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	<title>si!kommunikation &#187; 24. Philosophicum Lech</title>
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		<title>Presseinformation &#8211; Vortragsreihe des 24. Philosophicum Lech und kurze Vorschau auf 2022</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2021 11:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2021-09-27 Vom faketionalen Erzählen über geistlose Traumfabriken bis zum politischen Fiktionalismus, Astrophysik und Todesalgorithmen  „Als ob! Die Kraft der Fiktion“, so das Thema des 24. Philosophicum Lech, erwies sich als starker Impuls für neue Denkansätze und außergewöhnliche Perspektiven. Namhafte Philosophen, Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaftler sorgten für eine breitgefächerte transdisziplinäre Betrachtung, hohe fachliche Expertise und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lech, 2021-09-27</p>
<p><b>Vom faketionalen Erzählen über geistlose Traumfabriken bis zum politischen Fiktionalismus, Astrophysik und Todesalgorithmen <span id="more-6240"></span></b></p>
<p><b>„Als ob! Die Kraft der Fiktion“, so das Thema des 24. Philosophicum Lech, erwies sich als starker Impuls für neue Denkansätze und außergewöhnliche Perspektiven. Namhafte Philosophen, Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaftler sorgten für eine breitgefächerte transdisziplinäre Betrachtung, hohe fachliche Expertise und spannende Diskussionen. Erneut bestätigte die internationale Tagung vom 22. bis 26. September 2021 ihren Ruf als ein Garant für gehaltvolle Auseinandersetzung mit brennenden Fragen der Zeit. Die Gastgebergemeinde Lech am Arlberg präsentierte sich bei schönstem Herbstwetter auch am neuen Veranstaltungsort sport.park.lech als idealer Rahmen.</b></p>
<p>Bei seinen abschließenden Worten am Sonntagmittag konnte der neue Obmann des Vereins Philosophicum Lech <b>Ludwig Muxel</b> eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Nachdem die Tagung im letzten Jahr pandemiebedingt verschoben werden musste, fungierte heuer der sport.park.lech als neuer Veranstaltungsort und erwies sich dank der Räumlichkeiten sowie technischen Ausstattung nicht nur in puncto durchdachtes Sicherheitskonzept als die richtige Wahl. Direkt am namensgebenden Gebirgsfluss gelegen, konnte in der Grünanlage während der Pausen die Herbstsonne genossen werden, was Gelegenheit zum Sinnieren wie auch zu anregenden Diskussionen gab. Die positive Resonanz bei den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum lässt das Organisationsteam bereits positiv ins kommende Jahr blicken. Begeisterung rief vor allem das heurige Programm hervor.</p>
<p>So wurde beschlossen, die neue Veranstaltung „<b>Philosophicum Dialoge</b>“ im Vorfeld des Symposiums, am Dienstag, auch kommendes Jahr wieder abzuhalten. Und zwar zu einer vom Tagungsthema unabhängigen, brisanten Materie, mit der sich wieder prominente Diskutantinnen und Diskutanten auseinandersetzen werden. Wie auch aufgrund des bereits traditionellen, beliebten <b>philosophisch-literarische Vorabend</b> am Mittwoch bietet sich ein Grund mehr, einige Tage früher zum Symposium anzureisen und sich darauf einzustimmen. Zu den weiteren Highlights im Rahmenprogramm zählt die alljährliche <b>feierliche Verleihung des Tractatus</b> <b>– Essaypreis des Philosophicum Lech</b>, bei der dieses Mal auch der Preisträger des Vorjahres anwesend war und schließlich am Sonntag mit seinem Referat einen fulminanten Schlusspunkt setzen sollte.</p>
<p>Diesem voraus ging eine Vortragsreihe, die wie bewährt transdisziplinär angelegt war und unter dem Titel „<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ für eine überaus breite und wechselvolle, aber auch wechselseitige Betrachtung des Jahresthemas bürgte. Selbiges war bereits für das Vorjahr geplant, hatte jedoch nichts an Aktualität eingebüßt, im Gegenteil. Nicht nur durch kluge Voraussicht wird seit Beginn an die Aktualität, Qualität und Charakteristik des Philosophicum Lech von dessen wissenschaftlichen Leiter geprägt. So bedankte sich Vereinsobmann Ludwig Muxel an erster Stelle bei <b>Konrad Paul Liessmann</b>, „der mit dem diesjährigen Programm wieder einmal seine außerordentliche Kompetenz und seinen Feinsinn unter Beweis gestellt hat“. Die Vorträge wurden vom Auditorium durchgängig als exzellent bewertet. Dass sämtliche Referentinnen und Referenten ihre Zusage vom Vorjahr erneuerten, zeugt nicht zuletzt von der hohen Reputation des Philosophicum Lech. Dass nicht wenige von ihnen an der gesamten Tagung teilnahmen, darf zudem auch auf die Gastlichkeit und Attraktivität von Lech am Arlberg zurückgeführt werden. Angetan von der Tagung wie auch dem Ort zeigte sich etwa <b>Jan Assmann</b>, der als einer der bedeutendsten Religions- und Kulturwissenschaftler unserer Zeit am Donnerstag den Auftakt zu der Vortragsreihe des Philosophicum Lech 2021 gab.</p>
<p><b>Über das faketionale Erzählen – und die Wahrheit der Phantasie</b></p>
<p>Den Eröffnungsvortrag am <b>Freitag, den 24. September</b> hielt <b>Thomas Strässle</b>, Leiter des spartenübergreifenden Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern, Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich. Unter dem Titel „Faketionales Erzählen. Über die Erfindung der Wahrheit“, widmete er sich dem Fake als Form der Fiktion, wie sie gegenwärtig äußerst brisant geworden ist. Die Disziplin mit der längsten Erfahrung in der Beschreibung fiktionaler Texte und stark ausdifferenziertem Instrumentarium ist die Literaturwissenschaft. Allerdings gibt es auf der Ebene des Textes kein verbindliches Kriterium, wie man einen fiktionalen von einem faktualen, sprich auf Fakten beruhenden Text unterscheiden kann. „Und das ist eine Katastrophe“, wie der Literaturwissenschaftler betonte. Mit der Theorie des „faketionalen Erzählens“ – ein Begriff, der von ihm kreiert wurde – geht er dem Phänomen des Fakes verstärkt auf den Grund, ist er doch überzeugt, dass die Literaturwissenschaft diesbezüglich auch eine politische Funktion erhalten kann.</p>
<p>Das zweite Referat am Freitagvormittag hielt die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin (u. a. für FAZ, FALTER, Die Furche, Der Standard und Die ZEIT) <b>Daniela Strigl</b>, Dozentin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Zum Thema <b>Biografie und Fiktion</b> lautete der Titel „<b>Abgeschrieben kann das Leben nie werden</b>“ – ein Zitat der bedeutenden Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts Marie von Ebner-Eschenbach, über die Strigl eine mittlerweile als Standardwerk geltende Biografie („Berühmtsein ist nichts“, 2016) verfasst hat. Anhand ihrer praktischen Erfahrungen – Strigl schrieb auch eine Biografie über die österreichische Literatin Marlen Haushofer – sowie auf Basis literaturtheoretischer Reflexionen gab sie spannende Einblicke in die Herausforderungen, Tücken und Unwägbarkeiten des biografischen Schreibens. So etwa die Erkenntnis, dass es „die Wahrheit“ bei der Annäherung an ein fremdes Leben nicht geben kann, weshalb sich die Frage stellt, welche Verantwortung der Biograph gegenüber seinem Gegenstand hat. Es sei u. a. wichtig, Recherche und Deutung nach allen Seiten hin offen zu halten sowie keinen Aspekt unverhältnismäßig zu betonen. „Das Leben nicht abschreiben zu können bedeutet das Leben schreiben zu müssen. Wir erzählen das wirklich gelebte Leben, als wäre das möglich, wir bewegen uns in einem unausgesprochenen „Als ob“, so Strigl, denn keine Biografie komme ohne die Wahrheit der Phantasie aus.</p>
<p><b>Zu Phantasmagorien der Bildungsreform – sowie zur Kraft der Fiktion </b></p>
