstaltungsreihe heute zu den umfangreichsten Bildungsformaten in der Vierländerregion Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein.</b><b> </b><b>Zum Jubiläum laden fünf ausgewählte Vortragende aus 20 Jahren herausragende Vordenker ein, um gemeinsam vielversprechende Zukunftsentwürfe vorzustellen. Die Themen: Strategien des Wandels, Digitalisierung und Nachhaltigkeit, globale Solidarität oder auch die Erforschung von Mitgefühl und Intuition. <span id="more-7083"></span></b></p>
<p style="text-align: justify;"><b></b><i>Anlässlich ihres Jubiläums werfen die <b>Tage der Utopie</b> einen kritischen Blick zurück auf die Zukunftsbilder der letzten 20 Jahre und was aus diesen geworden ist. Zugleich werden wie stets zukunftsweisende Entwürfe, aussichtsreiche Strategien und starke Leitbilder geboten. Das <b>Festival für eine gute Zukunf</b>t lädt </i><b><i>von 23. bis 29. April 2023</i></b><i> zur vielfältigen Inspiration sowie intensiven Diskussion nach <b>Götzis in Vorarlberg</b> und eröffnet durch anregende Neue Musik, hochkarätige Vorträge sowie vertiefende Dialoge innovative Perspektiven und Wege. </i></p>
<p style="text-align: justify;">Seit 2003 werden alle zwei Jahre internationale Expertinnen und Experten zu den Tagen der Utopie nach Vorarlberg geladen, um ihre gemeinwohlorientierten Zukunftskonzepte zu brennenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu präsentieren. Die Vortragenden aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, Politik und Zivilgesellschaft eint die Leitidee des Festivals: Statt vorläufige Problemlösungen und Verbesserungsschläge, die dem Status quo bzw. Zeitgeschehen verhaftetet bleiben, stehen visionäre Entwürfe und starke Zukunftsbilder im Vordergrund. Programmleiter <b>Hans-Joachim Gögl</b> zum dahinterstehenden Kerngedanken: „Utopien lenken unseren Blick weg vom Defizit hin zur Ressource. Sie setzen der Angst vor Veränderung ermutigende Erzählungen und erste Bilder gelingender Modelle entgegen.“</p>
<p style="text-align: justify;"><b><i>Wertvoller Rückblick &amp; starke Zukunftsbilder als besonderes Jubiläumsprogramm </i></b></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Jubiläum wird ein Bogen zurück, zugleich werden vielfältige in die Zukunft geschlagen. Fünf Vortragende der vergangenen 20 Jahre, die das Publikum begeistert haben, referieren gemeinsam mit einer von ihnen geladenen Persönlichkeit, deren Vision sie heute inspiriert. Beispielsweise wird die europaweit bedeutende Bildungsinnovatorin <b>Margret Rasfeld</b> von der bekannten Fair-Trade-Aktivistin sowie Spiegel-Bestsellerautorin <b>Lisa Jaspers</b> begleitet. Die international geschätzte Empathie-Forscherin <b>Tania Singer</b> hat <b>Claus Otto Scharmer</b> vom MIT in Cambridge, einen der derzeit weltweit einflussreichsten Ökonomen eingeladen. Auch die <b>Vorträge</b> weiterer herausragender Vordenkerinnen und Visionäre werden <b>jeweils um 18 Uhr</b> in der <b>Kulturbühne AMBACH</b> gehalten. Die darauf folgenden vormittäglichen <b>Dialoge</b> finden jeweils <b>von 9.15 bis 12.30 Uhr</b> wie üblich im <b>Bildungshaus Arbogast</b> statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Auftakt wird zur <b>Jubiläums-Matinee ‚20 Jahre Tage der Utopie‘</b> am <b>Sonntag, den 23. April, um 10.30 Uhr</b> in die <b>Kulturbühne AMBACH, Götzis</b> geladen. Die Festrede mit dem Titel ‚<b>Von der Macht der Vorstellungskraft</b>‘ hält der deutsche Schriftsteller, Historiker, Journalist und Philosoph <b>Philipp Blom</b>, dessen Bücher in 16 Sprachen übersetzt wurden und der als einer der renommiertesten Kommentatoren unserer Zeit gilt.</p>
<p style="text-align: justify;"><b><i>2003 bis 2023 – 20 Jahre Tage der Utopie – neue Formate für eine gute Zukunft</i></b></p>
<p style="text-align: justify;">2003 wurden die Tage der Utopie in Arbogast von dessen damaligen Leiter <b>Josef Kittinger</b> und <b>Hans-Joachim Gögl</b> gegründet. Seit nunmehr 20 Jahren bewährt sich das von den beiden gemeinsam entwickelte Konzept. Als eines der umfangreichsten Bildungs- und Vernetzungsformate im Vierländereck  – Ö, D, CH und LIE – mit über 1.200 Teilnehmenden im Laufe der Woche erreicht das Festival die Menschen zudem durch Medienkooperationen und die Übertragung per Livestream weit über die Region hinaus. Ein beständig wachsendes Netzwerk innovativer Unternehmen und Non-Profit-Organisationen bildet die finanzielle Basis der Tage der Utopie. Vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein veranstaltet, erhielt das Format den Staatspreis für Erwachsenenbildung und Innovation.</p>
<p style="text-align: justify;">Außergewöhnlich und von Beginn an das einzigartige Veranstaltungsformat mit prägend ist die Integration künstlerischer Beiträge. Durch die Auftragskompositionen von international renommierten Musikschaffenden als Resonanz auf die Vorträge erfolgt ein inspirierender Brückenschlag zwischen geistiger Auseinandersetzung und sinnlichem Erlebnis. Das breite und beeindruckende musikalische Schaffen aus 20 Jahren ist in einer eigenen CD-Reihe dokumentiert. Hervorgegangen aus den Tagen der Utopie sind auch eine ganze Reihe von Initiativen, Projekten und Kooperationen im Rahmen der Start-up-Förderung WIRKstätten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der prüfende Blick zurück auf Zukunftsbilder aus 20 Jahren anlässlich des Jubiläums wird Gelungenes wie auch Gescheitertes zutage fördern. Beim ermutigenden Blick nach vorne werden die vielversprechendsten Visionen – überzeugende Entwürfe, außergewöhnliche Lösungen, beispielgebende Prototypen – ins Rampenlicht gestellt. Vorgestellt werden die Vortragenden von geschätzten Wegbegleiter:innen des Festivals. Folgend das Programm:</p>
<p style="text-align: justify;"><b><i>Die Vortragenden und Themen der Tage der Utopie 2023 in der Übersicht </i></b></p>
<p style="text-align: justify;">Am <b>Dienstag, den 25. </b><b>April</b> wird ‚<b>Zur Zukunft des Entscheidens. </b><b>Über den Umgang mit Unsicherheit in Organisationen und Unternehmen</b>‘ referiert. <b>Christian Beinke</b>, Sprecher bei den Tagen der Utopie 2019, wird als Mitgründer der legendären Berliner Innovationsagentur ‚Dark Horse‘ auf 14 Jahre realer Unternehmensutopie zurückblicken. Zudem spricht der Entscheidungsforscher <b>Niklas Keller</b>, Mitgründer von ‚Simply Rational‘, dem verhaltenswissenschaftlichen Spin-off des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin. Er wird erklären,wie man bessere Vorhersagen treffen kann als die komplexeste KI, warum Einfachheit und Transparenz der Schlüssel zu robusten und widerstandsfähigen Systemen sind und inwieweit intuitives Entscheiden eine unserer mächtigsten Waffen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Am <b>Mittwoch, den 26. April</b> lautet das Vortragsthema ‚<b>Universeller Kosmopolitismus und globale Solidarität. </b><b>V</b><b>on der imperialen zur solidarischen Lebensweise</b>‘. Zunächst blickt Autor <b>Ilija Trojanow</b>, der 2009 und 2012 Sprecher beim Festival war, zurück wie auch voraus auf die ‚Utopie eines universellen Kompass‘ – Wegweiser zu einer neuen kulturellen Praxis des Miteinanders. Danach wird der renommierte Politikwissenschaftler <b>Ulrich Brand</b>, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, Vorstandsmitglied von ‚Diskurs. Das Wissenschaftsnetz‘ und Mitherausgeber der ‚Blätter für deutsche und internationale Politik‘, vor dem Hintergrund einer sich trotz vielfacher Krisen vertiefenden ‚imperialen Lebensweise‘ die Konturen einer ‚solidarischen Lebensweise‘ skizzieren.  <b></b></p>
<p style="text-align: justify;"><b>Donnerstag, den 27. April</b> sprechen drei Referentinnen zum Thema ‚<b>Unlearn Patriarchy. </b><b>Warum wir das Patriarchat verlernen müssen, um alle frei zu sein</b>‘. Die berühmte Schulinnovatorin <b>Margret Rasfeld</b> wird wie schon bei den Tagen der Utopie 2013 von ihrer damaligen Schülerin und nunmehr erfolgreichen Beraterin für Bildungstransformation <b>Jamila Tressel</b> begleitet. Zudem hat sie die Autorin, Sozialunternehmerin und Aktivistin <b>Lisa Jaspers</b> eingeladen, Gründerin des Fair-Trade-Design-Labels FOLKDAYS sowie Initiatorin der Petition #fairbylaw, die maßgeblich dazu beitrug, dass die deutsche Bundesregierung 2021 ein Lieferkettengesetz verabschiedete. Die Drei werden aufzeigen, wie eine Welt aussehen könnte, in der wir alle frei von patriarchalen Rollenzuschreibungen, Handlungsmustern und Zwängen gemeinschaftlich neue Beziehungen aushandeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Am <b>Freitag, den 28. April</b> stehen die Vorträge unter dem Titel ‚<b>Bäume und Bits. </b><b>Erfolgreiche Wege zu einer digitalen, ökologischen und sozialen Transformation</b>‘. Zunächst berichtet die Wirtschaftswissenschaftlerin <b>Kora Kristof</b>, Sprecherin bei den Tagen der Utopie 2013, als Pionierin in der Erforschung von Strategien des Wandels und seit Kurzem Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) über ihre Erfahrungen mit erfolgreicher Transformation. Danach schildert <b>Tilman Santarius</b>, einer der führenden Experten für Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Deutschland, Professor und Leiter von Forschungsgruppen an der TU Berlin sowie am Einstein Center Digital Futures, konkrete Bedingungen und Vorgangsweisen, die einen konstruktiven Beitrag der Digitalisierung zu Ökologie und Gerechtigkeit gewährleisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Am <b>Samstag, den 29. April</b> wird sich dem Thema ‚<b>Von der Zukunft her führen. Von der Egosystem- zur Ökosystem-Wirtschaft</b>‘ gewidmet. Die Neurowissenschaftlerin und Psychologin <b>Tania Singer</b>, wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, stellte 2015 bei den Tagen der Utopie eine weltweit einzigartige wissenschaftliche Studie zu Mitgefühl und Empathie vor und wird einen Blick auf die Erkenntnisse und Früchte dieser visionären Arbeit werfen. Der von ihr eingeladene deutsche Ökonom <b>Claus Otto Scharmer</b>, Senior Lecturer und Aktionsforscher am MIT in Cambridge, zählt zu den einflussreichsten Innovationsforschern weltweit. Er wird Rahmen und Praktiken für die Führung in Umbruchsituationen sowie ihre Anwendung in spezifischen Kontexten und bei täglichen Herausforderungen präsentieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die <b>vertiefenden Dialoge</b> als Austausch mit den Vortragenden im kleineren Kreis finden <b>jeweils am folgenden Tag von 9.15 bis 12.30 Uhr</b> statt ­– <b>ausgenommen</b> jener mit Tania Singer und Claus Otto Scharmer, der vor deren Referaten am Samstagvormittag erfolgt.</p>
<p style="text-align: justify;"><b><i>Besonderes Rahmenprogramm: Utopische Talkshow und utopische Morgenlesung </i></b></p>
<p style="text-align: justify;">Als Rahmenprogramm werden beim Jubiläum <b>zwei neue Formate bei freiem Eintritt</b> geboten: Die ‚<b>Utopische Talkshow</b>‘ lädt <b>von Dienstag bis Samstag, 17 bis 17.30 Uhr</b> zu einer Interviewreihe, bei der <b>zehn visionäre Projekte aus Vorarlberg</b> vorgestellt werden. Ebenfalls täglich stimmt die ‚<b>Utopische Morgenlesung</b>‘<b> </b><b>von 7.30 bis 8 Uhr</b> in der <b>Kapelle Arbogast </b>auf den Festivaltag ein. Bis inkl. Freitag liest <b>Ilija Trojanow</b>, ein treuer Freund des Festivals, am Samstag <b>Clemens T. Schedler</b>, begleitet von <b>Robert Bernhard</b> am Saxophon.</p>
<p style="text-align: justify;"><b><i>Musik aus dem Morgenland – Auftragskompositionen der Tage der Utopie 2023</i></b></p>
<p style="text-align: justify;">Seit der Festivalpremiere 2003 performen allabendlich Expert:innen und Musiker:innen in Koproduktion: Letztere führen mit eigens dafür komponierter Zukunftsmusik in die Abende ein und reagieren schließlich auf die Vorträge mit einer Improvisation. Zum Jubiläum ist der in Vorarlberg und New York lebende Pianist <b>Peter Madsen</b>eingeladen, der u. a. als Lehrer am Jazzseminar Dornbirn eine der einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des Landes ist und vor 20 Jahren der Eröffnungskomponist der Tage der Utopie war. Er bringt den australischen Multi-Instrumentalisten und vielseitigen Komponisten <b>Adrian Mears</b> mit, Professor an der Musikhochschule Basel, der so wie Madsen bereits mit etlichen Größen des Jazz weltweit auf Tour war und als ‚Bester australischer Posaunist‘ ausgezeichnet wurde – wie auch seine einstige Band als beste australische Jazzgruppe.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Album von Peter Madsen aus dem Jahre 2003 gehört zu den erfolgreichsten der von den Tagen der Utopie aufgelegten <b>CD-Edition</b>, die ebenso erhältlich ist wie die eigene <b>Buchreihe</b> und alle bisherigen Vorträge aus 20 Jahren als <b>Video-Podcast</b> auf der Website. Zudem gibt es beim Jubiläumsfestival einen Rückblick in Form einer <b>Plakatausstellung</b>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die fünf Abende mit den Vorträgen und musikalischen Beiträgen werden als moderierter <b>Livestream</b> übertragen, mit der Möglichkeit via Chat an die Vortragenden Fragen zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Infos und die Mail-Kontaktadresse für die <b>Anmeldung</b> auf: <a href="http://www.tagederutopie.org/"><b>www.tagederutopie.org</b></a>. Es gilt das Prinzip ‚first come, first serve‘, weshalb sich eine frühzeitige Anmeldung empfiehlt!</p>
<p style="text-align: justify;">
<h2 style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Pressetext als PDF: <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM_TDU-2023.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM_TDU 2023</a></span></h2>
<p style="text-align: justify;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Fact-Box:</span><br />
Tage der Utopie 2023<br />
Sonntag, 23. April – Samstag, 29. April 2023</p>
<p style="text-align: justify;">Kulturbühne AMBACH sowie Bildungshaus St. Arbogast in Götzis / Vorarlberg</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Details und Anmeldung: </span></p>
<p style="text-align: justify;">www.tagederutopie.org</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Veranstalter:</span></p>
<p style="text-align: justify;">Tage der Utopie – Verein zur Entwicklung enkeltauglicher Zukunftsbilder</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Rückfragehinweis / Pressekontakt:</span></p>
<p style="text-align: justify;">si!kommunikation – Christina Nigsch und Lisa-Maria Innerhofer</p>