<p>Am Freitagnachmittag referierte zunächst der Philosoph, Pädagoge und Publizist <b>Matthias Burchardt</b>, Akademischer Rat am Lehrstuhl für historisch-systematische Pädagogik an der Universität zu Köln und Mitbegründer sowie Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen, über „<b>Geistlose Traumfabriken und Phantasmagorien der Bildungsreform</b>“. Wie er einleitend anmerkte, hatte er bewusst einen zweideutigen Titel gewählt, der sich sowohl auf die Bildungsstätten der Gegenwart beziehen lässt als auch auf jene Institutionen bzw. Organisationen, die durch die von ihnen angestoßenen Reformen für den Charakter ersterer verantwortlich sind. Bei seiner fundamentalen Kritik an den letzten 20 Jahren der Bildungspolitik bzw. „den politischen Machenschaften“, wie Burchardt es nannte, zeichnete er deren Strategie, die dahinterstehende Ideologie wie auch die Folgen nach. Bereits 1961 stand in Strategiepapieren der OECD zu lesen: „Erziehung ist wirtschaftliche Investition in Menschen“. Das Bild vom Menschen als Humankapital ist mittlerweile in den Köpfen festverankert. Am Anfang stand eine Negativkampagne, als ob es eine Bildungskrise gäbe. Als probates Mittel erwies sich der PISA-Test, dessen Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit zu <i>dem</i> Qualitätskriterium für das jeweilige nationale Bildungssystem wurden. „Ein Test kann allerdings nicht nur dazu dienen, Wirklichkeit zu registrieren, sondern auch dazu, Wirklichkeit zu konstruieren“, so der Bildungsexperte, der nicht nur die Zahlenmagie zu entzaubern wusste. <b> </b></p>
<p>Den Schlusspunkt am Freitag setzte <b>Konrad Paul Liessmann</b> mit seinem fulminanten Impulsreferat „<b>So tun als ob. Die Kraft der Fiktion</b>“. Üblicherweise den Vortragsreigen einleitend, tauschte der Vortrag heuer aus terminlichen Gründen den Platz mit jenem von Jan Assmann. Nichtsdestoweniger brachte der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech wieder grundlegende Hypothesen, Argumente und Leitmotive in die Diskussion ein. Dabei rekurrierte er auf das 1911 veröffentlichte und „bis heute weit unterschätzte“ Werk „Philosophie des Als ob“ des Philosophen Hans Vaihinger, der selbst die Grundbegriffe der Naturwissenschaften als Fiktionen im Sinne zweckdienlicher Konstruktionen begriff. „Um bei der Lösung mancher Probleme weiterzukommen, müssen wir mit Unterstellungen, Annahmen, Fiktionen oder, um einen modernen Begriff zu verwenden, Modellen arbeiten. Diese fingierten Konzepte dürfen aber weder mit Hypothesen auf der einen noch mit Illusionen oder Täuschungen auf der anderen Seite verwechselt werden“, wie Liessmann erläuterte. Im Gegensatz zur heute weitverbreiteten Ansicht gebe es auch keine moralischen Tatsachen oder Wahrheiten, wohl aber moralische Fiktionen. Ethische Leitbegriffe sind keine Beschreibung der Wirklichkeit, sondern normativ aufgeladene Entwürfe, Vorstellungen, Konstruktionen, die es erlauben, manche Aspekte sozialen Lebens anders zu sehen und vor allem anders zu bewerten. Die Entschlüsselung von Fiktionen als heuristische, sprich neue Erkenntnisse fördernde Konstruktionen bildete auch den Ausgangspunkt für Argumentationsketten der darauffolgenden Referate.</p>
<p><b>Vom politischen Fiktionalismus über Astrophysik bis zum Todesalgorithmus </b></p>
<p>Der Samstag startete mit einem Referat von <b>Andreas Urs Sommer</b>, Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, unter dem Titel „<b>Politischer Fiktionalismus. Zur direkten Zukunft der Demokratie</b>“. In diesem stellte er als hoffnungsstiftende Fiktion die Stärken einer direkt-partizipatorischen Demokratie vor, wobei die Demokratiewende durch Selbstzweifel und Teilnahmetraining befördert wird. Im Anschluss daran beantwortete <b>Lambert Wiesing</b>, Professor für Bildtheorie und Phänomenologie im Institut für Philosophie an der Universität Jena, die Frage „<b>Wie können Bilder zu Fiktionen werden?</b>“. Nachdem er zunächst erläuterte, inwiefern laut gängiger philosophischer Bildtheorie jedes Bild an sich eine Fiktion ist, wodurch es uns vom Zwang befreit, nur sehen zu können, was real ist, fokussierte er sich auf die digitale Fotografie, welche eigentlich digitale Malerei genannt werden sollte. Das analoge Foto ist nämlich keine Fiktion, da es eine physikalische Spur des Dargestellten ist, während wir es durch die Digitalisierung immer häufiger mit Illusionen zu tun haben – aber nicht einer Sache, sondern eines Mediums. Gemeint sind Als-ob-Fotografien von irrealen Sachen wie etwa eines monströsen Cyborgs.</p>
<p>Da der für Samstagnachmittag geplante Vortrag von <b>Dietmar Dath</b> krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden musste, sprang <b>Barbara Bleisch</b> in die Bresche. Die Dozentin für Philosophie und Ethik an mehreren Universitäten, Mitglied der Tractatus-Jury, stellte sich und dem Publikum die Frage „<b>Echtheit – ein Wert?</b>“. Vom Beispiel des werthaltigen Unterschieds von Original und Kopie in der Kunst führten ihre Gedankengänge hin zur Authentizität im Zwischenmenschlichen, wofür die Selbsterkenntnis eine unabdingbare Voraussetzung sei. „Echt zu sein, heißt nichts anderes, als seinen besten Seiten treu und eingedenk zu leben“, so die Moralphilosophin. Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe am Samstag von der Astrophysikerin und Wissenschaftsredakteurin im Feuilleton der FAZ, <b>Sibylle Anderl</b>. Unter dem Titel „<b>Die Erforschung des Kosmos zwischen Fiktion und Empirie</b>“ bot sie spannende Einblicke in den aktuellen Wissenstand, vom Urknall bis hin zur Dunklen Materie, die im aktuellen teilchenphysikalischen Standardmodell bislang noch keinen Platz hat, oder auch der Dunklen Energie, die wiederum erklären soll, warum unser Kosmos sich beschleunigt ausdehnt. „Bislang werfen beide Phänomene noch viele Fragen auf, bei deren Beantwortung wir frustrierend langsam vorankommen“, so die Astrophysikerin Anderl.</p>
<p>Am Sonntagvormittag referierte die Kulturwissenschaftlerin <b>Sophie Wennerscheid</b>, Professorin für skandinavische Literatur am Institut für Nordische Studien und Sprachwissenschaft an der Universität Kopenhagen, über „<b>Illusion, Phantasma, Fake? Liebe in künstlichen Welten</b>“. Einleitend analysierte sie, inwiefern Beziehungen zwischen Menschen und humanoiden Robotern oder anderen künstlichen Figuren als schmerzfrei und deshalb kalt im Sinne von Eva Illouz Theorie der entemotionalisierten Partnerwahl auf Online-Plattformen zu bestimmen sind. Ihre Ausführungen mündeten in der Überlegung, ob nicht gerade die Partnerschaft im Modus des „Als-ob“ auf ein Beziehungsmodell verweist, das sich dem vermeintlich Faktischen entzieht und als produktive Kraft der Veränderung wirkt. Als Finale folgte der Vortrag des Tractatus-Preisträgers 2020, des freien Autors <b>Roberto Simanowski</b>, renommierter Kultur- und Medienwissenschaftler sowie Gründer und Herausgeber des Online-Journals für digitale Literatur dichtung-digital. Mit starkem Bezug auf sein im letzten Jahr mit dem Tractatus prämiertes Werk entwarf er unter dem Titel „<b>Todesalgorithmus. Die Fiktionen der künstlichen Intelligenz</b>“ ein Zukunftsszenario, in dem wir unsere Entscheidungsmacht sowohl als Individuum als auch als Gesellschaft der KI abgetreten haben, da diese frei von menschlichen Schwächen ist. Der Digitalexperte versteht die von ihm entworfene Dystopie einer Diktatur purer Rationalität als ein Denken oder Spekulieren auf Vorrat, ohne das sich Zukunft nicht fassen lasse. „Wer sich an das hält, was ist, bremst zu früh und verspielt die Aussicht, Gefahren und Chancen zu erkennen, bevor sie entstehen“, so Simanowski.</p>
<p>Wie gewohnt werden wieder sämtliche Vorträge des Philosophicum 2021 in einem <b>Sammelband</b> beim <b>Paul Zsolnay Verlag</b> erscheinen. Zudem können sie als Audio-CD bei <b>Carpe diem – Kongressdokumentation</b>bestellt werden.</p>
<p><b>Das Thema des Philosophicum Lech 2022 </b></p>
<p>Das <b>25. Philosophicum Lech</b> findet <b>vom 20. bis 25 Semptember 2022</b> statt und widmet sich dem Thema „<b>Der Hass. Anatomie eines elementaren Gefühls</b>“. Beim Jubiläum ist wieder mit einem starken Publikumsandrang zu rechnen, weshalb eine frühzeitige Anmeldung (online ab Montag, 4. April 2022) empfohlen wird!</p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-5_27.09.21.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf"><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-5_27.09.211.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2021_PM 5_27.09.21</a></a></p>
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		<title>Tractatus-Verleihung im Rahmen des 24. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2021 09:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2021-09-25 Feierliche Verleihung des Tractatus 2021 an Christoph Möllers und Würdigung des letztjährigen Preisträgers Roberto Simanowski  Im Rahmen des 24. Philosophicum Lech erfolgte am Freitagabend die feierliche Verleihung des Tractatus 2021. Ausgezeichnet mit dem renommierten Essay-Preis, dotiert mit 25.000 Euro, wurde der Rechtsphilosoph Christoph Möllers für sein Werk „Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik“. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lech, 2021-09-25</p>
<p><b>Feierliche Verleihung des Tractatus 2021 an Christoph Möllers und Würdigung des letztjährigen Preisträgers Roberto Simanowski </b></p>
<p><b>Im Rahmen des 24. Philosophicum Lech erfolgte am Freitagabend die feierliche Verleihung des Tractatus 2021. Ausgezeichnet mit dem renommierten Essay-Preis, dotiert mit 25.000 Euro, wurde der Rechtsphilosoph Christoph Möllers für sein Werk „Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik“. Live zugeschalten aus dem ehemaligen Arbeitszimmer von Thomas Mann in dessen Exil-Heimat Los Angeles betonte er in der Dankesrede seine besondere Freude aufgrund des Charakters des Tractatus. Vor Ort in Lech am Arlberg war wiederum der Preisträger des letzten Jahres Roberto Simanowski, der nochmal im Podiumsgespräch mit Barbara Bleisch gewürdigt wurde. Michael Krüger als weiteres Jurymitglied hielt die Laudatio auf Möllers. So präsentierte sich der Festakt insgesamt als ein Abend voll trefflicher Momente und geistiger Brillanz. <span id="more-5925"></span></b></p>
<p>Der Freitagabend ist seit vielen Jahren ein besonderes Glanzlicht des Philosophicum Lech. Die feierliche Verleihung des Tractatus fand heuer bereits zum 13. Mal statt, wie der Obmann des Vereins Philosophicum Lech <b>Ludwig Muxel</b> in seiner Festrede unterstrich und sich nachdrücklich bei den privaten, anonym bleibenden Sponsoren bedankte. Mit 25.000 Euro zählt der Tractatus als Preis für philosophische Essayistik zu den höchstdotierten und renommiertesten auf diesem Felde im deutschsprachigen Raum. Seit 2009 werden damit herausragende philosophisch-kulturwissenschaftliche Publikationen prämiert, „die uns helfen, unsere Zeit und uns selbst, die wir in dieser Zeit stehen und von ihr geprägt werden, zu verstehen oder vielleicht auch kreativ umzudeuten“, wie <b>Barbara Bleisch</b> erklärte. Die Schweizer Philosophin, bekannt als Moderatorin der Sendung „Sternstunde Philosophie“ im Radio und Fernsehen SRF, ist Mitglied der Tractatus-Jury und führte durch den Abend. Zugegen waren auch die weiteren Jurymitglieder, der aus Österreich stammende Autor und Journalist <b>Thomas Vašek</b>, Gründungschefredakteur der Philosophiezeitschrift „Hohe Luft“, der deutsche Schriftsteller und Essayist <b>Michael Krüger</b>, ehemaliger Verlagsleiter der Carl Hanser Literaturverlage, sowie der Juryvorsitzende (nicht stimmberechtigt) <b>Konrad Paul Liessmann</b>, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech.</p>
<p>Ebenfalls anwesend war der <b>Tractatus-Preisträger 2020 Roberto Simanowski</b>. Trotz der pandemiebedingten Verschiebung des Philosophicum Lech im letzten Jahr fand im Herbst 2020 die Tractatus-Verleihung statt, allerdings nur in kleinem Kreis. Daher wurde die Gelegenheit genutzt, Simanowski ein weiteres Mal zu würdigen und auf das Podium zu bitten. Barbara Bleisch sprach mit ihm vor dem Hintergrund der Corona-Zeit über sein mit dem Tractatus bedachtes Buch „<b>Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz</b>“. In diesem zeichnet der weltweit angesehene Literatur- und Medienwissenschaftler das Zukunftsszenario einer allumfassenden Digitalisierung – mit der kühnen Überlegung, dass der Mensch der weiterentwickelten künstlichen Intelligenz die Entscheidungen überlassen könnte, um sich angesichts grundlegender Problematiken wie des Klimawandels und mangelnder Willenskraft vor sich selbst zu schützen. Auf die Frage von Bleisch, ob dies eine reine gedankliche Spielerei sei oder mehr, meinte Simanowski: „Ich nenne es lieber eine philosophische Spekulation, die uns über das Naheliegende hinausbringt, wodurch wir sehen können, was auf uns zukommt, wenn die schwache künstliche Intelligenz sich zu einer starken entwickelt.“ Am <b>Sonntag, den 26. September, um 10:30 Uhr</b> wird Roberto Simanowski im Rahmen des Philosophicum Lech einen Vortrag unter dem Titel „<b>Todesalgorithmus. Die Fiktionen der künstlichen Intelligenz</b>“ halten.</p>
<p><b>Feierliche Verleihung des Tractatus 2021 mit Laudatio von Michael Krüger </b></p>
<p>Anschließend an die abermalige Würdigung Simanowskis erfolgte die Verleihung des <b>Tractatus 2021</b>. Preisträger ist <b>Christoph Möllers</b>, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin-Grunewald, dessen Buch „<b>Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik</b>“ prämiert wurde. Dabei handelt es sich, so die Begründung der Tractatus-Jury, um „den geglückten Versuch (…), die seit dem 18. Jahrhundert umlaufenden liberalen Ideen zur freiheitlichen Ordnung der Gesellschaft für unsere Gegenwart zu prüfen. In 349 kurzen Mini-Essays, die durch Verweise miteinander verbunden sind, entwickelt Möllers ein Mosaik der Freiheit, wie es klarer und in seiner Vielfältigkeit dennoch schillernder nicht zu denken ist.“</p>
<p>In der Laudatio ging Michael Krüger des Näheren darauf ein, wodurch der „politische Reiseführer, der ein liberales Orientierungsmuster entwirft“, wie Möllers selbst sein Buch nennt, die Jury voll und ganz überzeugte. Dieses habe aus verschiedenen Gründen fasziniert, wie etwa durch seine ungewöhnliche, die Phantasie anregende Form oder auch durch die Vielzahl an oft in Sentenzen zusammengefassten Ideen. Gedankenreich und gespickt mit Verweisen war auch die Laudatio, in der Krüger auf die Herausforderung, aus der Fülle wie auch Breite an gelungenen philosophischen Essays zu wählen, ebenso einging wie auf die vermutlichen historischen Vorbilder für die hochkomplexe Struktur des Werks sowie nicht zuletzt auf die Entwicklung des Liberalismus und dessen Einschätzung in den letzten Jahrzehnten, kombiniert mit einer kritischen Zeitdiagnose. „Und heute lese ich, lesen wir staunend in dem Buch von Christoph Möllers, mit welcher Sorgfalt, aber auch brennenden Interesse, mit welcher Lust und Empathie, mit welchem Scharfsinn er sich des Liberalismus annimmt, um das Auslaufmodell wieder flott zu kriegen!“ Ludwig Muxel bezeichnete Christoph Möllers bei der offiziellen Verleihung des Tractatus 2021 einen wahrlich würdigen Preisträger und gratulierte ihm im Namen des Vereins Philosophicum Lech.</p>
<p><b>Fulminante Dankesrede des Tractatus-Preisträgers Christoph Möllers </b></p>