<p style="text-align: justify;">Akkreditierung unter <a href="mailto:info@si-kommunikation.com">info@si-kommunikation.com</a> möglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Telefon +43 699 19257915</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Pressemeldung März 2023</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/pressemeldung-marz-2023/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 08:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[26. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue Jury des Tractatus steht fest. Der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold, die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark sowie die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl entscheiden künftig über die Vergabe des renommierten Essay-Preises des Philosophicum Lech.  Seit 2009 wird vom Verein Philosophicum Lech alljährlich der mit 25.000 Euro dotierte Tractatus vergeben. Die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<h3 align="left"><b>Die neue Jury des Tractatus steht fest. Der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold, die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark sowie die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl entscheiden künftig über die Vergabe des renommierten Essay-Preises des Philosophicum Lech. </b></h3>
<p><i>Seit 2009 wird vom Verein Philosophicum Lech alljährlich der mit 25.000 Euro dotierte Tractatus vergeben. Die Auszeichnung gilt herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der philosophischen Essayistik. Die Auswahl preiswürdiger Publikationen für die Shortlist sowie in weiterer Folge des prämierten Werkes obliegt einer dreiköpfigen Jury. Diese repräsentiert in ihrer Zusammensetzung den D-A-CH-Raum und soll – hochkarätig besetzt – verlässlich Auskunft über höchste Qualität geben. In Nachfolge namhafter Jurorinnen und Juroren wird auch das ebenso prominente neue Gremium diesem Anspruch zweifelsfrei gerecht werden. Die Shortlist des Tractatus wird im Juli, das preisgekrönte Werk Anfang September bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung des Tractatus 2023 findet am Freitag, den 22. September um 21 Uhr im Rahmen des Philosophicum Lech statt. Unter dem Titel „Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung“ wird von 19. bis 24. September zur interdisziplinären Erörterung und Diskussion dieser hochaktuellen wie zeitlosen Thematik nach Lech am Arlberg geladen.     </i></p>
<p>Bereits zum 15. Mal wird dieses Jahr der Tractatus – Essay-Preis des Philosophicum Lech vergeben. Auf Anregung des Schriftstellers Michael Köhlmeier 2009 aus der Taufe gehoben, soll die Auszeichnung überragende Publikationen würdigen, die einen wertvollen Beitrag zu philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen leisten. Dank privater Sponsoren mit 25.000 Euro hoch dotiert, gilt der Tractatus als einer der renommiertesten Preise für philosophische Essayistik im deutschsprachigen Raum. Zentrale Kriterien für die Auswahl preiswürdiger Werke sind die Originalität des Denkansatzes, Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und Relevanz des Themas. Für die alljährliche Auslese verantwortlich zeichnet eine dreiköpfige Jury unter Vorsitz des wissenschaftlichen Leiters des Philosophicum Lech <b>Konrad Paul Liessmann</b> (nicht stimmberechtigt). Sie bestand in den vergangenen Jahren aus der Philosophin <b>Barbara Bleisch</b> (CH), dem Schriftsteller und ehemaligen Verleger <b>Michael Krüger</b> (D) sowie dem Autor und Journalisten <b>Thomas Vašek</b> (A), denen für ihre sachverständige, sorgfältige und stets treffsichere Jurytätigkeit großer Dank gebührt.</p>
<p>Für die Nachfolge und damit gänzlich neu zusammengesetzte Tractatus-Jury gewonnen werden konnten drei ebenso namhafte wie hoch qualifizierte und geschätzte Persönlichkeiten. Die österreichische Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin <b>Daniela Strigl</b>, die Schweizer Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin <b>Catherine Newmark</b> sowie der deutsche Literaturkritiker und Autor <b>Ijoma Mangold</b> bilden das somit wieder hochkarätig besetzte Gremium. Dank ihrer Expertise darf bereits mit Spannung die im Juli veröffentlichte Shortlist des Tractatus 2023 erwartet werden, die auch als Lektüreempfehlung zu verstehen ist. In weiterer intensiver Jury-Diskussion wird schließlich das exemplarisch prämierte Werk ermittelt werden und damit die Preisträgerin bzw. der Preisträger des aktuellen Jahres.</p>
<p>Die feierliche Verleihung des Tractatus 2023 wird im Rahmen des <b>26. Philosophicum Lech </b>am <b>Freitag, den 22. September 2023 um 21 Uhr</b> erfolgen. Das Symposium widmet sich diesmal <b>von 19. bis 24. September</b>dem Thema „<b>Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung</b>“. Inwieweit die Optimismus beschwörende Redensart ihre Berechtigung hat oder ironisch verstanden werden muss, darüber werden Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie benachbarten Gebieten referieren und mit dem Publikum diskutieren. „Hoffnung war immer schon ein zweischneidiges Schwert. Hoffnung ist das, was bleibt, wenn nichts mehr getan werden kann. Hoffnung ist das Eingeständnis eines Scheiterns, das nur noch auf das Unverfügbare setzen kann: auf ein Wunder. Hoffnung ist aber auch das, was uns in finsteren Zeiten aufrecht hält und an eine Zukunft glauben lässt“, verweist Konrad Paul Liessmann in seinem Editorial auf den höchst ambivalenten Charakter der Gemütsbewegung und Bewältigungsstrategie, was etliche Fragen und Themen eröffnet.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rückfragehinweis / Pressekontakt:</span></p>
<p><b>si!kommunikation</b><br />
Mühledörfle 53, A-6708 Brand<br />
<a href="mailto:info@si-kommunikation.com">info@si-kommunikation.com</a></p>
</div>
<div>
<p>Mag. Lisa-Maria Innerhofer<br />
Tel. +43 650 4724721<br />
<a href="mailto:innerhofer@si-kommunikation.com">innerhofer@si-kommunikation.com</a></p>
<p>Christina Nigsch<br />
Tel. +43 699 19257915<br />
<a href="mailto:soraperra@si-kommunikation.com">soraperra@si-kommunikation.com</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kurzporträt der neuen Mitglieder der Tractatus-Jury:</span></p>
<p><b>Daniela Strigl</b> gilt als eine der profundesten Literaturkenner:innen des Landes. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Universität Wien und lehrt ebenda seit 2007 Neuere Deutsche Literatur. Mehrfach ausgezeichnet für Literaturkritik und Essayistik (Österreichischer Staatspreis für Li­te­raturkritik 2001, Max Kade Essaypreis 2007, Alfred-Kerr-Preis 2013, Berliner Preis für Literaturkritik 2015, Johann-Heinrich-Merck-Preis 2019), gehörte Strigl u.a. der Jury des Ingeborg Bachmann Prei­ses (Klagenfurt), des Deutschen Buchpreises sowie des Preises der Leipziger Buchmesse an. Zudem zählt sie zum Kritikerteam des Literaturclubs im SRF und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von ihren zahlreichen Publikationen genannt seien die bereits als Standardwerke geltenden Biografien über Marlen Haushofer (2009) und Marie von Ebner-Eschenbach<i> </i>(2016) sowie <i>Alles muss man selber machen. Biographie. Kritik. Essay</i> (2018) und <i>Sinn und Sinnlichkeit. Lesen, verstehen, schwelgen. Münchner Rede zur Poesie </i>(2021).</p>
<p><b>Catherine Newmark</b> ist u. a. für ihre gehaltvollen Beiträge zu den Themenbereichen Film, Philosophie bzw. Geisteswissenschaften und Gender bekannt. Sie studierte Philosophie und Geschichte in Zürich und Paris, wurde an der Freien Universität Berlin promoviert und war anschließend ebendort sechs Jahre lang wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie. Heute arbeitet Newmark als Journalistin in Berlin unter anderem beim Deutschlandfunk Kultur als Redakteurin für geisteswissenschaftliches Sachbuch und für Philosophie sowie als Moderatorin der Philosophie-Sendung „Sein und Streit“. Zudem ist sie Kolumnistin bei Zeit Online und Radio Bremen. Zu ihren Veröffentlichungen zählen <i>Passion – Affekt – Gefühl. Philosophische Theorien der Emotionen zwischen Aristoteles und Kant</i> (2008), <i>Viel zu lernen du noch hast. Star Wars und die Philosophie</i> (2016), <i>Wie männlich ist Autorität?</i> (Hg. mit Hilge Landweer, 2018) und <i>Warum auf Autoritäten hören?</i> (2020).</p>
<p><b>Ijoma Mangold</b> gehört zu den führenden und profiliertesten Literaturkritikern Deutschlands. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna. Nach Stationen bei der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung wechselte er 2009 zur Wochenzeitung Die Zeit, deren Literaturchef er von 2013 bis 2018 war. Inzwischen ist er kulturpolitischer Korrespondent derselben. Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die ZDF-Sendung „Die Vorleser“. Außerdem gehört Mangold zum Kritiker-Quartett der Sendung „lesenswert“ des SWR-Fernsehens und hatte Gastprofessuren in Göttingen sowie St. Louis, Missouri. Er veröffentlichte u. a. das Memoire <i>Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte</i> (2017) sowie das politische Tagebuch <i>Der innere Stammtisch</i> (2020), beides Spiegel-Bestseller. Sein aktuelles Buch trägt den Titel <i>Die orange Pille. Warum Bitcoin weit mehr als nur ein neues Geld ist. </i>Mangold ist Träger des Berliner Preises für Literaturkritik und lebt in Berlin.</p>
<p><strong><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM-Neue-Tractatus-Jury-2023.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM Neue Tractatus-Jury 2023</a></strong></p>

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		<title>Vortragsreihe des 25. Philosophicum Lech und kurze Vorschau auf 2023</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2022 13:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[25. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2022-09-26 Vortragsreihe des 25. Philosophicum Lech und kurze Vorschau auf 2023 Grundlegende Analysen und elementare Erkenntnisse zum Hass als zwischenmenschlich und gesellschaftlich hochbrisantes Phänomen  Unter dem Titel „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ befasste sich das 25. Philosophicum Lech mit einem oft beklagten, doch schwer fassbaren Phänomen. Namhafte Vortragende aus Geistes- und Humanwissenschaften, Philosophie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lech, 2022-09-26<br />
Vortragsreihe des 25. Philosophicum Lech und kurze Vorschau auf 2023</p>
<p><b>Grundlegende Analysen und elementare Erkenntnisse zum Hass als zwischenmenschlich und gesellschaftlich hochbrisantes Phänomen </b></p>
<p><b>Unter dem Titel „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ befasste sich das 25. Philosophicum Lech mit einem oft beklagten, doch schwer fassbaren Phänomen. Namhafte Vortragende aus Geistes- und Humanwissenschaften, Philosophie und Psychologie sorgten für eine breit gefächerte interdisziplinäre Erörterung und Diskussion. Erneut erwies sich die internationale Tagung vom 20. bis 25. September 2022 am Puls der Zeit und präsentierte sich Lech am Arlberg als idealer Begegnungsort für den Austausch über brisante Themen. Bei den Teilnehmenden aus dem gesamten deutschen Sprachraum fanden die spannenden Beiträge wie auch die Atmosphäre ein überaus positives Echo.  <span id="more-7029"></span></b></p>
<p>Bevor der Obmann des Vereins Philosophicum Lech <b>Ludwig Muxel</b> das stets mit Spannung erwartete Thema im kommenden Jahr bekanntgab, galt sein Dank all jenen, die am Gelingen des sechstägigen Symposiums ihren Anteil hatten. An erster Stelle nannte er den wissenschaftlichen Leiter <b>Konrad Paul Liessmann</b> und gratulierte ihm zur Verleihung des Montfortordens in Gold für die freundschaftliche Verbundenheit mit dem Land Vorarlberg und seine langjährigen Verdienste um das Philosophicum Lech. Die Ehrung erfolgte durch den Vorarlberger Landeshauptmann <b>Markus Wallner</b> bei der feierlichen Eröffnung am Donnerstag, den 22. September 2022. Ein besonderes Datum, beging die renommierte internationale Tagung heuer doch ihr 25-jähriges Jubiläum. Eine wahre Erfolgsgeschichte, an der viele teilhaben, begonnen bei Ideengeber <b>Michael Köhlmeier</b> und Altbürgermeister Ludwig Muxel, die u. a. mit dem ehemaligen Landesrat <b>Guntram Lins</b> das Philosophicum Lech aus der Taufe hoben. Entscheidend zur Gründung, Etablierung und Weiterentwicklung des Philosophicum Lech beigetragen hat der Professor i. R. für Philosophie an der Universität Wien und u. a. österreichischer „Wissenschaftler des Jahres“ 2006 Konrad Paul Liessmann, dessen außerordentliche Kompetenz und Feinsinn von Muxel in seinen Dankesworten am Abschlusstag hervorgehoben wurden.</p>
<p>Über all die Jahre erwies der wissenschaftliche Leiter immer wieder ein untrügliches Gespür für Entwicklungen von ebenso großer gesellschaftspolitischer Brisanz wie wissenschaftlicher Relevanz. Zudem gelang es ihm stets, namhafte Referentinnen und Referenten mit Expertise zum jeweiligen Jahresthema für die transdisziplinäre Tagung zu gewinnen. Dies bestätigte sich erneut beim <b>25. Philosophicum Lech</b>, das sich <b>vom 20. bis 25. September 2022</b> unter dem Titel „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“ einem zwar häufig diskutierten, doch selten tiefgreifend analysierten Thema widmete. Vortragende aus diversen Wissenschaftsdisziplinen von hoher Fachkenntnis und Reputation garantierten für eine multiperspektivische Annäherung an das individual- wie auch sozialpsychologisch, ethisch, politisch und kommunikationswissenschaftlich problembehaftete Phänomen. Die meisten nahmen am gesamten Symposium teil und stellten sich nicht nur den Publikumsdiskussionen im Anschluss an die Referate, sondern debattierten auch in den Pausen oder abends in der Philosophenbar. Einige von ihnen wie auch die 20 Stipendiaten und selbst Medienvertreter hoch renommierter Zeitungen zeigten sich erstaunt über die hohe Anzahl von über 600 Teilnehmenden bei einer geisteswissenschaftlichen Tagung.</p>
<p><b>Auftakt mit einer Philosophie der Gefühle sowie der Anatomie des Hasses  </b></p>
<p>Den Eröffnungsvortrag am <b>Freitag, den 23. September</b> hielt einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Emotionsphilosophie. <b>Christoph Demmerling</b>, Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Theoretische Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, referierte zum Thema „<b>Feindselige Gefühle. Über die dunkle Seite des Geistes</b>“. Zunächst erläuterte er Grundlegendes zur Philosophie der Gefühle und konkretisierte, was Gefühle sind. Daraufhin analysierte er insbesondere die Eigenschaften und Ursachen des Hasses, wobei er diesen in ein Verhältnis zu anderen feindseligen Gefühlen wie Ressentiment und Verachtung setzte. Schließlich stellte er sich der Frage, wie mit dem Hass umzugehen sei, und empfahl Offenheit für eine Kultur der Ablehnung: „Auch die dunkle Seite des Geistes ist eine Seite des Geistes. Kultivieren wir sie und seien offen für Ablehnung, ohne uns den Exzessen von Gewalt und Hetze hinzugeben.“</p>