<p>Überreicht werden im buchstäblichen Sinne konnte der Essay-Preis allerdings nicht, da Christoph Möllers zurzeit als Thomas Mann Fellow in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles in Kalifornien weilt. Zugeschaltet per Zoom und Videowall war er bei dem Festakt dennoch präsent und merkte einleitend an, dass er sich im Arbeitszimmer des deutschen Literaturnobelpreisträgers befinde. Nachdem Möllers zunächst seinem Bedauern Ausdruck verlieh, nicht in Lech sein zu können, betonte er seine besondere Freude über den Preis aus drei Gründen, wie er erläuterte. Der erste Grund sei tatsächlich, dass der Preis aus Österreich kommt, ist doch sein Eindruck, „dass die Öffentlichkeit vielleicht etwas kritischer, das Geschmacksurteil vielleicht noch etwas strenger, das Formbewusstsein vielleicht noch etwas höher, der Sinn für unkonventionelle Ästhetik vielleicht noch etwas größer als in Deutschland“ sei. Als zweiten Grund nannte Möllers, dass die Prämierung etwas mit der Form des Buches zu tun hat, was ihn sehr stolz mache, sei die Arbeit daran doch schwierig gewesen. Ein Ziel: „Das Buch ist dezidiert darauf angelegt, die Lesenden ein gewisses Stück weit auch mit Fragen allein zu lassen, Dinge offen zu lassen (…). Es ist in gewisser Weise auch Teil meines Verständnisses davon, wie Liberalismus praktiziert werden muss. Das hat zum Ergebnis, dass sich die Leserinnen und Leser selbst ihre Gedanken machen und überlegen müssen, wie sie sich in einen politischen Prozess einbeziehen.“ Der dritte Grund sei der Name des Preises, denke man bei diesem doch an Autoren, „die viele Etagen höher in der Geistesgeschichte logieren“ und ihm tatsächlich „als unerreichbare Vorbilder“ gedient haben – wie Wittgenstein, Spinoza oder Theodor W. Adorno, der seine Minima Moralia in Kalifornien geschrieben hat, wie Möllers nebenbei anmerkte. In Hinblick darauf, dass das lateinische Wort Tractatus auf Deutsch Abhandlung bedeutet, habe er allerdings eher einen Anti-Tractatus geschrieben. Sei sein Buch doch ein Versuch, „vorzuführen, warum es im Bereich der politischen Philosophie eben gerade nicht richtig ist, systematische Abhandlungen zu schreiben, weil damit der notwendige Widerspruchsreichtum der politischen Praktik nicht eingefangen wird.“ Im Weiteren schlug der Rechtsphilosoph noch einen Bogen vom Begriff der Dankesrede zum Inhalt seines Werks, indem er über die Bedeutung des Verdienstes reflektierte und dialektisch anmerkte, dass Dankbarkeit eigentlich der Gegenbegriff zu Verdienst sei, er sich aber nichtsdestoweniger für die Verleihung des Tractatus herzlich bedanke. Barbara Bleisch brachte abschließend den Charakter von Möllers Dankesrede, samt der Brillanz der Gedankengänge auf den Punkt: „Es war herrlich, Ihnen zuzuhören.“</p>
<p>Weitere Informationen auf <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<h2><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-4_25.09.21.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2021_PM 4_25.09.21</a></h2>

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		<title>Feierliche Eröffnung des 24. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 21:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Lech, 2021-09-23 Großen Anklang bei den internationalen Gästen und Vortragenden fand heute die feierliche Eröffnung des 24. Philosophicum Lech  Bereits zum 24. Mal lädt das Philosophicum Lech zur tiefgründigen Erörterung und Diskussion eines ebenso zeitlosen wie hochaktuellen Themas. Unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ wird von 22. bis 26. September zeitgeistigen Phänomenen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lech, 2021-09-23</p>
<p><b>Großen Anklang bei den internationalen Gästen und Vortragenden fand heute die feierliche Eröffnung des 24. Philosophicum Lech <span id="more-5708"></span></b></p>
<p><b>Bereits zum 24. Mal lädt das Philosophicum Lech zur tiefgründigen Erörterung und Diskussion eines ebenso zeitlosen wie hochaktuellen Themas. Unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ wird von 22. bis 26. September zeitgeistigen Phänomenen wie Fake News, Medienblasen und Verschwörungstheorien auf den Grund gegangen wie auch der Frage, woher das Bedürfnis nach Illusionen oder auch der Selbsttäuschung rührt. Renommierte Vortragende aus diversen Wissenschaftsdisziplinen versprechen ein abwechslungsreiches Programm. Das gut besuchte Symposium führt wieder Interessierte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zum anregenden Austausch nach Lech am Arlberg. </b></p>
<p>Nachdem die Tagung vergangenes Jahr pandemiebedingt leider verschoben werden musste, ist die Freude umso größer, heuer wieder zahlreiche Teilnehmende beim 24. Philosophicum Lech begrüßen zu dürfen, wie Altbürgermeister <b>Ludwig Muxel</b> in seiner Eröffnungsrede unterstrich. Als neuer Obmann des Vereins Philosophicum Lech verwies er auf die großen Verdienste seines Vorgängers, des im letzten Jahr verstorbenen <b>Guntram Lins</b>. Zudem bedankte er sich für das große Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch der Medien sowie für die Flexibilität der Vortragenden, die ihre Zusage trotz der Verschiebung der Tagung um ein Jahr allesamt erneuerten. Nicht zuletzt galt sein Dank der Unterstützung durch die öffentliche Hand sowie den Sponsoren, und kam er auch auf die Aktualität des diesjährigen Themas zu sprechen. Unter dem Titel „<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ hat der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech <b>Konrad Paul Liessmann</b> namhafte Philosophen, Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaftler geladen, um für eine so vielschichtige wie profunde Auseinandersetzung mit einem höchst brisanten, wenngleich auch zeitlosen Thema zu garantieren. „Wie wirken Fiktionen in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens, von der Kunst bis zur Wissenschaft, von der Liebe bis zur Bildung, von der Moral bis zur Politik, wann und warum benötigen wir diese Fiktionen und wann werden sie gefährlich, wie viel Wahrheit verträgt der Mensch überhaupt und wie viele Täuschungen gehören zu einem guten Leben?“, lässt er im heurigen Vorwort das breite Spektrum an Fragen anklingen, die <b>vom 22. bis 26. September 2021</b> erörtert werden.</p>
<p>Maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Philosophicum Lech beigetragen hat Konrad Paul Liessmanns „außerordentliches Themengespür“, so der Bürgermeister von Lech <b>Stefan Jochum</b> in seinen Begrüßungsworten. Dabei hob er auch die Bedeutung des Symposiums für die Entwicklung des kulturellen Angebots in seiner Heimatgemeinde hervor. Unter dem Titel „Kultur am Berg“ reicht dieses mittlerweile von einem breitgefächerten Musikprogramm, darunter das „Lech Classic Festival“, über den vom legendären Lichtkünstler <b>James Turrell</b> entworfenen „Skyspace Lech“ bis hin zum „Literaricum Lech“, das unter Leitung der aus dem Schweizer Fernsehen bekannten Kulturjournalistin <b>Nicola Steiner</b> im Juli erfolgreich Premiere feierte. Das Konzept stammt vom Vorarlberger Schriftsteller <b>Michael Köhlmeier</b>, der einst auch Ideengeber und Mitbegründer des Philosophicum Lech war, und dem gleichermaßen international renommierten Literaten <b>Raoul Schrott</b>. Die Vorbildwirkung des Philosophicum Lech war auch den Worten des dritten Festredners, Vorarlbergs Landeshauptmann <b>Markus Wallner</b> zu entnehmen. So verwies er auf die besondere Strahlkraft des Symposiums weit über die Landesgrenzen hinaus und die Entwicklung von Lech am Arlberg zu einem Zentrum für philosophische, kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion, für Diskussion und Begegnung.</p>
<p><b>Magna-Impulsforum als traditioneller Auftakt zum Philosophicum Lech</b></p>
<p>Wie seit vielen Jahren bewährt, gab das <b>Magna-Impulsforum</b> den Auftakt zum Philosophicum Lech. Unter Schirmherrschaft des Hauptsponsors widmete sich die Podiumsdiskussion dem Thema „<b>So tun als ob. Fiktionen in Politik und Gesellschaft</b>“. Als Gesprächsleiter fungierte der prominente österreichische Journalist und Fernsehmoderator <b>Michael Fleischhacker</b>, zur Diskussion geladen waren der ehemalige Redakteur des SPIEGEL und aktuell deutsche Botschafter in Österreich <b>Ralf Beste</b>, die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs und bis 2019 Abgeordnete für NEOS zum österreichischen Nationalrat <b>Irmgard Griss</b>, der ehemalige österreichische Bundeskanzler und Vorsitzende der SPÖ <b>Christian Kern</b> sowie die Nationalratsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Grünen im „Ibiza-Untersuchungsausschuss“ <b>Nina Tomaselli</b>. Als Einstieg wandte sich Fleischhacker an Kern mit der Frage, wie dieser seine einstige Einschätzung als Bundeskanzler im Nachhinein sehe, dass 95 % der Politik Inszenierung sei. Er erhöhte auf 99 %, betonte aber, dass dies eine beschreibende Aussage sei und nicht etwas, was er für eine Normalität, schon gar nicht eine anstrebenswerte halte. Sein Resümee aus drei Jahren in der Politik ist, dass diese sich zu einer hoch sophistizierten Technik zur Überredung und Verführung entwickelt habe. Tomaselli, angesprochen auf die Arbeit im Ibizia-Untersuchungsausschuss, meinte, es ginge in einem solchen keineswegs um Inszenierung, sondern einen politischen Selbstreinigungsprozess sowie Lehren daraus, die zu wichtigen Gesetzesbeschlüssen führen. Bezüglich Letzteren zeigte sich Griss skeptisch, da nach ihrer Erfahrung vollmundig verkündete Vorhaben stets auch Inszenierung sind, im Sinne der Redensart: „Der Berg kreißt, eine Maus kommt heraus.“ Beste kam auf Aspekte der Notwendigkeit von Fiktion in der Diplomatie zu sprechen, wie etwa vorausblickende Annahmen zu treffen. So müsse man damit rechnen, dass auch die schlimmste Fiktion wahr werden könnte, um nicht überrascht zu werden – siehe Donald Trump. Die Schlusspointe der höchst unterhaltsamen Gesprächsrunde hatte Christian Kern mit einer Anekdote über seinen ersten Besuch bei Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. Sie meinte: „Einen Rat kann ich dir geben, in der Politik ist es so: Du kannst es nicht so dumm denken, wie es hinterher kommt.“</p>
<p><b>Impulsreferat von Günther Apfalter sowie Eröffnungsvortrag von Jan Assmann</b></p>
<p>Im Anschluss an die feierliche Eröffnung hielt Günther Apfalter, President | Magna Europe &amp; Asia, ein Impulsreferat unter dem Titel „<b>Brauchen Ingenieure die Kraft der Fiktion?</b>“ In diesem wies er auf die Bedeutung von Fiktionen auch in der Wirtschaft und technologischen Entwicklung hin. So fehlten zurzeit nicht nur der Politik große Geschichten im Sinne von Visionen, sondern auch in etlichen Branchen. Jedenfalls brauche man kraftvolle, inspirierende Fiktionen, die uns Sinn, Orientierung und Zusammenhalt geben. „Fakten ohne Fiktionen sind bedeutungslos. Fiktionen ohne Fakten sind wirkungslos“, so Günther Apfalter abschließend.</p>
<p>Abgerundet wurde der Donnerstag mit dem Eröffnungsvortrag von <b>Jan Assmann</b>, Professor em. fürÄgyptologie an der Universität Heidelberg sowie Professor für Allgemeine Kulturwissenschaft und Religionstheorie an der Universität Konstanz, über „<b>Religion und Fiktion</b>“. Ausgehend von der Feststellung, dass die Religion zu jenen Bereichen des individuellen und kollektiven Lebens gehört, die nur im Modus des „Als ob“ funktionieren, beschrieb er anhand eines entwicklungsgeschichtlichen Dreischritts verschiedene Aspekte dieser Charakteristik: von der ägyptischen als Beispiel einer kosmotheistischen Religion über einen Blick auf Israel und den strikten Monotheismus der Thora hin zum Problem, das sich aus der Koexistenz der drei aus der hebräischen Bibel hervorgegangenen Religionen mit ihren konkurrierenden Wahrheitsansprüchen ergibt – des rabbinischen Judentums, des Christentums und des Islams. Als Lösung dieses Problems im Sinne des Als-ob präsentierte er die Ringparabel aus Gotthold Ephraim Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“. So wie in dieser Fabel keiner der drei Söhne sicher sein kann, wer von ihnen den echten Ring vom Vater geerbt hat und wer eine der beiden Kopien, so ließe sich auch nicht beweisen, welche der drei Religionen im Besitz der einzigen Wahrheit ist, was zu einer Selbstrücknahme in Anerkennung der gemeinsamen Ausrichtung auf die Wahrheit führen sollte. Man müsse die beiden anderen „anerkennen und achten, ‚als ob‘ auch sie im Recht wären“. Abschließend erläuterte der angesehene Religions- und Kulturwissenschaftler, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2018, gemeinsam mit seiner Ehefrau Aleida Assmann, in welcher Hinsicht auch unser säkulares Zeitalter auf die Religion im Modus des Als-ob angewiesen bleibt.</p>
<p><b>Philosophicum Dialoge – neues Forum zu brisanten Fragen der Gegenwart</b></p>
<p>Dem Symposium vorausgegangen sind heuer erstmals die <b>Philosophicum Dialoge</b> am <b>Dienstag, den 21. September</b> als zwei 90-minütige Diskussionen am Vor- sowie Nachmittag. Bei dem von Konrad Paul Liessmann konzipierten neuen Format wird unabhängig vom jeweiligen Tagungsthema über brandaktuelle Fragen debattiert. Zum argumentativen Austausch geladen werden prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Medien, die dank ihrer fachlichen Kompetenz und Erfahrungen aus der beruflichen Praxis für eine perspektivenreiche und durchaus auch kontroversielle Auseinandersetzung bürgen dürften. Bei der Premiere lautete das Thema „<b>Philosophie der Pandemie</b>“. Als Moderator für die Philosophicum Dialoge gewonnen werden konnte <b>Armin Thurnher</b>, der einleitend anmerkte, dass er immer schon mal am Philosophicum Lech teilnehmen wollte und sich freut, nunmehr für die Moderation eingeladen worden zu sein. Bei der vormittäglichen Diskussion konnte es sich der Herausgeber der österreichweit anerkannten Wiener Stadtzeitung nicht nehmen, zu bestimmten Thesen Stellung zu nehmen, ging es doch um die Rolle der Medien in Hinblick auf die Corona-Pandemie. Als Dialogpartner begrüßte er auf dem Podium <b>Michael Fleischhacker</b>, bekannt als Moderator der Sendung „Talk im Hangar 7“ des österreichischen Privatsenders „Servus TV“ und Herausgeber sowie Mitautor des Buches „Corona: Chronologie einer Entgleisung“. Ihm gegenüber saß <b>Konrad Paul Liessmann</b>, der aufgrund der krankheitsbedingten Absage von <b>Corinna Milborn</b>, österreichische Politikwissenschaftlerin und Journalistin, kurzfristig eingesprungen war. Die Diskussion entzündete sich u. a. an einem von Thurnher vorgebrachten Zitat Fleischhackers: „Die Coronakrise scheint mir in erster Linie eine Krise der hysterisierten Öffentlichkeit und des stillgelegten wissenschaftlichen Diskurses zu sein.“ In einem überaus lebendigen Schlagabtausch ging es daraufhin z. B. darum, ob die Wissenschaftler bei ihren medialen Auftritten geradezu in eine aktionistische und moralisierende Rolle gedrängt wurden oder ob diese aus einer intrinsischen Motivation, sprich Eigeninteressen resultierte. Einig war man sich in dem Befund, dass die Medien in Österreich nicht genügend Druck erzeugt haben, um der Politik und den Behörden die Veröffentlichung ausreichender und verlässlicher Daten abzuverlangen, die für eine seriöse Berichterstattung unabdingbar sind.</p>