<p>Das zweite Referat am Freitagvormittag unter dem Titel <i>„</i><em><b>Die simple Anatomie des Hasses und die Raffinesse seiner Tarnungen</b></em><i>“</i> hielt <b>Hilge Landweer</b>, Professorin für Philosophie an der Freien Universität Berlin, die u. a. zusammen mit Demmerling das Standardwerk „Philosophie der Gefühle“ (2007) verfasste. Dabei stellte sie ihre Überlegungen vor, die zu der These führten, dass Hass sich oft hinter anderen Gefühlen verbirgt. Aufgrund dessen verglich sie den Hass mit der Empörung, vor allem aber mit der Verachtung. „Hass und Verachtung werden oft miteinander verwechselt, gehen aber ineinander über und das wirkt sich vor allem im öffentlichen Raum fatal aus“, so Landweer. Ihre zweite, zentrale These war, dass Verachtung mindestens ebenso gefährlich sei wie Hass, weil sie unterschätzt, oft auch ganz übersehen wird. Auf Verachtung, auch das würde sehr leicht übersehen, wird oft mit Hass geantwortet. „Ich halte es für dringend erforderlich, eine öffentliche Diskussion über die destruktiven Folgen auch der Verachtung anzustoßen“, wie sie betonte.</p>
<p><b>Der Trieb zur Grausamkeit und die Schwierigkeit, mit dem Hassen aufzuhören</b></p>
<p>Am Freitagnachmittag referierte zunächst der bekannte Vorarlberger Psychiater, Psychotherapeut und forensisch-psychiatrische Gerichtsgutachter <b>Reinhard Haller</b> zum fachübergreifenden Thema „<em><b>Der Trieb zur Grausamkeit – Psychodynamik und Psychopathologie des Hasses</b></em><i>“</i>. Einleitend klärte er die Frage, ob der Hass ein Affekt, ein Trieb oder eine Leidenschaft ist. „Die Definition als zerstörerische Leidenschaft scheint noch die treffendste zu sein. Denn Leidenschaft ist eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion und umfasst die kognitive Verfolgung von Zielen.“ Anschließend analysierte Haller den Selbsthass und kam auf die „dunkle Tetrade“ als Kombination von Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und Sadismus zu sprechen. Diese sei bei 90 Prozent der amerikanischen Serienkiller und vielen der schrecklichsten Despoten der Menschheit nachweisbar. Des Weiteren widmete er sich dem Hass der Incel, der unfreiwillig Zölibatären, wie auch der Hassliebe. Seiner Anatomie des Hasses folgte die wichtigste Maßnahme in der Hassprävention: „Ob und wie die Sublimierung des Todestriebes gelingt, ist eine entscheidende Frage in der Persönlichkeitsentwicklung. Wichtig sind die Förderung von Empathie in der Erziehung, zwischenmenschliche Begegnung, Selbsterkenntnis und auch Therapie.“</p>
<p>Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe am Freitag durch das Referat von <b>Ingrid Vendrell Ferran</b>, Professorin an der Universität Marburg, unter dem Titel „<em><b>Hassen: Warum es so schwierig ist, damit aufzuhören</b></em><em>“. </em><em>In diesem ging sie anfangs auf die Struktur des Hasses ein und vertrat </em>die These, dass der Hass eher als Emotion denn als eine Gesinnung zu verstehen ist, die aus einem Prozess der Sedimentierung anderer feindlicher Emotionen entsteht. Denn der Hass habe eine Geschichte, in der viele verschiedene negative Gemütsbewegungen eine Rolle gespielt haben könnten. Danach klärte sie die Frage, warum es so schwierig ist, mit dem Hassen aufzuhören. Diese beantwortete sie damit, dass viele unserer Strategien, mit negativen Gefühlen umzugehen, aufgrund der strukturellen Eigenschaften des Hasses nicht wirken. So sei es wegen des Charakters einer Gewohnheit sehr schwierig, über den Hass zu reflektieren oder ihn zu steuern. Weil der andere uns im Hass als böse erscheint, wollen wir weder seine Perspektive übernehmen noch uns in ihn einfühlen. Zudem ist der Hass eine Gemütsbewegung, die sozial sanktioniert ist. Daher versuchen wir, den Hass entweder versteckt zu halten oder uns darüber zu täuschen, schließlich könne Hass als ein Zeichen für einen schlechten Charakter gesehen werden.</p>
<p><b>Über den Selbsthass und wie ideologisches Denken den Blick verzerrt </b></p>
<p>Den Auftakt am Samstag gab die Schweizer Psychoanalytikerin <b>Jeannette Fischer</b>, die sich über Jahrzehnte mit Macht, Gewalt und Angst auseinandergesetzt hat, mit dem Vortrag „<b>Hass ist auch immer Selbsthass</b>“. Ausgangspunkt war die Definition von Hass als eine vernichtende, durch die Sozialisation pervertierte Umformung einer vormals konstruktiven Energie. „Die konstruktive Aggression ist eine Energie, die wir nutzen, um uns für uns selber, für unsere Bedürfnisse und Interessen einzusetzen. Kommt dem Ich diese konstruktive Aggression abhanden, dann ist es beschädigt. Es ist ein ohnmächtiges Ich, das sich nicht mehr für sich selbst einsetzen kann, das der Eigenmächtigkeit entbehrt und Angst hat“, so Fischer. Beziehungen, die mit Angst verbunden sind, seien in unserer Gesellschaft alltäglich, also die Regel und nicht die Ausnahme. Wir haben Angst, den anderen zu verlieren, wenn wir etwas tun oder sagen, was wir als beziehungsgefährdend erachten. Wir haben Angst, die Stelle zu verlieren, wir haben Angst, Zugehörigkeit zu verlieren, ausgeschlossen zu werden und vieles mehr. „Den Hass können wir nicht beseitigen, indem wir ihn bekämpfen, ja ihn gar hassen. Damit befeuern wir ihn nur. Vielmehr kommen wir nicht darum herum, ihn zu erkennen, zu verstehen und einzuordnen, auch unseren eigenen Hass, auch den gegen uns selber.“ Die Vernichtungswucht des Hasses drohe dort auszubrechen, wo wir dem anderen seine Differenz aberkennen, was wir ständig tun und uns angetan werde. Denn unser Verständnis von Beziehung beruhe traditionell nicht auf der Differenz, sondern auf der Homogenität. Die fatalen Konsequenzen dieser Dynamik veranschaulichte die Psychoanalytikerin schließlich anhand des Massenmörders Anders Breivik und dessen Kindheit.</p>
<p>Es folgte das Referat von <b>Barbara Zehnpfennig</b>, Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, zum Thema „<em><b>Der Hass auf die Welt, der Hass auf den Menschen –</b></em><b> w<em>ie ideologisches Denken den Blick verzerrt</em></b><em>“</em><em>.</em><em> </em><em>An den Anfang stellte sie die Frage, ob</em> man hassen darf, wenn es um eine gerechte Sache geht. „Menschen, die die Welt radikal verändern wollen, werden dies wahrscheinlich bejahen“, sprach sie eine Haltung an, der sie im Weiteren nachforschte. Mit dem Hinweis, dass Hass immer ein perfekter Motor ist, um sich politisch durchzusetzen, ergründete Zehnpfennig in einem zweiten Schritt das ideologische Denken im Sinne von geschlossenen Weltanschauungen. Ideologien glauben tatsächlich, erkannt zu haben, was die Welt zusammenhält. Die Komplexität der Welt wird radikal reduziert, was die Nähe zu Verschwörungstheorien deutlich macht. Anhand der drei Ideologien Nationalsozialismus, Marxismus und Islam, dekuvrierte sie deren Gemeinsamkeiten: Die Welterklärung wird in die Vergangenheit und Zukunft verlängert, mit Idealisierung der Vergangenheit. Die Gegenwart wird als Zeit einer umfassenden Krise gesehen, in der die Verhältnisse so verkehrt sind, dass die vorgefundene Wirklichkeit in Gänze und total abgelehnt wird. Da das Übel erkannt wurde, soll die gesamte Menschheit befreit werden. Zehnpfennigs Fazit: Urteilt man absolut, wird man dem Gegenstand seines Urteils nicht gerecht. Man hat sich selbst und seine Voreingenommenheit zum Maßstab gemacht und versucht diesem, Mensch und Welt zu unterwerfen. Dass dieses Vorgehen dem Gegenstand Gewalt antut, zeige sich an den dargestellten Theorien sehr deutlich. „Gut kann Hass also wohl in keinem Fall sein – auch dann nicht, wenn er sich in das Gewand des Gerechten kleidet, der von den schlechten Verhältnissen genötigt wird, so lange zu hassen, bis er das Gute herbeigemordet hat.“</p>
<p><b>Angst, Ressentiment und Hass in Jugendkulturen und vom Umgang mit Hass </b></p>
<p>Den ersten Vortrag am Samstagnachmittag unter dem Titel „<em><b>Angst, Ressentiment und Hass in den Jugendkulturen</b></em>“ hielt <b>Bernhard Heinzlmaier</b>, der seit über drei Jahrzehnten in der Jugendforschung tätig ist. Er ist Mitbegründer und seit 2003 Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien und leitet hauptberuflich das Marktforschungsunternehmen tfactory Trendagentur in Hamburg. Vorab meinte Heinzlmaier, er sei noch nie einem Thema begegnet, das ihn so gefordert und im Unklaren gelassen habe wie der Hass in Jugendkulturen. Er konstatierte auch bei der Jugend eine ohnmächtige Wut, die sich nach innen kehrt und zur „seelischen Selbstvergiftung“ führt, worunter er Hass und Ressentiments versteht. Anhand etlicher Statistiken zeichnete er nach, wie das Vertrauen zunehmend erodiert, insbesondere jenes zum Staat in den Mittel- und Unterschichten. Zudem konstatierte Heinzlmaier „so etwas wie ein postmodernes Duckmäusertum“, was u. a. auf angstbesetzte Themen zurückzuführen sei und zu einer Schweigespirale führe. Wo jedoch Diskussionen geführt werden, seien diese hochgradig emotional. Eine Ursache dafür ortete der Jugendforscher in der Medienlandschaft, die immer mehr vom Bild dominiert sei und wo Argumente immer weniger eine Rolle spielten. Das wichtigste Bildungsmittel für Jugendliche sind YouTube und Instagram. Am anfälligsten für Hass seien die Fußball- und die Hip-Hop-Szene, wo der männliche Anteil besonders groß ist und der Wettbewerbsgedanke besonders stark. Das Ressentiment habe seine Wurzel in der Konkurrenz- und Wettbewerbsgesellschaft, weshalb er sich dafür aussprach, die gesellschaftlichen und insbesondere die ökonomischen Verhältnisse stärker zu reflektierten.</p>
<p>„<b>Vom Umgang mit Hass</b>“ lauteten im Anschluss die Ausführungen der deutschen Philosophin, Journalistin und Autorin <b>Svenja Flaßpöhler</b>, seit 2018 Chefredakteurin des Philosophie Magazins. Hass sei etwas, was aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken ist, wie sie zunächst betonte. „In Zeiten von Social Media können Sie von Leuten gehasst werden, die Sie gar nicht kennen“, berichtete sie aus eigener Erfahrung mit Shitstorms. Ihre zentrale Botschaft lautete, dass wir mit Hass umzugehen lernen müssen. Heutzutage herrschten zwei Verhaltensweisen vor: die sensible, bei der Hass unmittelbar in das Innerste vordringt, und die toxische Männlichkeit, an der dieser abprallt. Die wahre Resilienz sei vielleicht eine Verbindung von beiden, wie Flaßpöhler an diversen Beispielen illustrierte. Um in dieser Tiefe denken zu können, müsse man intensiv mit der Welt in Verbindung stehen, verwies sie auf „den hochsensiblen Friedrich Nietzsche“. Ambivalent sieht sie die Ausdehnung des Gewaltbegriffs: Einerseits sei diese in vielerlei Hinsicht positiv und ein Fortschritt, sodass auch verbale Gewalt anerkannt wird. Sprache könne verletzen, zerstören. Doch das Problem sei, dass unklar wird, wo die Grenze des Zumutbaren verläuft. Gut sehen könne man dies an der Subjektivierung des Traumabegriffs. Die beste Widerstandskraft gegen den Hass und auch gegen die Versteinerung sei, sich die Lebendigkeit zu bewahren. „Wir müssen offen bleiben, auch und gerade denen gegenüber, die uns hassen. Wenn wir es schaffen, die Sensibilität in uns zu erhalten, dann sind wir von innen geschützt.“</p>
<p><b>Vom Hass auf die Moral und das Miteinander-Reden in Zeiten des Hasses  </b></p>
<p>Am Sonntagvormittag referierte <b>Alexander Somek</b>, Professor für Rechtsphilosophie und juristische Methodenlehre an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, über „<b>Hassrede: Der Hass auf die Moral</b>“. Dabei konzentrierte er sich auf „die harmloseste Art von Hassrede“, die keine gefährliche Drohung, Verleumdung und auch keinen Aufruf zur Gewalt gegen bestimmte Personen oder Angehörigen von Gruppen einschließt. Zunächst ergründete er, warum die Hassrede in ihrem gruppenbezogenen Kern doppeltes Unbehagen hervorruft. Einerseits bei jenen, über die herabwürdigend gesprochen wird. „Unbehagen rufen aber ebenso die kraft Indignation reflexartig verlangten oder verhängten Redeverbote hervor.“ Daraus leitete er ab, dass in der Hassrede auch so etwas wie der Hass auf die „gute Moral“ zum Ausdruck kommen könnte. An sich ermögliche das Recht den Ausstieg aus der Moral, doch weil die Moral das Recht nicht aus ihren Fängen entlässt, bleibe nur der Ausstieg aus dem Recht – hin zum Theatralischen und damit in die Kunst. Beim Sprechen sei das Theater bzw. das Spiel die Ironie. „Wir urteilen, wenn wir uns im Medium von Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit bewegen, ästhetisch“, so Somek.</p>
<p>Das Finale bestritt <b>Bernhard Pörksen</b>, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung sowie seine Bücher mit dem Kybernetiker Heinz von Foerster und dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun. Sein Beitrag stand unter dem Titel „<b>Miteinander-Reden in Zeiten des Hasses</b>“. „Kommunikation ist nicht alles – aber alles ist nichts ohne Kommunikation. Wir werden keine einzige Gegenwartskries lösen können, ohne einen gemeinsamen Fokus zu erzeugen durch Kommunikation“, proklamierte Pörksen zu Beginn. Außerdem gehe man nicht fehl darin, dass das Reden erstens schwieriger wird, zweitens wichtiger wird und drittens effektiver werden müsse. Den ersten Teil seiner engagierten, frei gehaltenen Rede nannte er einen „Versuch der konzeptionellen Diskursentgiftung, indem drei Diskursmythen beiseite geräumt werden“. Der erste ist der Untergangsmythos, die Rede vom postfaktischen Zeitalter, das Pörksen vielmehr als Zeitalter der Gleichzeitigkeit bezeichnen würde. Es gelte, sich die Welt der Hater als das vorzustellen, was sie ist – eine kleine Minderheit! Das Zweite ist der Filterblasenmythos, der nahelegt, dass die Schwierigkeiten des Miteinander-Redens durch Algorithmen bedingt, somit durch dieselben auch zu lösen seien. Zwar gebe es Filterblasen in dem Sinn, dass man sich in seine Echokammer zurückziehen könne, andererseits könnten wir unter den vernetzten Bedingungen dem Denken, der Perspektiven anderer nicht ausweichen, so Pörksen. Daher spricht er vom Filter-Clash und betont: „Für das gelingende Miteiander-Leben braucht es nicht bessere Algorithmen, sondern geklärte Kontexte, Behutsamkeit, Möglichkeiten der gelingenden Kooperation.“ Als Drittes entlarvte er den Polarisierungsmythos als eine Überinszenierung von Polarisierung zum einen und zu wenig ernsthafte Polarisierung zum anderen. Statt Spektakel-Polarisierung bedürfte es pragmatischer Polarisierung. Im zweiten Teil verwies der Medienwissenschaftler auf vier Prinzipien, die idealerweise einen Fingerzeig liefern, was man tun könnte. Erstens das Prinzip der öffnenden Wertschätzung, soll heißen ein Respekt vermittelndes Zugehen auf das Gegenüber. Zweitens das Prinzip der Perspektivenverschränkung, heißt erst einmal das Universum des anderen studieren und dann eine Art von Brückennarrativ schaffen, das auch in dessen Welt plausibel ist. Drittens das Prinzip der nichtkonzentrischen Aufmerksamkeit, weg von der egozentrischen, um sich einzulassen auf die Weltsicht des anderen. Viertens das Prinzip der respektvollen Konfrontation, heißt einen Dialog zu führen, der diesen Namen verdient – oder wie Pörksen es nannte: „einen gemeinsamen Tanz des Denkens“. Dabei sei durchaus das Umschalten von der Empathie auf Konfrontation möglich, wenn nicht angebracht, doch ohne die Person des anderen als Ganzes zu kritisieren. „Nicht gleichgültig zu sein, das ist das Wichtigste.“ Der mit großem Applaus bedachte Vortrag eines der bedeutendsten Medienwissenschaftler unserer Zeit war ein würdiger Schlusspunkt des Jubiläums – ein Vierteljahrhundert bereichernder Gedankenaustausch im Gebirge.</p>