<p>Beim nachmittäglichen Dialogforum debattierte dann <b>Robert Pfaller</b>, Professor für Philosophie an der Kunstuniversität Linz, mit dem Schweizer Philosophen und Sozialunternehmer <b>Adriano Mannino</b>, Leiter des „Solon Center for Policy Innovation“ der Parmenides Stiftung in München-Pullach, der seit Pandemiebeginn mit seinem interdisziplinären Team Regierungen im deutschen Sprachraum berät. Als Risiko-Ethiker plädierte Mannino dafür, sich auf diverse Katastrophenszenarien rechtzeitig vorzubereiten, womit auch die gesellschaftliche Diskussion allenfalls nötiger bzw. möglicher Maßnahmen gemeint ist, was allein solche Phänomene wie die derzeitige Spaltung der Gesellschaft vermeiden könnte. Pfaller brachte Aspekte des politischen Versagens während der Pandemie zur Sprache. So äußerte er seine Wut darüber, dass die hohe Anzahl an Corona-Opfern in Italien und Spanien auf die starken Einsparungen in den Gesundheitssystemen zurückzuführen sei, welche den Ländern von der Europäische Zentralbank nach der Finanzkrise abverlangt wurde, weshalb man die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen sollte. „Der Philosoph als Racheengel – auch was Gutes“, kommentierte Moderator Armin Thurnher, der sich für die „lebhaften bis leidenschaftlichen Beiträge“ bedankte. Bei entsprechender Publikumsresonanz sollen die Philosophicum Dialoge auch in den kommenden Jahren das Philosophicum Lech ergänzen. Angesichts der gelungenen Premiere, was Niveau und Dynamik der Debatten anbelangt, dürfte damit zu rechnen sein.</p>
<p><b>Philosophisch-literarischer Vorabend und attraktives Rahmenprogramm</b></p>
<p>Der <b>philosophisch-literarische Vorabend</b>, am <b>Mittwoch, den 22. September</b> stand heuer unter dem Titel „<b>Wie man sich täuschen kann</b>“, den <b>Konrad Paul Liessmann</b> und <b>Michael Köhlmeier</b> gleich zum Programm machten. Bereits bei den Begrüßungsworten führte Liessmann das Publikum auf Glatteis, indem er zunächst dessen Erwartungen wachrief – nämlich in gewohnter Manier ein Wechselspiel von Erzählungen Köhlmeiers, meist aus dem Fundus der antiken Mythologie, und seinen philosophischen Ad-hoc-Interpretationen derselben zu erleben –, und schließlich offenbarte, dass diese enttäuscht werden müssen. Stattdessen drehte sich dieses Mal das unterhaltsame Zwiegespräch allein um „Hamlet“. Als profunde Kenner des shakespearschen Klassikers entsponnen die beiden das komplexe Geflecht an Täuschungsmanövern sowohl der Figuren als auch des Autors des Meisterstücks. Zudem wurde beispielsweise darüber sinniert, ob und wenn ja, warum der Tod eines fiktiven Helden uns stärker berühren kann als eine Tragödie im realen Leben.</p>
<p>Als Rahmenprogramm wurde heute zur Exkursion ins Kunsthaus Bregenz geladen, mit Rundgang durch die Ausstellung von <b>Anni Sala</b> sowie Diskussion zwischen dem KUB-Direktor <b>Thomas D. Trummer</b> und der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin <b>Sophie Wennerscheid</b>. Des Weiteren bietet sich die Ausstellung „<b>FESCH! Mode für den Schnee</b>“ des Lechmuseums im Huber-Hus sowie frühmorgens und abends eine Führung zum magischen Lichtraum „Skyspace“. Am <b>Freitag, den 24. September, um 21 Uhr</b> erfolgt als alljährliches Glanzlicht im Rahmen des Symposiums die feierliche Verleihung des <b>Tractatus</b>, des Essay-Preises des Philosophicum Lech.</p>
<p>Weitere Informationen auf <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-3.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Pressemeldung als PDF</a></p>
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		<title>Pressemeldung &#8211; Den Tractatus 2021 erhält der Rechtsphilosoph Christoph Möllers</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 22:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus Literaturpreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgezeichnet mit dem Tractatus 2021 wird der deutsche Rechtsphilosoph Christoph Möllers für sein Buch „Freiheitsgrade“, das formal außergewöhnlich und argumentativ brillant neue Perspektiven auf Liberalismus, Freiheit und politische Praxis eröffnet.   Lech, 8. September 2021 &#8211; Seit 2009 würdigt der Verein Philosophicum Lech herausragende Publikationen aus dem Bereich der philosophisch-kulturwissenschaftlichen Essayistik mit dem Tractatus. Dank [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<h3 align="left"><b>Ausgezeichnet mit dem Tractatus 2021 wird der deutsche Rechtsphilosoph Christoph Möllers für sein Buch „Freiheitsgrade“, das formal außergewöhnlich und argumentativ brillant neue Perspektiven auf Liberalismus, Freiheit und politische Praxis eröffnet.  <span id="more-5388"></span></b></h3>
<p><i>Lech, 8. September 2021 &#8211; Seit 2009 würdigt der Verein Philosophicum Lech herausragende Publikationen aus dem Bereich der philosophisch-kulturwissenschaftlichen Essayistik mit dem Tractatus. Dank privater Sponsoren mit 25.000 Euro hoch dotiert, gilt die Auszeichnung als eine der renommiertesten auf diesem Felde im deutschsprachigen Raum. Tractatus-Preisträger 2021 ist Christoph Möllers, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Buch „Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik“ prämiert wird. In 349 essayistischen Kurzkapiteln „entwickelt Möllers ein Mosaik der Freiheit, wie es klarer und in seiner Vielfältigkeit dennoch schillernder nicht zu denken ist“, heißt es in der Begründung der Tractatus-Jury. Die feierliche Verleihung des Tractatus 2021 erfolgt am Freitag, den 24. September um 21.00 Uhr im Rahmen des Philosophicum Lech, das sich vom 22. bis 26.09.2021 unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ einem breiten Spektrum an zeitlosen wie auch hochaktuellen Fragen widmet.      </i></p>
<p>Der Tractatus wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen, um überragenden Publikationen auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzung und Standortbestimmung verstärkt Geltung zu verschaffen. Mit 25.000 Euro dank privater Sponsoren hoch dotiert und von hohem Renommee, soll der Essay-Preis des Philosophicum Lech alljährlich verlässlich Auskunft über höchste Qualität geben und einen herausragenden Beitrag zu einer Debatte von öffentlichem Interesse in den Fokus rücken. Die mit dem Tractatus prämierten Werke seit 2009 spiegeln die enorme thematische Bandbreite philosophisch-kulturwissenschaftlicher Essayistik wider, zugleich zeugen sie von hohem sprachlich-stilistischen Niveau wie auch von argumentativer Schärfe und Bravour. Es ist kein Leichtes für die Jury, aus der Fülle an exzellenten Publikationen zu grundlegenden Fragen und brisanten Themen unserer Zeit zu wählen. Unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, (nicht stimmberechtigt) berät die dreiköpfige Jury – bestehend aus der Philosophin Barbara Bleisch (CH), dem Schriftsteller und ehemaligen Verleger Michael Krüger (D) sowie dem Autor und Journalisten Thomas Vašek (A) – bereits im Frühjahr über die engere Auswahl, die schließlich in der Shortlist für den Tractatus mündet. Jeweils Anfang Juli veröffentlicht, ist sie als lobende Anerkennung sowie Lektüreempfehlung zu verstehen.</p>
<p><a href="http://www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2021">www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2021</a></p>
<p>Nach eingehender Jury-Diskussion wird der Tractatus 2021 Christoph Möllers zuerkannt. Exemplarisch prämiert wird sein Buch „Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik“, das im September 2020 in der edition suhrkamp erschienen ist und seit April 2021 bereits in 3. Auflage vorliegt. Das Buch löste weit über die Fachkreise hinaus große Resonanz aus, einzelne Aspekte von Möllers Ausführungen werden durchaus kontroversiell diskutiert, unbestritten bleibt dabei, dass die &#8220;Freiheitsgrade&#8221; von geistiger Schärfe geprägt, von ihrer Struktur her in erfrischender Art außergewöhnlich sowie ein höchst wertvoller, inspirierender Beitrag zu politischen Debatten der Gegenwart sind. Damit erfüllt es die drei vorrangigen Kriterien für die Vergabe des Tractatus: die Relevanz des Themas, die gelungene sprachliche Gestaltung und die Originalität des Denkansatzes.</p>
<p>In Hinblick auf Letzteres sei auf die einführenden Worte von Möllers verwiesen: <i>„Es ist kein wissenschaftliches, schon gar kein politikwissenschaftliches Buch, sondern ein politischer Reiseführer, der ein liberales Orientierungsmuster entwirft; der Versuch eines Teilnehmers, sich </i><i>einen Reim auf die Verhältnisse zu machen, der kohärent genug ist, um durch die politische Landschaft der Gegenwart zu führen.&#8221;</i> Die dafür gewählte Form einer losen Abfolge von miteinander vernetzten Kurzessays entspricht ganz diesem Ansinnen. Diese Struktur ermöglicht eine nichtlineare Lektüre und fördert die geistige Beweglichkeit beim Ausloten des jeweiligen Themas in verschiedene Richtungen. So liefert der Autor zahlreiche Denkanstöße, deren Originalität und argumentative Brillanz neue Perspektiven auf die Traditionen, Vorstellungen, Werte und Widersprüche des Liberalismus eröffnet.</p>
<p>Christoph Möllers ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin-Grunewald. Als einer der renommiertesten Vertreter der deutschen Rechtswissenschaft stellt er sich mit seinem neuesten Buch der Frage, wie der allerorten zu beobachtenden Bedrohung der liberalen Demokratie zu begegnen ist und bietet statt wohlfeilen Antworten bestechend scharfe Analysen und eine breitgefächerte, fundierte Grundlage, das liberale Projekt fortzudenken. „Freiheitsgrade“ war für den Deutschen Sachbuchpreis 2021 und den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 nominiert und sei insbesondere, doch nicht allein politisch Interessierten als aufschlussreiche Lektüre zu einer der drängendsten Fragen unserer Zeit empfohlen. In der Jury-Begründung zur Verleihung des Tractatus 2021 schreibt Michael Krüger: „Christoph Möllers (…) hat in seinem Buch ‚Freiheitsgrade‘ den geglückten Versuch unternommen, die seit dem 18. Jahrhundert umlaufenden liberalen Ideen zur freiheitlichen Ordnung der Gesellschaft für unsere Gegenwart zu prüfen. In 349 kurzen Mini-Essays, die durch Verweise miteinander verbunden sind, entwickelt Möllers ein Mosaik der Freiheit, wie es klarer und in seiner Vielfältigkeit dennoch schillernder nicht zu denken ist. Undogmatisch, voller Klugheit und Witz, elegant und ohne alle Besserwisserei geschrieben, ist ihm ein ‚Handorakel‘ gelungen, das alle lesen sollten: die Dogmatiker und Besserwisser ebenso wie die, die entschlossen sind, die Welt, in der wir leben, nicht mehr durchschauen zu wollen.“</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pressestimmen:</span></p>
<p><i>„&#8230; ein eminent politisches Buch, das nicht nur von liberalem Denken und Handeln, sondern von den Problemen der Politik insgesamt handelt.</i><i>“<br />
</i>Herfried Münkler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2020</p>
<p><i></i><i>„Am Ende fühlt sich der Leser überwältigt von Virtuosität und Einfallsreichtum &#8230;“<br />
</i>Jens Hacke, DIE ZEIT, 12.11.2020</p>
<p><i></i><i>„</i><em>Freiheitsgrade </em><i>ist eines der besten Bücher der jüngsten Vergangenheit, reich an Beobachtungen, Gedanken, treffenden, oft aphoristischen Formulierungen.</i><i>“<br />
</i>Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 19.11.2020<br />
Die feierliche Verleihung des Tractatus findet am <b>Freitag, den </b><b>24. September 2021</b><b>, um 21:00 Uhr</b> statt und wird wieder einen Glanzpunkt des <b>Philosophicum Lech</b> darstellen. Unter dem Titel „<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ lädt dieses <b>vom</b> <b>22. bis 26.09.2021</b> nach <b>Lech am Arlberg</b> zur transdisziplinären Erörterung und Diskussion eines ebenso breiten wie brisanten Themenspektrums. Zudem widmet sich am <b>Dienstag, den 21. September</b> das neue Format der „<b>Philosophicum Dialoge</b>“, moderiert von FALTER-Herausgeber Armin Thurnher, der „<b>Philosophie der Pandemie</b>“.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b style="font-size: 1.17em;">Zur Person und Christoph Möllers‘ Publikationen:</b></p>
</div>
<p>Christoph Möllers (geb. 1969) studierte Rechtswissenschaf­ten, Philosophie und Komparatistik in Tübingen, Madrid und München. 1. Staatsexamen 1994 in München, 2. Staatse­xamen 1997 in Berlin, 1995 Master of Laws an der University of Chicago Law School, 1999 Promotion in München. Von 1997 bis 2000 war er Assistent an der TU Dresden, von 2000 bis 2004 am Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er mit der Venia Legendi für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Europa- und Völkerrecht habilitierte. 2004/2005 war Möllers Professor für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, von 2005 bis 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentli­ches Recht an der Georg-August-Universität Göttingen, seit 2009 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit April 2012 ist er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Gastprofessuren an den Universitäten Paris I und II, Princeton University, der Central European University und der London School of Economics. Als Prozessvertreter vor dem Bundesverfassungsgericht hat Christoph Möllers auch den deutschen Bundestag, Bundesrat und die Bundesregierung vertreten. Er ist Träger des Leibniz-Preises 2016 der Deutschen Forschungsgemeinschaft.</p>
<p>Zu seinen Monografien zählen: <em>Staat als Argument </em>(C.H.Beck, München 2000); <em>Digitale </em><i>Gewaltengliederung. Legitimation und Dogmatik im nationalen und internationalen Rechtsvergleich </i>(Mohr Siebeck, Tübingen 2005); <i>Der vermisste Leviathan. Juristische Staatstheorie in der Bundesrepublik</i> (Suhrkamp, Frankfurt a. Main 2008); <i>Demokratie – Zumutungen und Versprechen</i> (Wagenbach, Berlin 2008); <i>Das Grundgesetz – Geschichte und Inhalt</i> (C.H.Beck, München 2009); <i>The Three Branches. A Comparative Model of Separation of Powers</i>(Oxford University Press, Oxford 2013); <i>Die Möglichkeit der Normen. Über eine Praxis jenseits von Moralität und Kausalität</i> (Suhrkamp, Berlin 2015); <em>Demokratiesicherung in der Europäischen Union. Studie zu einem Dilemma</em><em> (gemeinsam mit Linda Schneider; Mohr Siebeck, Tübingen 2018)</em></p>
<p><b> </b></p>
<p><b>Christoph Möllers</b>:<b> </b><em>Freiheitsgrade. </em>Elemente einer liberalen politischen Mechanik<br />
Suhrkamp Verlag, Berlin 2020 (aktuell 3. Auflage, erschienen am 14.04.2021)<br />
ISBN 978-3-518-12755-1<br />
Broschur, 343 Seiten<br />
D: 18,00 € | A: 18,50 € | CH: 25,90 Fr.</p>

<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/pressemeldung-den-tractatus-2021-erhalt-der-rechtsphilosoph-christoph-mollers/freiheitsgrade_9783518127551_cover-2/' title='freiheitsgrade_9783518127551_cover'><img src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/freiheitsgrade_9783518127551_cover1.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="freiheitsgrade_9783518127551_cover" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/pressemeldung-den-tractatus-2021-erhalt-der-rechtsphilosoph-christoph-mollers/moellers_113_heikesteinweg_sv_250/' title='Christoph Möllers© Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Moellers_113_HeikeSteinweg_SV_250-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Christoph Möllers© Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag" /></a>