<p>Das <b>26. Philosophicum Lech</b> findet <b>vom 19. bis 24 September 2023</b> statt und lädt unter dem vielversprechenden Titel „<b>Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung</b>“ zum anregenden Austausch nach Lech am Arlberg. Aufgrund des zu erwartenden Publikumsandrangs empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung online ab 03.04.2023!</p>
<p>Weitere Informationen auf <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<h2><span style="color: #f30bc9;"><strong>Presseaussendung als PDF:</strong></span>  <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2022_Nachschau-26.09.22.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2022_Nachschau-26.09.22</a></h2>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tractatus-Preisträgerin Marie Luise Knott mit grandiosem Essay als Dankesrede</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2022 08:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[25. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2022-09-23 Feierliche Verleihung des Essaypreises des Philosophicum Lech – Tractatus 2022 an die Autorin und Übersetzerin Maria Luise Knott  Gestern Abend erfolgte im Rahmen des 25. Philosophicum Lech die feierliche Verleihung des Tractatus 2022. Exemplarisch prämiert mit dem renommierten Essaypreis wird das Buch „370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison“ [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lech, 2022-09-23</p>
<p><b>Feierliche Verleihung des Essaypreises des Philosophicum Lech – Tractatus 2022 an die Autorin und Übersetzerin Maria Luise Knott </b></p>
<p><b>Gestern Abend erfolgte im Rahmen des 25. Philosophicum Lech die feierliche Verleihung des Tractatus 2022. Exemplarisch prämiert mit dem renommierten Essaypreis wird das Buch „370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison“ der freien Autorin, Kritikerin und Übersetzerin Marie Luise Knott. In ihrem Essay setzt die Tractatus-Preisträgerin die Gedankenwelt der deutsch-jüdisch-amerikanischen Philosophin jener des afroamerikanischen Schriftstellers wechselseitig in Beziehung, wodurch sich vor historischer Folie neue Perspektiven auf derzeit hochbrisante Debatten wie zu Identitätspolitik und Rassismus eröffnen. „Was vermag Philosophie Schöneres, als im Für und Wider, im Hin und Her das Denken voranzubringen?“, lobte Laudatorin Barbara Bleisch den Mut, Widersprüchliches stehen zu lassen, statt es zu glätten. Knott bewies auch in ihrer Dankesrede – als Essay – ihre literarische Kunstfertigkeit.  <img title="Weiterlesen …" alt="" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></b></p>
<p>Am <b>Freitag, den 23. September, um 21 Uhr</b> wurde zur feierlichen <b>Verleihung des Tractatus 2022</b> in den sport.park.lech geladen. Im Rahmen des <b>25. Philosophicum Lech</b>, das vom <b>20. bis 25. September</b> unter dem Titel „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“ wieder Vortragende und Teilnehmende aus dem gesamten deutschen Sprachraum über brennende Fragen der Gegenwart diskutieren lässt, wurde der Ehrung der Preisträgerin wieder besondere Aufmerksamkeit zuteil. Zählt doch der traditionell am Freitagabend stattfindende Festakt seit vielen Jahren zu den alljährlichen Glanzlichtern des Symposiums. Begründen lässt sich dies insbesondere durch die geistige wie auch stilistische Brillanz der mit dem Tractatus bedachten Autorinnen und Autoren, die meist auch in den Dankesreden zur Geltung kommt. Dasselbe kann von den vorausgehenden Laudationen eines der Jury-Mitglieder behauptet werden. So ist die Tractatus-Verleihung stets ein intellektueller Genuss.</p>
<p>Angeregt von <b>Michael Köhlmeier</b> wird der Essaypreis des Philosophicum Lech seit 2009 vergeben und gehört mit 25.000 Euro zu den höchstdotierten auf diesem Felde im deutschsprachigen Raum. So galt auch heuer wieder ein besonderer Dank von <b>Ludwig Muxel</b>, Obmann des Vereins Philosophicum Lech, den privaten Sponsoren, die anonym bleiben möchten. Hoch ist auch das Renommee des Tractatus, mit dem die Absicht verfolgt wird, herausragenden Leistungen im Bereich der philosophischen Essayistik und Wissenschaftsprosa die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen und damit den prämierten Publikationen verstärkt Wertschätzung und Geltung zu verschaffen. Ebenfalls hoch sind die Anforderungen, um in die engere Auswahl für den Tractatus zu kommen. Zentrale Kriterien sind die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung sowie die Relevanz des Themas. Der Vorauswahl im Frühjahr, die in eine jeweils Anfang Juli veröffentlichte Tractatus-Shortlist von preisverdächtigen und somit empfehlenswerten Neuerscheinungen der letzten 12 Monate mündet, folgt eine weitere intensive Jurydiskussion im Sommer. Die Jury setzt sich zusammen aus der Schweizer Philosophin <b>Barbara Bleisch</b>, u. a. Moderatorin der Sendung „Sternstunde Philosophie“ im Radio und Fernsehen SRF, dem aus Österreich stammenden Autor und Journalisten <b>Thomas Vašek</b>, Gründungschefredakteur der Philosophiezeitschrift „Hohe Luft“, und dem deutschen Schriftsteller und Essayisten <b>Michael Krüger</b>, ehemaliger Verlagsleiter der Carl Hanser Literaturverlage, unter Vorsitz (nicht stimmberechtigt) von <b>Konrad Paul Liessmann</b>, dem wissenschaftlichen Leiter des Philosophicum Lech.</p>
<p><b>Preisträgerin des Tractatus 2022 ist die deutsche Autorin Marie Luise Knott </b></p>
<p>Exemplarisch prämiert mit dem Tractatus 2022 wird das Buch „<b>370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison</b>“ der in Berlin lebenden freien Autorin, Kritikerin und Übersetzerin <b>Marie Luise Knott</b>. Titelgebend für das im März 2022 im Verlag <b>Matthes &amp; Seitz Berlin</b> erschienene Buch ist der Zufall, dass die berühmte jüdische Philosophin, die 1941 in die USA emigrierte, und einer der wichtigsten afroamerikanischen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts hinsichtlich ihrer Hausnummern nur einen Zahlendreher entfernt in derselben Straße wohnten: Hannah Arendt in der Nähe der Columbia University und Ralph Waldo Ellison weiter nördlich in Harlem. Das die beiden tatsächlich Verbindende als Ausgangspunkt für Knotts ideengeschichtlichen Essay ist eine damalige Debatte, zu der erst vor Kurzem ein Brief Arendts an Ellison als Durchschlag in ihrem Nachlass aufgefunden wurde. In diesem leistet sie Abbitte für ihre Unbedachtheit in einem 1959 veröffentlichten Aufsatz, in dem sie zu den Ereignissen in Little Rock im Jahre 1957 Stellung nahm. Damals musste die Nationalgarde einschreiten, als Protestierende höchst aggressiv schwarze Jugendliche am Schulbesuch hindern wollten. Ellisons scharfe Replik auf die Ausführungen Arendts im Jahre 1965 quittierte sie im Brief mit „<i>Sie haben völlig Recht</i>“ und dem Eingeständnis, dass sie „<i>die Komplexität der Lage nicht verstanden habe</i>“.</p>
<p><b>Feierliche Verleihung des Tractatus 2022 mit Laudatio von Barbara Bleisch </b></p>
<p>Moderiert von der Philosophin <b>Katharina Lacina</b>, stand die feierliche Verleihung des Tractatus 2022 am gestrigen Abend ganz im Zeichen gelungener Essayistik. Festliche Atmosphäre für die Ehrung der Tractatus-Preisträgerin Marie Luise Knott schuf insbesondere der musikalische Rahmen: drei eigens für diesen Anlass verfasste Streich-Trio-Stücke des Vorarlberger Komponisten <b>Marcus Nigsch</b>, darunter zwei Uraufführungen, dargeboten vom <b>Ensemble Trio Tractatus</b>. Dem klangvollen Auftakt folgte zunächst die Laudatio von Barbara Bleisch. „Mit der Last, die damit verbunden ist, schwarz zu sein, beginnt das Buch, das wir heute auszeichnen“, bot sie zunächst ein Panorama der historischen Hintergründe und aktuellen Bezüge. Dadurch die Irritation und Ablehnung, die der Essay „Reflections on Little Rock“ von Hannah Arendt aus dem Jahre 1959 damals wie heute auslöst(e), verständlich machend, hob Bleisch die im Brief an Ellison erkennbare geistige Haltung von Arendt hervor. So war es nicht öffentlicher Druck, sondern „vielmehr <i>das bessere Argument</i>, das der Philosophin das Geständnis abringt, sich rundweg geirrt zu haben. Zumindest für diese Geradlinigkeit gebührt Hannah Arendt Achtung – und Marie Luise Knott, die das herausstreicht, ebenso.“ In Bezugnahme auf aktuelle Tendenzen betonte die Laudatorin des Weiteren: „Marie Luise Knott ruft uns damit etwas in Erinnerung, was in einer Zeit, in der die firme Meinung, die klare Haltung Trumpf sind und der Zweifel, das stete Hinterfragen unter Druck geraten, nicht hoch genug gehalten werden kann: Dass die aufrichtige Liebe zur Wahrheit stets mit dem Irrtum rechnen muss.“ Auch dass Gedanken in ihrer Widersprüchlichkeit mutig stehen gelassen werden, lobte sie am Essay von Knott, könnte man dadurch doch die Friktionen zweier Menschen aus solch unterschiedlichen Welten verstehen lernen. Abwechselnd dem Denkschema von Arendt zu folgen und dann wieder in die Perspektive von Ellison zu kippen, lässt tief in die Vorläuferdebatten von „critical whiteness“ eintauchen. „Was vermag Philosophie Schöneres als im Für und Wider, im Hin und Her das Denken voranzubringen?“, so Barbara Bleisch abschließend. <b></b></p>
<p><b>Dankesrede als grandioser Essay der Tractatus-Preisträgerin Marie Luise Knott </b></p>
<p>Bei den ersten Worten von Marie Luise Knotts Dankesrede begann womöglich so manche und mancher der andächtig Versammelten im Gedächtnis zu kramen. Was für ein Romananfang war das noch mal? „Am Morgen nach dem Aufwachen im Hotel war sie ins Bad gegangen, hatte sich vor dem Spiegel durchs Haar gestrichen und sich dabei prüfend angeschaut.“ Wenngleich sich das Rätsel der sich prüfenden Frau im Bad bald löste – „Sie würde am Abend einen Preis bekommen, und man hatte sie den Gepflogenheiten entsprechend gebeten, eine Dankesrede zu halten.“ – behielt das Erzählen in der dritten Person seinen Reiz. Obendrein gemahnte der Erzählfluss an den berühmten stream of consciousness und mäanderte zwischen mysteriösen Zeilen aus Gertrude Steins langem Erzählgedicht „Winning His Way“, Wittgensteins Traktaten und Aphorismen – „Schau einen Stein an und denk dir, er hat Empfindungen!&#8221; – und selbstredend auch, ja vor allem originären, ganz eigenen Gedankensprüngen und -folgen dieser Frau: „Vielleicht wurde etwas vom Schmerz der Anderen vorstellbar, wenn man selbst durchlässig wurde, sich aufraute.“ Während sich die Essayistin Knott beim Verfassen ihrer Dankesrede selbst über die Schulter schaute, ließ sie die Hörerinnen und Zuhörer einen Blick in ihre Notizen und ihre Wortwerkstätte werfen. Außerdem ließ sie diese selbst nach Antworten suchen, auf so manche offengebliebene Frage. „Stattdessen würde sie erwähnen, dass sie das Buch vor allem geschrieben hatte in der Hoffnung auf einen Kollateral-Gewinn: Sie hoffte, indem sie die Zeit und den Denkraum von damals neu untersuchte, ein Instrumentarium für heutige identitäre Debatten zu gewinnen.“ Und ja, „sie würde der Jury am Abend sagen müssen, wie dankbar sie war, dass sie dies gesehen hatte.“ Schließlich habe sie die ganze Zeit während der Arbeit am Buch gewusst, auf welch dünnem Eis sie sich bewegte. Und dass die eigene Sichtweise immer beschränkt ist. Kurz vorm Aufgeben hatten rettende Gespräche neue Impulse geliefert und sie zum Weitermachen bewegt, weswegen sie besonders all jenen danken würde, die ihr so hartnäckig wie freundschaftlich Paroli geboten hatten. „Essays sind ein Wagnis, denn sie suchen nicht nach Aussagen, welche die Leserinnen und Leser getrost nach Hause tragen können. Essays gleichen vielmehr Erkundungsgängen – sprich, sie geben unserem ganzen nicht getrosten Dasein und dem nicht ganz bei Trost sein darin Raum. Und dass jemand solches Schreiben auszeichnete &#8212; dafür konnte man nicht laut genug danken.“ So dankte sie, dass es diesen Preis gab, dafür, dass jemand ihn erfunden hatte, und dafür, dass jemand ihn Jahr für Jahr finanzierte. Sie dankte der Jury, ihrem Verleger und dem Verlag sowie nicht zuletzt „allen Lecherinnen und Lechern sowie dem Philosophicum“. Es war spürbar. Wohl die gesamte Zuhörerschaft war ebenfalls von Dank erfüllt. Dankbar dafür, dass die Frau im Bad nach ihrem prüfenden Blick in den Spiegel sich die Bergstiefel angezogen und auf den Weg zur Preisverleihung gemacht hatte. Sie hat die Prüfung bestanden. Stellvertretend für so viele meinte Ludwig Muxel zum Abschluss: „Liebe Frau Knott, Sie sind wahrlich eine würdige Tractatus-Preisträgerin. Herzlichen Glückwunsch!“</p>
<p>Weitere Informationen auf <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p>Pressemeldung als PDF: <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2022_PM-4_23.09.22.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2022_PM 4_23.09.22</a></p>
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		<title>Feierliche Eröffnung des 25. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2022 21:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[25. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2022-09-23 Erhellende Vorausschau und würdigender Rückblick anlässlich des Jubiläums bei der festlichen Eröffnung des 25. Philosophicum Lech  Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert lädt das Philosophicum Lech alljährlich zur kritischen Auseinandersetzung mit brennenden Fragen der Gegenwart. „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ lautet dieses Mal das Thema, zu dem vom 20. bis 25. September namhafte Vortragende aus [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div title="Page 1">
<p style="text-align: justify;">Lech, 2022-09-23 <b>Erhellende Vorausschau und würdigender Rückblick anlässlich des Jubiläums bei der festlichen Eröffnung des 25. Philosophicum Lech </b></p>
<p style="text-align: justify;"><b>Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert lädt das Philosophicum Lech alljährlich zur kritischen Auseinandersetzung mit brennenden Fragen der Gegenwart. „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ lautet dieses Mal das Thema, zu dem vom 20. bis 25. September namhafte Vortragende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum referieren und mit dem Publikum diskutieren. Nach den hochaktuellen Philosophicum Dialogen am Dienstag und dem kurzweiligen philosophisch-literarischen Vorabend stand die heutige, feierliche Eröffnung des 25. Philosophicum Lech im Zeichen des Jubiläums. Die Festreden gaben Gelegenheit zur Rückschau auf die Erfolgsgeschichte des Symposiums. Dessen wissenschaftlicher Leiter Konrad Paul Liessmann erhielt eine Ehrung des Landes Vorarlberg. Sein Impulsreferat gab einen Überblick zum Phänomen des Hasses, das in den kommenden Tagen multiperspektivisch analysiert wird.<span id="more-6726"></span></b>Mit der feierlichen Eröffnung des 25. Philosophicum Lech wurde ein Jubiläum begangen, das Anlass zur Würdigung des erfolgreichen Werdegangs gab. Dieser spiegelt sich u. a. in der steigenden Anzahl an Teilnehmenden wider: von 100 bei der Premiere wuchs diese bis 2005 bereits auf über 600, die Kapazitätsgrenze. „Kultur ist der Schlüssel zu dem, was einen Ort wie Lech attraktiv, kreativ und nachhaltig macht“, hob der Bürgermeister der renommierten Tourismusgemeinde am Arlberg <b>Gerhard Lucian</b> bei seiner Begrüßungsrede in Bezug auf das Philosophicum Lech hervor. Dieses sei die Initialzündung und Vorbild für die weitere Entfaltung des kulturellen Angebots gewesen, das unter dem Titel „Kultur am Berg“ mittlerweile nahezu alle Kunstsparten und auch weitere Symposien wie das <b>Literaricum Lech</b> sowie <b>Impact Lech</b>umfasst. „Wurde die Veranstaltung von uns Einheimischen zu Beginn noch als etwas Kurioses wahrgenommen“, gestand Lucian, so erfülle es längst mit Stolz, Austragungsort einer solch hochkarätigen Tagung zu sein. Sein besonderer Dank galt seinem Vorgänger <b>Ludwig Muxel</b>, der sich unermüdlich für diese eingesetzt habe. Dieser kam in seiner Eröffnungsrede als Obmann des Vereins Philosophicum Lech auf die Anfänge zu sprechen: „Wir merkten schnell, dass wir einen Nerv getroffen hatten. Diese einzigartige Mischung aus Konzentration und Zerstreuung in alpiner Hochlage hatte es in sich.“ Er bedankte sich bei allen, die zur Entwicklung des transdisziplinären internationalen Symposiums beigetragen haben. Begonnen bei Ideengeber <b>Michael Köhlmeier</b> und dem ehemaligen Landesrat und langjährigen Obmann des Vereins Philosophicum Lech <b>Guntram Lins</b> als weiterem Initiator über die zahlreichen Sponsoren und Unterstützer, darunter das Land Vorarlberg, bis hin zum Organisationsteam, den Medienvertretern und nicht zuletzt den Teilnehmenden. Dass für viele Interessierte aus dem ganzen deutschsprachigen Raum das Philosophicum Lech zum jährlichen Fixpunkt wurde, freue ihn besonders.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf die internationale Strahlkraft der Veranstaltung verwies anschließend auch der Landeshauptmann von Vorarlberg <b>Markus Wallner</b> in seiner Festrede. Zudem hob er deren ganz besondere Bedeutung für das Land hervor, werde die Gemeinde Lech doch Jahr für Jahr zu einem Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, für Diskussion und Begegnung. „Wann hätten wir je ein solches notwendiger gehabt als in diesen Tagen“, wie er unterstrich und damit auf das heurige Thema überleitete. Unter dem Titel „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“ greift das <b>25. Philosophicum Lech</b> vom <b>20. bis 25. September</b> brandheiße Fragen unserer Gegenwart auf, um ein weitreichendes Phänomen unter unterschiedlichsten Gesichtspunkten zu erörtern und diskutieren. „Im politischen Diskurs hat Hass meines Erachtens gar nichts verloren“, betonte Wallner, doch begegne er uns nichtsdestoweniger täglich. „Es wird in den nächsten Tagen spannend werden, wenn das schwer Fassbare von vielen Seiten beleuchtet wird“, lobte er das Konzept des Symposiums, „bei dem Fragen diskutiert werden, die das Leben und Zusammenleben maßgeblich beeinflussen“. Schließlich richtete er einen besonderen Dank, wie schon die beiden Vorredner, an den wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech <b>Konrad Paul Liessmann</b>. Dessen Gabe, komplexe Themen und Zusammenhänge interessant und verständlich aufzubereiten, führte er ebenso ins Treffen wie die stets fabelhafte Auswahl der Vortragenden und auch der Themen, hinsichtlich der man ihm eine gewisse Hellsichtigkeit unterstellen könnte. Für seine vielfältigen und langjährigen Verdienste um das Philosophicum Lech sowie die freundschaftliche Verbundenheit mit dem Land Vorarlberg wurde Konrad Paul Liessmann von Markus Wallner der „Montfortrorden in Gold“ des Landes Vorarlberg verliehen. Eine echte Überraschung für den Philosophen, der seine besondere Freude damit erklärte, dass das Philosophicum Lech die erste wissenschaftliche Tagung war, die er veranstaltete, und dies der erste Orden für ihn ist. Gratuliert wurde ihm dazu auch von Kunst- und Kulturstaatssekretärin <b>Andrea Mayer</b> in deren Festrede. In dieser strich sie die den besonderen Charakter des Philosophicum Lech als eine Metaebene zum üblichen gesellschaftlichen und politischen Alltag sowie die bei diesem gepflegte Gesprächskultur hervor. „Hier treffen sich die interessiertesten und klügsten Köpfe des deutschen Sprachraums. Wo, wenn nicht hier, sollen Ideen und Konzepte für die Zukunft entstehen“, zollte sie der Tagung große Anerkennung.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Magna-Impulsforum als prominenter Auftakt zum Philosophicum Lech</b></p>
<p style="text-align: justify;">Wie seit vielen Jahren bewährt, ging dem Festakt das <b>Magna-Impulsforum</b> voraus. Unter Schirmherrschaft des Hauptsponsors drehte sich die Podiumsdiskussion heuer um die Frage „<b>Hass im Leben – Hass im Netzt. Werden die sozialen Medien überschätzt?</b>“. Geleitet wurde die Gesprächsrunde wie gewohnt vom profilierten österreichischen Journalisten und Fernsehmoderator <b>Michael Fleischhacker</b>, dem auch die Aufzeichnung der Veranstaltung durch den Fernsehsender ServusTV und Ausstrahlung der Sendung in dessen Hauptabendprogramm zu verdanken war. Zur Debatte geladen waren die ehemalige Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat für die Grünen und Beraterin für Nachhaltigkeit <b>Eva Glawischnig</b>, Professor i. R. für Philosophie an der Universität Wien und u. a. österreichischer „Wissenschaftler des Jahres“ 2006 <b>Konrad Paul Liessmann</b>, die österreichische Journalistin, Chefreporterin von „Die Welt“ <b>Anna Schneider</b> sowie der deutsche Journalist, Autor und Filmemacher <b>Patrick Stegemann</b>. Erörtert wurde u. a., wo die Grenze zwischen Kritik, Streit und Hass verläuft und ob es tatsächlich nur ein schmaler Grat zwischen virtueller und realer Gewalt ist. Zudem wurde kontrovers diskutiert, ob es staatlicher Eingriffe bedarf oder diese abzulehnen seien, weil durch diese die Meinungsfreiheit bedroht würde. Eva Glawischnig, die sich gegen Hass im Netz erfolgreich zur Wehr setzte und über 40 Verfahren führte, berichtete von einer merklichen Radikalisierung im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise 2015. Die Schwelle zum Hass sah sie bei der Drohung überschritten, jemandem oder auch dessen Familie etwas anzutun. Mittlerweile sei sie komplett aus den Social Media ausgestiegen, habe eine argumentative Auseinandersetzung dort doch keinen Platz. Diesen Befund bestätigte Patrick Stegemann, der dabei auf wissenschaftliche Studien verwies, laut denen „die Algorithmen auf Krawall gebürstet sind“, wie es Fleischhacker ausdrückte. Die Öffentlichkeit, auch andere Medien, ja insgesamt die Gesellschaft habe sich durch die sozialen Medien massiv verändert, wie Stegemann betonte. „Wollen wir selbst bestimmten, wie Öffentlichkeit funktioniert, oder wollen wir das ein paar wenigen privaten Firmen überlassen?“, insistierte er auf staatliche Eingriffe und meinte abschließend: Facebook gehöre zerschlagen. Anna Schneider hielt u. a. entgegen, dass einschränkende Gesetze auf Zensur hinauslaufen, wodurch Probleme in der Gesellschaft nur verlagert würden. Konrad Paul Liessmann meinte, dass in der digitalen Welt dasselbe gelten sollte wie in der realen, ob rechtlich gesehen oder auch bezüglich Gesprächskultur. Zudem kreierte er den Begriff „asoziale Medien“.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Vortrag von Dieter Althaus sowie Impulsreferat von Konrad Paul Liessmann</b></p>
<p style="text-align: justify;">Der feierlichen Eröffnung folgte ein Vortrag von <b>Dieter Althaus</b>, Vice President Governmental Affairs| Magna Europe, unter dem Titel „<b>Hassen Sie auch SUVs? – Zur Sehnsucht nach Einfachheit in einer komplexen Welt</b>“. Das Thema führe in einen sehr konkreten Hass, wie er einleitend anmerkte und an dessen Beispiel die Wirkmächtigkeit einfacher Muster wie von Vorurteilen illustrierte. Der Marktanteil der SUVs bei Neuzulassungen betrug im vorigen Jahr 46 %, wobei sich mehrheitlich Familien für diesen Fahrzeugtyp entschieden. Dieser sei im Grundsatz genauso groß wie eine große Limousine oder ein Kombi. Die Grundlage für Auseinandersetzungen, egal zu welchem Thema, müsse die Fähigkeit zu Differenzierung und Dialog sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Seinen Abschluss fand der Eröffnungstag mit dem gleichnamigen Impulsreferat von <b>Konrad Paul Liessmann</b>zum Jahresthema „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“, mit dem er eine tiefgreifende Einführung in das Phänomen des Hasses und dabei zahlreiche Gedankenanstöße für die Vorträge der kommenden Tage bot. Zu seinen Thesen gehört u. a., dass es immer nur der Hass der anderen ist, der uns irritiert, erschüttert, verzweifeln lässt; dass der Hassende sein Objekt stets im Visier behält und dass Hass weniger irrational als gedacht ist, vielmehr strategisch agiert. „Allzu oft wird auch die alte Einsicht vergessen, dass der Hass nicht der Gegenpol, sondern die Kehrseite der Liebe ist“, so der Philosoph. Ausgeblendet werde auch gern der Aspekt, dass es eine Lust, ein Vergnügen am Hassen gibt, das auch die Moral befällt. Jede Weltanschauung kann in Hass umschlagen, wie Liessmann am aktuellen Beispiel der Exzesse der Cancel Culture zu bedenken gibt. Nur wer seine moralischen Überzeugungen immer wieder in Frage stellt, könne dem Hass entgehen. Hass zu neutralisieren, wäre auch ihm ein großes Anliegen. „Dies wird nur gelingen, wenn uns klar wird, wie tief wir in dieses Gefühl gerade dann verstrickt sind, wenn wir uns frei davon wähnen“, so sein Schlusswort.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Philosophicum Dialoge – sachkundige Erörterung brandheißer Themen</b></p>
<p style="text-align: justify;">Nach der vielversprechenden Premiere im Vorjahr luden im Vorfeld des Symposiums die <b>Philosophicum Dialoge</b> erneut zur vertiefenden Erörterung von brennenden Fragen der Gegenwart. Die rund zweistündigen Podiumsdiskussionen am <b>Dienstag, den 20. September</b> <b>um 10.00 und 15.00 Uhr</b> standen unter dem Titel „<b>Zeitenwende – Wendezeit. Europa im Umbruch</b>“. Unter kundiger Moderation von <b>Judith Belfkih</b>, stellvertretende Chefredakteurin der „Wiener Zeitung“, debattierten am Vormittag die Diplomatin und ehemalige österreichische Außenministerin <b>Ursula Plassnik</b> und der deutsche Philosoph <b>Arnd Pollmann</b>, Professor für Ethik und Sozialphilosophie an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Plassnik meinte einleitend, dass sich unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit in sicherheitspolitischer Hinsicht ändern müsse. Sei doch der Gewaltverzicht, ein Kern des Gründungsauftrags der Europäischen Union, durch Putins Angriffskrieg massiv in Frage gestellt. Sie sprach von einem „Zeitalter des Endes der Selbstverständlichkeiten und der sich auflösenden Gewissheiten“. Pollmann verortete den Ukraine-Krieg als Teil einer Gesamtkrise seit rund 20 Jahren, die einen Epochenumbruch, ja das Ende der Moderne darstellen könnte. Er vertritt die Ansicht, dass die Ukraine in ihrem Recht auf Selbstverteidigung stärker von der deutschen Politik unterstützt werden müsse. Als Argument führte er die Verteidigung der Menschenrechte und deren universelle Geltung ins Feld. „Die Freiheit empfinden wir als Recht – und haben den Verpflichtungsteil verschlafen“, so Plassnik pointiert. Empfehlungen an die Ukraine, unter gewissen Umständen zu kapitulieren, wertete sie als „Imperialismus des Denkens (…) in Reinkultur“. Beide waren sich darin einig, dass in den kommenden Monaten in der Bevölkerung eine Welle der Angst, stärkerer Verunsicherung und vielfach auch der ökonomischen Not zu gewahren sei. Pollmann zeigte sich abschließend eher pessimistisch. Selbst wenn man Geschichte im Sinne von Hegel als Fortschritt verstehe, könne es beim Fortschreiten auch bergab gehen. „Was macht das mit der Gesellschaft, den Menschen, wenn uns die Perspektive, dass es langfristig bergauf geht, abhandenkommt?“, so seine Frage. Plassnik – aus der politischen Praxis kommend, wie sie betonte – plädierte hingegen für Ermutigung und Aufklärung seitens der Politik: Sagen, was ist, und ins Handeln kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Nachmittag trat dann <b>Rosemarie Schwaiger</b>, freie Journalistin und Kolumnistin, in Dialog mit <b>Ivo Mijnssen</b>, NZZ-Korrespondent in Wien, der erst vor Kurzem aus Kiew zurückkehrte. Die Ukrainer hätten ein großes Bedürfnis zu erzählen, wobei dies wie eine Traumatherapie und zugleich eine Re-Traumatisierung wirken dürfte, so der Journalist, der auch von Ermüdungserscheinungen in der Bevölkerung berichtete. Schwaiger zeigte sich bezüglich der Reaktionen hier und andernorts überrascht, „wie rasch der Pazifismus über Bord geworfen wurde“. Die wichtigste Frage für unsere Politiker sollte sein: Was ist für uns das Beste? Stattdessen stünde in deren Statements stets an erster Stelle, dass wir ein Opfer bringen müssen, so ihr Eindruck. Mijnssen dagegen betonte, dass dieser Angriffskrieg ein Tabubruch sondergleichen sei und es Putin nicht nur um die Ukraine ginge, sondern darum die NATO-Erweiterung seit 2004 rückgängig zu machen. Schwaiger meinte zu einem weiteren Aspekt: „Zu sagen, die Ukraine verteidigt europäische Werte, finde ich etwas inkonsequent. Dann müssen wir es selbst machen.“ Zur Sprache kam auch die Rolle der Medien, wobei Schwaiger einen Gap zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung konstatierte, dem Mijnssen mit Verweis auf rege Debatten wie zu den Sanktionen widersprach. Moderatorin Judith Belfkih fragte abschließend, was in der täglichen journalistischen Arbeit getan werden kann, um die Echokammer aufzubrechen. Die Ideen von Schwaiger und Mijnssen fasste sie folgendermaßen zusammen: Entschleunigung, Twitter meiden, raus aus der Empörung, raus aus der Bubble und neugierig bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;"><b>Philosophisch-literarischer Vorabend und Präsentation des Jubiläumsbandes </b></p>
<p style="text-align: justify;">Großen Anklang bei der Zuhörerschaft fand wie schon gewohnt der <b>philosophisch-literarische Vorabend</b>am <b>Mittwoch, den 21. September</b>. Diesmal stand das Wechselspiel von<b> Michael Köhlmeiers</b>unterhaltsamen Nacherzählungen und <b>Konrad Paul Liessmanns</b> philosophischen Reflexionen dazu unter dem Leitmotiv „<b>Zeit zu lieben. Zeit zu hassen</b>“. Den Anfang machte eine weitgehend unbekannte Geschichte im Umfeld der Bibel, die lange Zeit verboten, somit vergessen war und die erklärt, worauf der Hass von Kain auf Abel gründete, so Köhlmeier. Liessmann erkannte darin ein Beispiel für die Logik und Dynamik, die das Umschlagen der Liebe in Hass mit sich bringt. Es folgte die Argonautensage bis hin zu Medeas Ermorden ihrer Kinder, was der Philosoph im Sinne einer Konfliktsituation so deutete, dass unter gewissen Bedingungen der Hass immer stärker sein wird als die Liebe. Als Drittes zeichnete Köhlmeier die Nibelungensage nach, woraus Liessmann wiederum destillierte, dass die Kraft der großen Liebe die Quelle für den großen Hass ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Abgerundet wurde der Abend von der Präsentation des Jubiläumsbandes „<b>Der Geist im Gebirge</b>“, erschienen im Zsolnay Verlag, zu der Moderatorin <b>Katharina Lacina</b> die drei Gründungsväter des Philosophicum Lech – Michael Köhlmeier, Ludwig Muxel<b> </b>und Konrad Paul Liessmann – aufs Podium bat. Die Drei gaben Erinnerungen an die Anfänge des Symposiums oder auch an besonders eindrückliche Vorträge zum Besten – wie den fulminanten Auftakt von Rüdiger Safranski über das Böse oder jenen von Eugen Drewermann, der etliche im Publikum zu Tränen rührte. Liessmann berichtete von der schwierigen Auswahl von jeweils nur einem Vortrag aus jedem der 25 Jahre. In seinen Schlussworten zeigte er sich zuversichtlich, dass auch bei einem weiteren Vierteljahrhundert des Philosophicum Lech der reiche Wissensschatz der Philosophie noch längst nicht ausgeschöpft sein wird und dass es auch nicht an Problemen mangeln werde, welche die Menschheit sich selbst bereitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Rahmenprogramm wurde bereits am Morgen, um 8.30 Uhr zu „<b>HOHE LUFT – Philosophieren am Berg</b>“ ins Panoramarestaurant am Rüfikopf geladen, wo die Philosophin, Journalistin und Autorin <b>Svenja Flaßpöhler</b>mit dem Autor <b>Tomas Vašek</b>, Chefredakteur des Philosophiemagazins Hohe Luft, diskutierte. Des Weiteren bieten sich während des Philosophicum Lech die Ausstellung „<b>FESCH! Mode für den Schnee</b>“ des Lechmuseums im Huber-Hus sowie jene des Vorarlberger Bildhauers <b>Hermann Nachbaur</b> unter dem Titel „Rotkäppchen“. Zudem Führungen zum magischen Lichtraum „<b>Skyspace Lech</b>“. Highlights werden das Konzert mit dem <b>Alban Berg Ensemble Wien</b> am <b>Samstag, den 24. September um 21 Uhr</b> in der Neuen Kirche Lech und die <b>feierliche Verleihung des</b> <b>Tractatus</b> – Essaypreis des Philosophicum Lech am <b>Freitag, 23. September, 21 Uhr</b> im sport.park.lech sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen auf <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #fa048e;">Pressemitteilung als PDF: </span></strong><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2022_PM-3_23.09.2022.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2022_PM 3_23.09.2022</a></p>
</div>
<p style="text-align: justify;">Pressefotos zum Download. Credit: Philosophicum Lech©Florian Lechner</p>


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		<title>Montforter Zwischentöne 2022 – Sehnsucht und Verwandlung</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2022 07:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Montforter Zwischentöne 22]]></category>

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		<description><![CDATA[Montforter Zwischentöne 2022 – Sehnsucht und Verwandlung 1. bis 30. November 2022 im Dom St. Nikolaus, im umgestalteten Alten Hallenbad und in der Stella Vorarlberg in Feldkirch, im KUB sowie der Kulturbühne AMBACH  Einen Monat lang lädt das innovationsfreudige Festival erneut zu überaus vielfältigem Musikgenuss im Zusammen- sowie Wechselspiel mit anderen Künsten und gesellschaftspolitischer Reflexion. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Montforter Zwischentöne 2022 – Sehnsucht und Verwandlung</b><b></b></p>
<p><b>1. bis 30. November 2022 im Dom St. Nikolaus, im umgestalteten Alten Hallenbad und in der Stella Vorarlberg in Feldkirch, im KUB sowie der Kulturbühne AMBACH </b></p>
<p><b>Einen Monat lang lädt das innovationsfreudige Festival erneut zu überaus vielfältigem Musikgenuss im Zusammen- sowie Wechselspiel mit anderen Künsten und gesellschaftspolitischer Reflexion. Der weite Bogen einzigartiger Darbietungen reicht von Konzerten zu Sonnenaufgang und abendlichen Klangwelten über das Begräbnis der Fakten bis zu musikalischen Dialogen zu Mut, Risiko, Verbundenheit.  <span id="more-6651"></span></b></p>
<p><i>Seit ihren Anfängen 2015 eröffnen die Montforter Zwischentöne durch innovative Formate ein weites Feld zeit-, sparten- und kulturübergreifender Klanglandschaften, synästhetischer Erlebnisse und gesellschaftlich wie auch persönlich impulssetzender Reflexion. Der eigene Anspruch regionaler Verbundenheit bei zugleich grenzüberschreitender Anziehungskraft hat sich bewährt und das Festival ebenso stark in Vorarlberg verankert wie diesem international einen ausgezeichneten Ruf verschafft. Seit letztem Jahr zeitlich konzentriert bietet der bunte Veranstaltungsreigen im Spätherbst wieder vielfältigen Hörgenuss in Verbindung mit anderen Künsten und inspirierendem Gedankenaustausch. Der themenleitende Titel der <b>Montforter Zwischentöne 2022</b> lautet ‚<b>Sehnsucht und Verwandlung</b>‘, der <b>von 1. bis 30. November</b> eine breitgefächerte Interpretation erfahren wird. Musikalische Größen aus nah und fern treten dabei miteinander wie auch mit namhaften Persönlichkeiten aus Kunst, Theater und Literatur, Wissenschaft und Medien in einen kreativen Prozess und Dialog. Atmosphärisch bereichert werden die Darbietungen auch heuer wieder durch die gewählten Veranstaltungsorte – vom Dom St. Nikolaus über das fürs Festival speziell gestaltete Alte Hallenbad bis hin zur neuen Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik in Feldkirch. Zudem wird ins Kunsthaus Bregenz, die Kulturbühne AMBACH in Götzis sowie an Küchentische in ganz Vorarlberg geladen.   </i></p>
<p>„Durch unsere terminliche Neuausrichtung im letzten Jahr leitet und begleitet unser Festival die Atmosphäre des Spätherbstes. Die Zeit abnehmender Tageshelle – bis zum Anzünden der ersten Adventskerze und damit des sich wieder Zubewegens auf das Licht. Es ist eine Zeit der Transformation, was uns zum Thema ‚Sehnsucht und Verwandlung‘ inspirierte“, so der künstlerische Co-­Leiter <b>Hans-Joachim Gögl</b> zum Titel der Montforter Zwischentöne 2022. „Als Sehnsucht kann eine Vision, eine Utopie oder auch ein persönlicher Wunsch verstanden werden, was die Frage aufwirft, wie sich die Gesellschaft oder auch man selbst dahingehend verwandeln kann“, wie er des Weiteren erläutert. Ergänzend dazu betont der künstlerische Co-Leiter <b>Folkert Uhde</b>: „Dabei greifen wir auch Fragen der regionalen Entwicklung auf und verwandeln so Alltagsräume in Möglichkeitsräume. Zentral für den Charakter des Festivals ist, dass wir auf Kontakt und Beziehung setzen – künstlerisch wie auch sozial. So verbinden die Montforter Zwischentöne etwa heimische Musikschaffende mit Solistinnen und Sollisten aus ganz Europa.“ Wie bewährt, wird das Leitthema wieder auf vielfältigste Art und Weise aufgegriffen, künstlerisch interpretiert, von namhaften Persönlichkeiten reflektiert und auch mit dem Publikum diskutiert werden. Über den gesamten November hinweg bietet sich ein abwechslungsreiches Programm. Die zeitliche Konzentration auf einen Monat gewährleistet nicht nur einen intensiven, vertiefenden Austausch zwischen den Kreativen, sondern fördert auch den Aspekt der Nachhaltigkeit. Um das umweltschädliche Reisen zu Kurzaufenthalten zu reduzieren, wurde das Projekt ‚<b>Zwischentöne Ensemble in Residence</b>“ ins Leben gerufen. „Das buchstäblich Schöne daran ist die Verbindung von Beziehung und Verantwortung“, wie Gögl betont und sich hocherfreut über das heuer gastierende Ensemble in Residence zeigt.</p>
<p>Mit der <b>Company of Music</b> unter Leitung von <b>Johannes Hiemetsberger</b> konnte Österreichs einziges professionelles Vokalensemble – mit eigenem Zyklus im weltweit gerühmten Wiener Konzerthaus – gewonnen werden. Gleich fünf Mal wird das gefeierte Kollektiv im Programm vertreten sein. Zu den zahlreichen weiteren Künstlerinnen und Künstlern von internationalem Renommee zählen u. a. <b>Bugge Wesseltoft</b> als einer der einflussreichsten und innovativsten zeitgenössischen Jazzmusiker, die ebenso weltweit bekannte tunesische Sängerin <b>Ghalia Benali</b>, der als herausragende Musikerpersönlichkeit unserer Zeit geltende <b>Marino Formenti</b> oder auch der als Mitglied vieler bedeutender Barockensembles weithin geachtete Oboist und Dirigent <b>Alfredo Bernardini</b>. Neben den musikalischen Größen wird bspw. die niederländische Künstlerin <b>Roos van Haaften</b> wieder mit ihrer Licht- und Schatten-Performance bezaubern und die hochangesehene Journalistin <b>Alexandra Föderl-Schmid</b> eine Totenrede auf das Faktische halten. Zu hören sein wird auch <b>Ariadne von Schirach</b>, eine der prominentesten deutschen Philosophinnen. An ‚drei Abenden der Weisheit‘ im neuen Format „Labor für Wandel“ treten weiters Olympiasieger und Sportwissenschaftler <b>Toni Innauer</b>, die Philosophin und Bestsellerautorin <b>Melanie Wolfers</b> sowie der Grandseigneur der österreichischen Politikwissenschaft <b>Anton Pelinka</b>in einen reflexiven Dialog mit der Musik.</p>
<p>Nicht nur diese musikalischen Dialoge gehören zu den Neuentwicklungen, die ebenso wie die Uraufführungen zum unverkennbaren Profil der Montforter Zwischentöne beitragen und wieder etliche Glanzlichter garantieren. Im Folgenden ein Überblick über das Programm:</p>
<p><b><i>Triumph der Zeit – Oratorium von Georg Friedrich Händel, Montforthaus Feldkirch </i></b></p>
<p>Zweifellos eines der Highlights der Montforter Zwischentöne 2022 wird die Aufführung des berühmten <b>Oratoriums von Georg Friedrich Händel</b> – <b>Il trionfo del Tempo e del Disinganno</b> bzw. <b>Der Triumph der Zeit</b> sein. Der jugendliche Geniestreich voll übermütiger Leidenschaft ist so zeitlos und berührend wie kein anderes Musikstück des Barockmeisters. Zum großen Hörgenuss unter der musikalischen Leitung an der Oboe von <b>Alfredo Bernardini</b> und der Regie von <b>Ilka Seifert</b> sowie mit dem Konzertdesign und einem Video von <b>Folkert Uhde</b> geladen wird am <b>Samstag, </b>den <b>19. November</b> von <b>19 bis 21.30 Uhr</b>.</p>
<p><b><i>Zusammenführen von heimischen Musikschaffenden mit internationalen Größen</i></b></p>
<p>Eine federführende Rolle bei der <b>Zwischentöne-Neuproduktion</b> des Oratoriums von Händel wird das Ensemble <b>Concerto Stella Matutina</b> einnehmen, mit dem das Festival schon seit vielen Jahren eine enge Kooperation pflegt. Das Vorarlberger Barockorchester zählt zu den führenden Originalklang-Ensembles Österreichs und hat sich durch die Zusammenarbeit bei Formatentwicklungen um die Entwicklung der Montforter Zwischentöne verdient gemacht.</p>
<p>Das Zusammenwirken des Ensembles mit internationalen Solistinnen und Solisten wie bei Händels Oratorium ist ein gutes Beispiel für das Ansinnen der Festivalleitung seit Beginn an, einen intensiven, vertiefenden Austausch heimischer Musikschaffender mit internationalen Größen zu initiieren. Bei „Der Triumph der Zeit“ werden <b>Rupert Enticknap</b> als einer der führenden jungen britischen Countertenöre, die von Erfolg zu Erfolg eilende österreichische Sopranistin <b>Maria Ladurner</b>, die u. a. 2021 mit dem ersten Preis des John Cage Interpretation Awards ausgezeichnete deutsch-französische Mezzosopranistin <b>Marine Madelin</b> sowie der Berliner Tenor Jan Kobow, Sieger des Leipziger Bachwettberbs, zu hören sein.</p>
<p>Unter dem Titel <b>Was Sie schon immer über Händels ‚Triumph‘ wissen wollten</b> wird vor dem Konzert, von <b>17 bis 18 Uhr</b> im Montforthaus, Co-Intendant Folkert Uhde im Gespräch mit Mitwirkenden über Musik, Form und Inhalt des Meisterwerks aufklären und sinnieren.</p>
<p><b><i>Vom Ende zum Anfang. Musikalische Meditationen über die Endlichkeit zu Beginn</i></b></p>
<p>Als Auftakt zu den Montforter Zwischentönen 2022 finden am <b>1. November</b>, von <b>18 bis 19.15 Uhr</b> unter dem Titel ‚<b>Vom Ende zum Anfang</b>‘ musikalische Meditationen über die Endlichkeit im Feldkircher Dom St. Nikolaus ihren stimmigen Raum. Die <b>Company of Music</b> lädt mit Gesängen von Heinrich Schütz sowie Giacinto Scelsi zum Eintauchen in Klanglandschaften weit auseinanderliegender Epochen. Begleitet wird das Vokalensemble vom Domorganisten <b>Johannes Hämmerle</b>, einem lokalen Wegbegleiter des Festivals von internationalem Format.</p>
<p><b><i>Alles beginnt mit der Sehnsucht. Konzerte zu Sonnenaufgang an drei Tagen </i></b></p>
<p>Auch an den folgenden 3 Tagen ist das „Verbreiten von glückbringenden Klangflüssen“ (‚Die Presse‘) der <b>Company of Music</b> zu genießen, allerdings zu deutlich früher Stunde. Bei den Konzerten zu Sonnenaufgang, <b>jeweils von 7 bis 8 Uhr</b>wird das Ensemble die ganze Vielfalt seines Epochen übergreifenden Repertoires offenbaren. Breit gefächert zeigt sich auch die Auswahl an Texten, die von der bekannten deutschen Film- und Theaterschauspielerin <b>Winnie Böwe</b> im Wechselspiel mit den musikalischen Darbietungen rezitiert werden. Die musikalisch-literarischen Erweckungsmomente während des Wandels von Nacht zu Tag stehen am <b>Mittwoch, den 2. November</b> unter dem Titel ‚<b>Alles beginnt mit der Sehnsucht</b>‘, erbauen am <b>Donnerstag, den 3. Novembe</b>r mit einem ‚<b>Fürchte dich nicht</b>‘ und zeugen am <b>Freitag, den 4. November</b> von Mut: ‚<b>Ich bin jetzt bereit, meine Großartigkeit anzuerkennen</b>‘.</p>
<p><b><i>Permanente Einbeziehung von Kulturschaffenden diverser Sparten aus der Region </i></b></p>
<p>Geladen wird zu den morgendlichen Konzerten ins <b>Alte Hallenbad Feldkirch</b>, das auch für weitere Formate der Montforter Zwischentöne 2022 einen ganz besonderen Rahmen bieten wird. Zu verdanken ist dies der alljährlich auf das Leitthema abgestimmten Gestaltung des Bühnenraums durch Vorarlberger Meisterinnen und Meister der Raum- und Baukunst. Heuer wird <b>Ulli Grassmann</b>, Leiter der Niederlassung St. Gallen eines der einflussreichsten Architekturbüros Europas, gleichsam eine Kapelle aus Licht als fantastischen Raum kreieren.</p>
<p>Die Zusammenarbeit mit führenden architektonischen wie auch grafischen Gestalterinnen und Gestaltern aus Vorarlberg, die oft international beispielgebend sind, spiegelt ein grundlegendes Prinzip wider. Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten aus der Region beim Festival miteinzubeziehen soll nicht zuletzt auch Talente fördern und Potenziale aufspüren.</p>
<p><b><i>Light Works. Alte und Neue Musik zur magischen Licht-und-Schatten-Performance</i></b></p>
<p>Ein buchstäblich traumhafter Abend verspricht der <b>Samstag, 5. November 2022 </b>zu werden, wenn <b>von 19 bis 20.30 Uhr</b>das bei den Zwischentönen bereits etablierte Format <b>Light Works</b> in so faszinierende Bilder- wie facettenreiche Klangwelten einlädt. In der <b>Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik</b> wird ein Jahrhunderte überspannender musikalischer Bogen von der <b>Company of Music </b>unter Leitung von <b>Johannes Hiemetsberger</b> sowie dem <b>Jazztrio Owls</b>geboten. Währenddessen die renommierte niederländische Künstlerin <b>Roos van Haaften</b> mittels alltäglicher Gegenstände ihre magischen Fotogramme aus <b>Licht und Schatten </b>an die Wand wirft. Visual Arts und Alte wie auch Neue Musik befeuern sich dabei gegenseitig.</p>
<p><b><i>Das Begräbnis der Fakten. Ein Nachruf auf die Wahrheit aus prominentem Munde</i></b></p>
<p>Ebenfalls ein bereits bewährtes und beliebtes Format der Montforter Zwischentöne sind die Nekrologe. Anlass zur außergewöhnlichen literarischen Gattung des Nachrufs zu Lebezeiten gibt heuer das <b>Begräbnis der Fakten</b>. Die Hintergründe des fatalen Befunds dürften bekannt sein. Am <b>Sonntag, den 6. November</b>, von <b>18 bis 19.30 Uhr</b> wird im <b>Alten Hallenbad Feldkirch</b> die Totenrede von <b>Alexandra Föderl-Schmid</b> gehalten. Die langjährige Chefredakteurin sowie später auch Mitherausgeberin des Standard und nunmehrige stellv. Chefredakteurin der SZ zählt zu den bekanntesten und profiliertesten JournalistInnen Österreichs. Umrahmt wird ihre Rede vom musikalischen Potpourri des <b>Trio Opus 3</b> sowie einer Lesung von <b>Nico Rascher</b>.</p>
<p><b><i>WoFür Elise? Klavierkonzert von Marino Formenti plus Dialog und Führung im KUB </i></b></p>
<p>Am <b>Mittwoch, den 9. November</b> eröffnet sich durch die Kooperation mit dem <b>Kunsthaus Bregenz</b>, bekannt als KUB, ebendort ein spannender Austausch zwischen Bildender Kunst und Musik. Von <b>17 bis 18 Uhr</b> wird zur Führung durch die Ausstellung der kanadisch-ägyptischen Künstlerin <b>Anna Boghiguian</b> geladen, der ein Gespräch von KUB-Direktor <b>Thomas D. Trummer</b> mit dem Konzertpianisten, Dirigenten und Performer <b>Marino Formenti</b> über Farben von Klängen und Bildern und weitere Brücken zwischen Musik und Kunst folgt.</p>
<p>Von <b>20 bis 21 Uhr</b> wird der Konzertpianist, von der Los Angeles Times als „Glenn Gould of the 21st Century“ gepriesen, für einen fulminanten Klavierabend voller Witz, Lebendigkeit und Poesie garantieren. Der Titel ‚<b>WoFür Elise</b>‘ rührt von der vielleicht berühmtesten Bagatelle der Welt, welche die ganze Vielfalt des interpretatorischen Repertoires von Marino Formenti zutage fördern wird. Das Format entwickelte Formenti gemeinsam mit Hans-Joachim Gögl.</p>
<p><b><i>Die Füße im Feuer. Performance für Richterin, Mönch und Erzähler </i></b></p>
<p>Suspense à la Tarantino trifft auf den moralischen Impetus des Apostel Paulus. So lässt sich das spartenübergreifende Format ‚<b>Die Füße im Feuer</b>‘ kurz und bündig zusammenfassen. Am <b>Freitag, den 11. November </b>von<b> 19 bis 20.30 Uhr</b> begegnen sich im <b>Festsaal der Stella Vorarlberg</b> in Feldkirch Theater, Musik und Reflexion. Die berühmte Ballade von Conrad Ferdinand Meyer als moralischer Showdown zwischen Mörder und Opfer spendet Themen und Impulse für die Improvisation von Klangkünstlern wie auch Schauspielern. Zwischen den Strophen, rezitiert von den Schauspielern <b>Lukas Kientzler</b> und <b>David Kopp</b>, improvisieren die Vorarlberger Richterin <b>Yvonne Summer</b>, der Theologe und Probst von St. Gerold im Großen Walsertal <b>Pater Martin Werden</b>, die Erzählerin und Philosophin <b>Ariadne von Schirach</b>sowie der Vorarlberger Erzähler <b>Wolfgang Mörth</b> und nicht zuletzt der heimische Gitarrenvirtuose <b>Oliver Rath</b> sowie <b>Georgios Mikirozis</b> als einer der gefragtesten Perkussionisten Europas.</p>
<p><b><i>Transitions. Zwischen Trance und Ekstase. Kulturtransfer als musikalischer Dialog </i></b></p>
<p>Drei reiche musikalische Traditionen treffen am <b>Samstag, den 11. November</b> bei <b>Transitions</b> aufeinander, wenn in der <b>Kulturbühne AMBACH in Götzis</b> arabische, indische und türkische Klänge in Dialog treten. Von <b>19 bis 20 Uhr</b>konzertieren die weltweit bekannte tunesische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin <b>Ghalia Benali</b>, die Virtuosin auf der Viola da gamba <b>Romina Lischka</b> und die versierte Kemençe-Spielerin und Komponistin <b>Neva Özgen</b>. Das Publikum erwartet ein faszinierendes, eindrückliches Spiel mit Identitäten, Kulturen, Stilen und Erwartungen dreier Meisterinnen. Kulturtransfer zwischen Trance und Ekstase.</p>
<p><b><i>Drei Abende über die Weisheit. Gedankliche Reflexion spiegelt sinnliche Erfahrung </i></b></p>
<p>Als neues Format verbinden die ‚<b>Drei Abende über die Weisheit</b>’ das sinnliche musikalische Erleben mit erhellender gedanklicher Reflexion. Ein <b>speziell für diesen Anlass international zusammengesetztes Musikensemble</b> führt auf der Bühne des <b>Alten Hallenbads in Feldkirch</b> diverse Prozesse und Dynamiken vor, die anschließend von Expertinnen und Experten aus ihren Kompetenzfeldern und Erfahrungen heraus analysiert werden. Den Anfang macht <b>Dienstag, den 22. November</b>, von <b>19 bis 20.30 Uhr</b> <b>Toni Innauer</b>, der als gefragter Referent und Bestsellerautor stets kritische und originelle Blicke hinter die Kulissen des Spitzensports gewährt. Zur Frage ‚<b>Risiko oder Rezept?</b>‘ wird übers Üben, Improvisieren u.v.a.m. reflektiert.</p>
<p>Der musikalische Dialog am darauffolgenden Abend, <b>Mittwoch, den 23. November</b>, ebenfalls von <b>19 bis 20.30 Uhr</b>steht unter dem Titel ‚<b>Über Furcht, Scham und Wagnis</b>‘. Wiederum im Dialog mit der musikalischen Darbietung wird die Philosophin, Theologin, Ordensfrau und Bestsellerautorin <b>Melanie Wolfers</b>, die sich selbst als Mutmacherin bezeichnet, dazu ihre Gedanken teilen. Am dritten Abend, <b>Donnerstag, den 24. November</b>, von <b>19 bis 20.30</b> Uhr stellt sich schließlich <b>Anton Pelinka</b> als einer der renommiertesten Politikexperten unserer Republik der Frage ‚<b>Solo oder Team?</b>‘, wobei Regeln und Widrigkeiten des Zusammenspiels auf der Bühne, in der Politik und im Leben erörtert werden.</p>
<p><b><i>end:licht. Das Konzert des Hugo-Siegerteams 2022 – Ensemble TRI:UTOPIE</i></b></p>
<p>Am <b>Freitag, den 25. November</b>, von <b>19 bis 20 Uhr</b> werden <b>die diesjährigen</b> <b>Gewinner des Hugo</b> das von ihnen entwickelte Konzertformat <b>im</b> <b>Feldkircher Dom</b> zur Aufführung bringen. <b>end:licht</b> lautet der kraftvolle und zugleich poetische Brückenschlag zwischen Klängen von Johann Sebastian Bach und dem zeitgenössischen Meister spiritueller Musik Arvo Pärt, mit dem das <b>Ensemble</b> <b>TRI:UTOPIE</b> reüssierte. Als mittlerweile wohl wichtigster Nachwuchspreis für neue Konzertformate, mit zig Einreichungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, ist der Hugo eine der schönsten Erfolgsgeschichten der Montforter Zwischentöne. Entsprechend soll das Werk der Hugo-Gewinner 2022 an diesem Abend gewürdigt werden.</p>
<p><b><i>Advenstkonzert – ‚It’s snowing on my piano‘ von und mit Bugge Wesseltoft </i></b></p>
<p>Einen grandiosen Ausklang wird das Festival am <b>Mittwoch, den 30. September</b> finden. Zur Einstimmung wird zunächst von <b>18 bis 18.30 Uh</b>r die bekannte Schweizer Film- und Theater-Aktrice <b>Heidi Maria Glössner</b> im <b>Dom St. Nikolaus, Feldkirch</b> bei freiem Eintritt weihnachtliche Texte vortragen. Anschließend empfiehlt sich der kurze Spaziergang zum <b>Montforthaus</b>, wo von <b>19 bis ca. 20.15 Uhr</b> der weltweit gefeierte Jazzpianist und große Innovator seines Fachs <b>Bugge Wesseltoft</b> sein legendäres Solodebüt <b>‚It’s snowing on my piano</b>‘ wiederauferstehen lässt. Das gleichnamige Album (1997) mit Improvisationen Wesseltofts zu Weihnachtsliedern zählt längst schon den zeitlosen Meisterwerken des vergangenen Jahrtausends.</p>
<p><b><i>Salon Paula. Von 3. bis 21.11. spannende</i></b><b><i> Persönlichkeiten am eigenen Küchentisch </i></b></p>
<p>Seit Beginn der Montforter Zwischentöne bietet der ‚<b>Salon Paula</b>‘ Begegnungen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten wie auch mit großer Musik in den eigenen vier Wänden. In ganz Vorarlberg können Interessierte im kleinen Kreis der eigenen Gäste mit dem bzw. der Kulturschaffenden oder Experten bzw. Expertin einen in vielerlei Sinn unterhaltsamen Abend verbringen. Die <b>Bewerbungsfrist </b>als Gastgeberin bzw. Gastgeber läuft <b>bis 16. Oktober</b>, wobei der Termin zu beachten ist, an dem der gewünschte Gast zur Verfügung steht. Eingeladen werden können der Architekt und Städteplaner <b>Ulli Grassmann</b> (<b>03.11.</b>), die Journalistin <b>Alexandra Föderl-Schmid</b> (<b>05.11.</b>), der Mönch <b>Pater Martin Werlen</b> (<b>08.11.</b>), der Pianist <b>Marino Formenti</b> (<b>08.11.</b>), die Gamben-Virtuosin <b>Romina Lischka </b>(<b>11.11.</b>), die Philosophin <b>Ariadne von Schirach</b> (<b>12.11.</b>) sowie der vielseitige deutsche Violinist <b>Florian Willeitner </b>(<b>21.11.</b>).</p>
<p>Weitere Infos, darunter das detaillierte Programm, sowie Tickets finden sich <b>ab sofort </b>auf <a href="http://www.tagederutopie.org/"><b>www.montforterzwischentoene.at</b></a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rückfragehinweis / Pressekontakt:</span></p>
<p>si!kommunikation – Christina Nigsch und Lisa-Maria Innerhofer<br />
Akkreditierung unter <a href="mailto:info@si-kommunikation.com">info@si-kommunikation.com</a> möglich.<br />
Telefon +43 699 19257915</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fact-Box:</span><br />
Montforter Zwischentöne 2022<br />
Dienstag, 1. November – Mittwoch, 30. November 2022</p>
<p>Dom St. Nikolaus, Altes Hallenbad, Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik und Montforthaus in Feldkirch; Kunsthaus Bregenz, Kulturbühne AMBACH in Götzis sowie an Küchentischen in ganz Vorarlberg</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Details und Karten: </span><a href="http://www.montforterzwischentoene.at/">www.montforterzwischentoene.at</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Veranstalter:</span> Montforter Zwischentöne – Verein für Forschung, Lehre und Aufführung neuer Kulturformate</p>
<h3><span style="color: #fd018e;">Pressemeldung als PDF: </span><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM1_Montforter-Zwischentöne-2022.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM1_Montforter Zwischentöne 2022</a></h3>
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		<item>
		<title>Preisträgerin des Tractatus 2022 ist die Autorin Marie Luise Knott</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/preistragerin-des-tractatus-2022-ist-die-autorin-marie-luise-knott/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 15:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[25. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Preisträgerin des Tractatus 2022 ist die Autorin Marie Luise Knott, die in ihrem Buch „370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive“ die Erfahrungs- und Gedankenwelt der Philosophin Hannah Arendt und des Schriftstellers Ralph Ellison in Beziehung setzt und so neue Perspektiven auf Debatten um Rassismus und Identitätspolitik eröffnet. Der mit 25.000 Euro dotierte Tractatus wird alljährlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<h2 align="left"><b style="font-size: 13px;">Preisträgerin des Tractatus 2022 ist die Autorin Marie Luise Knott, die in ihrem Buch „370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive“ die Erfahrungs- und Gedankenwelt der Philosophin Hannah Arendt und des Schriftstellers Ralph Ellison in Beziehung setzt und so neue Perspektiven auf Debatten um Rassismus und Identitätspolitik eröffnet.<span id="more-6557"></span></b></h2>
<p><i>Der mit 25.000 Euro dotierte Tractatus wird alljährlich vom Verein Philosophicum Lech für herausragende Leistungen im Bereich der philosophischen Essayistik vergeben. Er soll verlässlich Auskunft über höchste Qualität geben und versteht sich als ein Beitrag zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen. Exemplarisch prämiert mit dem Tractatus 2022 wird ein Buch der deutschen Autorin, Kritikerin und Übersetzerin Marie Luise Knott. In „370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison“ setzt sie die Gedankenwelt der deutsch-jüdisch-amerikanischen Philosophin sowie des afroamerikanischen Schriftstellers vor dem historischen Hintergrund in Relation, wobei sich neue Sichtweisen auf derzeit hochbrisante Debatten auftun. „Wie sich Gesellschaften nachhaltig verändern lassen und wie wir lernen, uns als Gleiche anzuerkennen, ist die Kernfrage, bei der Marie Luise Knott ansetzt“, wird in der Jurybegründung u. a. die hohe Relevanz und Aktualität des Werks gewürdigt. Die feierliche Verleihung des Tractatus 2022 findet am Freitag, den 23. September um 21 Uhr im Rahmen des Philosophicum Lech statt, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum begeht. Unter dem Titel „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ wird sich die Tagung von 20. bis 25.09.2022 einem ebenso weitreichenden wie brandheißen Thema widmen.  </i><a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p>Um überragenden Publikationen auf dem zunehmend an Bedeutung und Brisanz gewinnenden Feld geistiger Auseinandersetzung und Standortbestimmung entsprechende Anerkennung und größere Resonanz zu verleihen, wurde 2009 der Tractatus ins Leben gerufen. Angeregt vom Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier und dank privater Sponsoren mit 25.000 Euro hoch dotiert, gilt der Essay-Preis des Philosophicum Lech seither auf diesem Gebiete als einer der renommiertesten im deutschsprachigen Raum. Die Liste der prämierten Werke (<a href="http://www.philosophicum.com/tractatus/der-tractatus">www.philosophicum.com/tractatus/der-tractatus</a>) lässt die enorme Bandbreite philosophisch-kulturwissenschaftlicher Essayistik erkennen und kündet zugleich von jeweils großer Brillanz. Zentrale Kriterien für die Vergabe des Tractatus sind die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas. Unter Vorsitz des wissenschaftlichen Leiters des Philosophicum Lech Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) berät die hochkarätig besetzte Jury – bestehend aus der Philosophin Barbara Bleisch (CH), dem Schriftsteller und ehemaligen Verleger Michael Krüger (D) und dem Autor und Journalisten Thomas Vašek (A) – bereits ab Frühjahr über die engere Auswahl preisverdächtiger Publikationen. Die jeweils im Juli veröffentlichte Shortlist versteht sich als ausdrückliche Würdigung und Lektüreempfehlung.</p>
<p><a href="http://www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2022">www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2022</a></p>
<p>Nach ausführlicher Jurydiskussion fiel heuer die Wahl auf das Buch „<b>370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison</b>“ der in Berlin lebenden freien Autorin, Kritikerin und Übersetzerin <b>Marie Luise Knott</b>. Titelgebend für das im März 2022 im Verlag <b>Matthes &amp; Seitz Berlin</b> erschienene Buch ist, dass die berühmte jüdische Philosophin, die 1941 in die USA flüchten musste, und einer der wichtigsten afroamerikanischen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts nur einen Zahlendreher entfernt in derselben Straße wohnten: Hannah Arendt in der Nähe der Columbia University und Ralph Waldo Ellison weiter nördlich in Harlem. Das die beiden tatsächlich Verbindende als Ausgangspunkt für Knotts ideengeschichtlichen Essay ist eine damalige Debatte, zu der sich ein Brief von Arendt an Ellison als Durchschlag in ihrem Nachlass fand. In diesem leistet sie Abbitte für ihre Unbedachtheit in einem 1959 veröffentlichten Aufsatz, in dem sie zu den Ereignissen in Little Rock im Jahre 1957 Stellung nahm. Damals musste die Nationalgarde einschreiten, als Protestierende höchst aggressiv schwarze Jugendliche am Schulbesuch hindern wollten. Ellisons scharfe Replik auf die Ausführungen Arendts im Jahre 1965 quittierte sie in dem Brief u. a. mit „<i>Sie haben völlig Recht</i>“ und dem Geständnis, dass sie „<i>die Komplexität der Lage nicht verstanden habe</i>“.</p>
<p>Dazu erläutert Barbara Bleisch in der Jury-Begründung einleitend: „<i>Wer sich heute vertieft mit Hannah Arendt auseinandersetzen will, kommt nicht umhin, bei aller Bewunderung für die politische Denkerin zuzugestehen, dass sie nach ihrer Emigration in die USA dem amerikanischen Rassismus gegenüber seltsam blind zu bleiben schien. Ihr Essay ‚</i><i>Reflections on Little Rock‘</i><i> sorgte bereits bei seinem Erscheinen 1959 für tiefe Irritation, weil Arendt mit Blick auf die Frage, wie die Segregation an öffentlichen Schulen zu beheben sei, Kritik an der Bürgerrechtsbewegung übte. Ihre Skepsis gründete in Arendts Verständnis von Öffentlichkeit und Privatsphäre und ihrer Sorge, Kinder für politische Zwecke zu missbrauchen.</i>“ Auch die Kritik liberaler Freunde prallte zunächst an Arendt ab.</p>
<p>Anhand 17 erhellender „Hinweise“ werden von Marie Luise Knott die Hintergründe von Hannah Arendts Brief beleuchtet. Indem sie die gegensätzlichen Standpunkte analysiert und bezüglich unterschiedlicher Erfahrungshorizonte kontextualisiert, entfaltet die Autorin ein eindrückliches Mosaik an tiefgreifenden Reflexionen. Auch auf Gemeinsamkeiten von Arendt und Ellison wird verwiesen, haben sich bspw. doch beide gegen eine Verfestigung von Identitätsschemata gewendet. Dass ihr Buch als Beitrag zur derzeitigen Rassismus-Debatte verstanden werden kann, mache die Sache nicht einfacher, wie Knott anmerkt. „Doch über aktuelle Themen nachzudenken, ohne die historische Dimension mitzudenken, ist unmöglich.“ Diese von Knott mit Bravour vorgeführte Herangehensweise würdigend, heißt es in der Begründung der Tractatus-Jury: „<i>Indem sie Arendts Denkwelten mit jenen des afroamerikanischen Schriftstellers Ralph Ellison konterkariert, wirft sie nicht nur neue Sichtweisen auf jüdische und afroamerikanische Erfahrungen im 20. Jahrhundert, sondern auch auf brandaktuelle Debatten um Rassismus und Identitätspolitik. Der profunden Arendt-Kennerin Marie Luise Knott, die bereits 2011 mit einem Buch über die Philosophin von sich reden machte, gelingt es mit ‚</i><i>370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison‘</i><i>, den eigenen Anspruch einer ‚Gedankenexkursion‘ stilsicher und kenntnisreich einzulösen.“ </i>Abschließend hebt Bleisch die durch den prämierten Essay deutlich werdende Haltung von Hannah Arendt hervor:<i> „In der Lektüre begegnet einem eine Philosophin, die zugesteht, sich geirrt zu haben – und gerade in ihrer Sehnsucht danach, aufrichtig verstehen zu wollen, bis heute beeindruckt.“</i></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pressestimmen:</span></p>
<p><i>„Marie Luise Knott schreibt elegant, einfühlsam, gedankenreich. Sie spricht von Arendts ‚Sang und Klang‘ – und hat ihren eigenen. Sie packt heikle Themen an und tut dies zugleich behutsam und bestimmt.“ </i>Dieter Thomä, Frankfurter Allgemeine Zeitung</p>
<p><i>„Das Verständnis für unaufhebbare Erfahrungsunterschiede und die Akzeptanz des Verschiedenseins prägen [Marie Luise Knotts] Lektüre von Arendt und Ellison. […] Ihr Buch legt analytisch-erzählend beider Unterschiede frei, um ein mögliches gemeinsames Drittes in den Blick zu bekommen.“ </i>Thomas Meyer, DIE ZEIT <i> </i></p>
<p><i>„Marie Luise Knott folgt in ihrem lesenswerten Buch Hannah Arendt und Ralph Ellison, deren Denken sich in vielem ähnelt.“ </i>Ulrich Gutmair, Philosophie Magazin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zur öffentlichen Verleihung des Tractatus wird am <b>Freitag, den </b><b>23. September 2022 um 21:00 Uhr</b> geladen. Den Höhepunkt werden die Laudatio, diesmal gehalten von Barbara Bleisch, und die Dankesrede der Preisträgerin bilden. Zum festlichen Rahmen gehört u. a. die Uraufführung eines eigens für diesen Anlass komponierten Streich-Trio-Satzes von Marcus Nigsch. Der Festakt wird nur eines der Glanzlichter des <b>25.</b><b>Philosophicum Lech</b> sein. Bei der Jubiläumsveranstaltung <b>von</b> <b>20. bis 25. September 2022 </b>werden wieder namhafte Vortragende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum das Thema „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“ in seiner ganzen Bandbreite ausloten und mit dem Publikum diskutieren. Den Auftakt geben am <b>Dienstag, den 20. September</b> die „<b>Philosophicum Dialoge</b>“, die nach ihrer erfolgreichen Premiere im letzten Jahr diesmal unter dem Titel „<b>Zeitenwende – Wendezeit: Europa im Umbruch</b>“ stehen. Stets am Puls der Zeit steht die transdisziplinäre Tagung bereits seit einem Vierteljahrhundert für anregenden geistigen Austausch in der einladenden Höhenregion von <b>Lech am Arlberg</b>.</p>
</div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b>Zur Person und zu den früheren Publikationen von Marie Luise Knott</b></span></p>
<p>Marie Luise Knott lebt als freie Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin und Kritikerin in Berlin. 1953 in Köln geboren, war sie zunächst als Verlagslektorin, später als Herausgeberin, literarische Übersetzerin und dann als Zeitungsmacherin tätig: Von 1995 bis 2006 gründete und leitete sie die deutschsprachige LE MONDE diplomatique. Knott ist seit vielen Jahren eng mit Arendts Werk vertraut; so erschien, von ihr herausgegeben: „Zur Zeit. Politische Essays“ (1986), „Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher. Beiträge für die deutsch-jüdische Emigrantenzeitung ‚Aufbau‘ 1941–1945“ (2000); „Hannah Arendt / Gershom Scholem. Der Briefwechsel 1939-1964“ (2010), „Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?“ (2018) und „Wir Juden. Schriften 1932-1966“ (2019). Ab 2009 war Marie Luise Knott Mitglied zahlreicher literarischer Jurys. Sie ist Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds, wo sie mehrere Essaybände initiierte und mitherausgab (darunter 2017: „Denn wir haben Deutsch. Luthers Sprache aus dem Geist der Übersetzung“). Von der kanadischen Dichterin Anne Carson, die im englischsprachigen Raum zu den bedeutendsten Dichterinnen der Gegenwart zählt, übersetzte sie „Anthropologie des Wassers“ (2014), „Albertine. 59 Liebesübungen + Appendices“ (2017) und „Irdischer Durst“ (2020), alle erschienen bei Matthes &amp; Seitz Berlin. 2021 kuratierte Marie Luise Knott gemeinsam mit Uljana Wolf die Ausstellung „<b>Die Hochsee der Ilse Aichinger. Ein unglaubwürdiger Reiseführer zu ihrem 100. Geburtstag</b>“, die zunächst in Berlin und ab 31. Oktober 2022 in Salzburg zu sehen sein wird. Neben Beiträgen und Essays für Rundfunk, Zeitungen, Zeitschriften – auch im Online-Magazin Perlentaucher und in der „Frankfurter Anthologie“ – erschien 2011 im Verlag Matthes &amp; Seitz Berlin ihr Band: „<b>Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt</b>“, der für den Leipziger Buchpreis sowie für den Tractatus nominiert war. 2017 veröffentlichte Matthes &amp; Seitz Berlin ihren Essayband „<b>Dazwischenzeiten. 1930 – Wege in der Erschöpfung der Moderne</b>“.</p>
<h3><span style="color: #ea14b2;"><b> <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM-Tractatus-Preistraegerin-2022.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf"><span style="color: #ea14b2;">PM Tractatus-Preistraegerin 2022</span></a></b></span></h3>
<p><b>Marie Luise Knott</b>:<b> </b>370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison<br />
Matthes &amp; Seitz Berlin, 2022<br />
ISBN 978-3-7518-0344-1<br />
Hardcover mit Schutzumschlag, 145 Seiten<br />
D: 22,00 € | A: 22,70 €</p>

<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tractatus-Preis des Philosophicum Lech 2022: Shortlist der preiswürdigen Publikationen</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-preis-des-philosophicum-lech-2022-shortlist-der-preiswurdigen-publikationen/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2022 17:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[25. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech am Arlberg, 19. Juli 2022. Der Verein Philosophicum Lech gibt hiermit die Shortlist für den „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ bekannt. Wer die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält, wird Anfang September verkündet. Die feierliche Verleihung findet am 23. September im Rahmen des Philosophicum Lech statt, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum feiert.  Die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Lech am Arlberg, 19. Juli 2022. Der Verein Philosophicum Lech gibt hiermit die Shortlist für den „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ bekannt. Wer die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält, wird Anfang September verkündet. Die feierliche Verleihung findet am 23. September im Rahmen des Philosophicum Lech statt, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum feiert. <span id="more-6533"></span></i></p>
<p>Die Shortlist für den diesjährigen Tractatus steht fest. Sieben Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) als finale Anwärter ausgewählt. Dieser Jury gehören die Schweizer Philosophin Barbara Bleisch, der deutsche Schriftsteller und ehemalige Verleger Michael Krüger und der österreichische Autor und Journalist Thomas Vašek an. Bisher ebenfalls als Juroren fungiert haben der Journalist und Autor Helmut A. Gansterer, die Philosophin Ursula Pia Jauch, der Philosoph Rüdiger Safranski sowie der Philosoph und Kulturpublizist Franz Schuh.</p>
<p><b>Folgende 7 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus 2022 nominiert </b></p>
<ul>
<li>Christian Bermes: Meinungskrise und Meinungsbildung. Eine Philosophie der Doxa. Felix Meiner Verlag, Hamburg, Januar 2022</li>
<li>Eduard Kaeser: Die Erde ist eine Keimträgerin. Lehren aus der Corona-Pandemie (Schwabe reflexe). Schwabe Verlag, Basel, November 2021</li>
<li>Marie Luise Knott: 370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison &#8211; 17 Hinweise. Matthes &amp; Seitz Verlag, Berlin, März 2022</li>
<li>Thomas Macho: Warum wir Tiere essen. Molden Verlag, Wien, März 2022</li>
<li>Barbara Schmitz: Was ist ein lebenswertes Leben? Philosophische und biographische Zugänge. Reclam Verlag, Ditzingen, März 2022</li>
<li>Peter Sloterdijk: Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre. Suhrkamp Verlag, Berlin, April 2022</li>
<li>Natan Sznaider: Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus. Carl Hanser Verlag, München, Januar 2022</li>
</ul>
<p><b>Zum Tractatus ­– Preis für philosophische Essayistik</b></p>
<p>Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2022 zum vierzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik.</p>
<p>„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.</p>
<p><b>Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger </b></p>
<ul>
<li>2009 Franz Schuh: Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst. Zsolnay Verlag, Wien 2008</li>
<li>2010 Kurt Flasch: Kampfplätze der Philosophie. Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt/M. 2009</li>
<li>2011 Norbert Bolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht. Wilhelm Fink Verlag, München 2010</li>
<li>2012 Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann. C.H. Beck Verlag, München 2012</li>
<li>2013 Kurt Bayertz: Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens. C.H. Beck-Verlag, München 2012</li>
<li>2014 Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde. Carl- Hanser-Verlag, München 2013</li>
<li>2015 Ulrich Greiner: Schamverlust. Rowohlt Verlag, Reinbek 2014</li>
<li>2016 Hartmut Rosa: Resonanz. Suhrkamp Verlag, Berlin 2016</li>
<li>2017 Ralf Konersmann: Wörterbuch der Unruhe. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017</li>
<li>2018 Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Philipp Reclam Verlag, Dietzingen 2018</li>
<li>2019 Lisa Herzog: Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf. Hanser Berlin, Berlin 2019</li>
<li>2020 Roberto Simanowski: Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz. Passagen Verlag, Wien 2020</li>
<li>2021 Christoph Möllers: Freiheitsgrade: Elemente einer liberalen politischen Mechanik (edition suhrkamp). Suhrkamp Verlag, Berlin 2020</li>
</ul>
<p><b>Verleihung im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung des Philosophicum Lech</b></p>
<p>Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird am 6. September via Presseinformation bekannt gegeben. Zur Verleihung kommt es dann am 23. September 2022 beim 25. Philosophicum Lech. Dort werden sich von 20. bis 25. September unter dem Titel „Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls“ renommierte Referierende einer vertiefenden transdisziplinären Erörterung und Diskussion der vielschichtigen Emotion widmen. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich seit einem Vierteljahrhundert als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.</p>
<p>Weitere Informationen unter www.philosophicum.com</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff00ff;"><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM-Tractatus-Shortlist-2022.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM Tractatus Shortlist 2022</a></span></p>

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