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		<title>Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 08:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für den Tractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt Anfang September, die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des 24. Philosophicum Lech statt. Die Auswahl der Titel wurde unter dem Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) von der dreiköpfigen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für den Tractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt Anfang September, die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des 24. Philosophicum Lech statt. <span id="more-5370"></span></i></p>
<p>Die Auswahl der Titel wurde unter dem Vorsitz von <b>Konrad Paul Liessmann</b> (nicht stimmberechtigt) von der dreiköpfigen Tractatus-Jury getroffen. Ihr gehören die Philosophin <b>Barbara Bleisch</b> (CH), der Schriftsteller und ehemalige <b>Verleger Michael Krüger</b> (D) und der Autor und Journalist <b>Thomas Va</b><b>š</b><b>ek</b> (A) an. Bisher außerdem als Juroren fungiert haben der österreichische Journalist und Autor <b>Helmut A. Gansterer</b>, die Schweizer Philosophin <b>Ursula Pia Jauch</b>, der deutsche Philosoph <b>Rüdiger Safranski</b> sowie der österreichische Philosoph und Kulturpublizist <b>Franz Schuh</b>.</p>
<p>Der auf Anregung von Schriftsteller <b>Michael Köhlmeier</b> vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2021 zum dreizehnten Mal vergeben und ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000€ Preisgeld hoch dotiert.</p>
<p><b>Folgende 7 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus 2021 nominiert </b></p>
<ul>
<li>Wolfram Eilenberger &#8211; Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943). Klett-Cotta, Stuttgart September 2020</li>
<li>Marie-Luisa Frick &#8211; Mutig denken. Aufklärung als offener Prozess [Was bedeutet das alles?]. Reclam Verlag, Berlin September 2020</li>
<li>Byung-Chul Han &#8211; Undinge: Umbrüche der Lebenswelt. Ullstein Verlag, Berlin Mai 2021</li>
<li>Christoph Möllers &#8211; Freiheitsgrade: Elemente einer liberalen politischen Mechanik (edition suhrkamp). Suhrkamp Verlag, Berlin September 2020</li>
<li>Richard David Precht &#8211; Von der Pflicht: Eine Betrachtung. Goldmann Verlag, München März 2021</li>
<li>Birgit Recki &#8211; Natur und Technik. Eine Komplikation. Matthes &amp; Seitz, Berlin März 2021</li>
<li>Jörg Scheller &#8211; Identität im Zwielicht: Perspektiven für eine offene Gesellschaft. Claudius Verlag, München, Mai 2021</li>
</ul>
<p>„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, auch wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.</p>
<p><b>Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger</b></p>
<ul>
<li>2009 <b>Franz Schuh</b> &#8211; Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst. Zsolnay Verlag, Wien 2008</li>
<li>2010 <b>Kurt Flasch</b> &#8211; Kampfplätze der Philosophie. Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt/M. 2009</li>
<li>2011 <b>Norbert Bolz</b> &#8211; Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht. Wilhelm Fink Verlag, München 2010</li>
<li>2012 <b>Herbert Schnädelbach</b> &#8211; Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann. C.H. Beck Verlag, München 2012</li>
<li>2013 <b>Kurt Bayertz</b> &#8211; Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens. C.H. Beck-Verlag, München 2012</li>
<li>2014 <a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24349-1"><b>Peter Bieri</b></a><b> </b>- Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde. Carl-Hanser-Verlag, München 2013</li>
<li>2015 <b>Ulrich Greiner</b> &#8211; Schamverlust. Rowohlt Verlag, Reinbeck 2014</li>
<li>2016 <b>Hartmut Rosa</b> &#8211; Resonanz. Suhrkamp Verlag, Berlin 2016</li>
<li>2017 <b>Ralf Konersmann</b> &#8211; Wörterbuch der Unruhe. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017</li>
<li>2018 <b>Thomas Bauer</b> &#8211; Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Philipp Reclam Verlag, Dietzingen 2018</li>
<li>2019 <b>Lisa Herzog</b> – Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf. Hanser Berlin, Berlin 2019</li>
<li>2020 <b>Roberto Simanowski</b> – Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz. Passagen Verlag, Wien 2020</li>
</ul>
<p>Sollte es die pandemische Entwicklung erlauben, wird die Verleihung des Tractatus am 24. September 2021 um 21:00 Uhr im Rahmen des 24. Philosophicum Lech (21.-26. September in Lech am Arlberg zum Thema „Als ob! Die Kraft der Fiktion.“) erfolgen. Andernfalls würde eine alternative Form der Verleihung durchgeführt, wie es 2020 schon einmal der Fall war.</p>
<p>Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM-Tractatus-Shortlist-2021.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM Tractatus-Shortlist 2021</a></p>
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		<item>
		<title>PRESSE-INFORMATION Juli 2021 &#8211; Anmeldestart 24. Philosophicum Lech  „Als ob! Die Kraft der Fiktion“  22. bis 26. September 2021</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/presse-information-juli-2021-anmeldestart-24-philosophicum-lech-als-ob-die-kraft-der-fiktion-22-bis-26-september-2021/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2021 12:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 1. Juli 2021 startet die Anmeldung zum 24. Philosophicum Lech. Nach dem pandemiebedingten Verschieben der Tagung im letzten Jahr wird heuer wieder mit großem Interesse gerechnet. Namhafte Vortragende und Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden sich vom 22. bis 26. September 2021 in Lech am Arlberg mit einer hochaktuellen wie auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Am Donnerstag, den 1. Juli 2021 startet die Anmeldung zum 24. Philosophicum Lech. Nach dem pandemiebedingten Verschieben der Tagung im letzten Jahr wird heuer wieder mit großem Interesse gerechnet. Namhafte Vortragende und Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden sich vom 22. bis 26. September 2021 in Lech am Arlberg mit einer hochaktuellen wie auch zeitlosen Thematik auseinandersetzen. Unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ richtet sich der Fokus auf Fake News, Verschwörungstheorien oder auch Medienblasen ebenso wie beispielweise auf die Frage, woher das Bedürfnis nach Illusionen, Imagination und Utopien rührt. Bereits am Dienstag, den 21. September laden die neuen „Philosophicum Dialoge“ als hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur „Philosophie der Pandemie“. Für das neue Format wie auch das Symposium wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. <span id="more-5021"></span></b></p>
<p>Seit fast schon einem Vierteljahrhundert lädt das Philosophicum Lech zur Erörterung und Diskussion gesellschaftlich relevanter und zugleich zeitloser philosophischer Themen in den namens- und gastgebenden Ort am Arlberg. Gründend auf der Idee und Initiative des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier und des damaligen Bürgermeisters Ludwig Muxel entwickelte sich das Symposium, auch dank des Mitbegründers und langjährigen Obmanns des Vereins Philosophicum Lech Guntram Lins, zu einem der renommiertesten auf diesem Felde im deutschsprachigen Raum. Über 600 Teilnehmende finden sich alljährlich bei der viertägigen Veranstaltung ein, wobei diese stets frühzeitig ausgebucht ist. Nachdem die Tagung letztes Jahr bedingt durch die Pandemie leider verschoben werden musste, ist heuer wie gewohnt mit großem Interesse zu rechen. So empfiehlt sich eine frühzeitige <b>Online-Anmeldung</b>, die <b>am</b> <b>Donnerstag, den 1. Juli, um 8.00 Uhr</b> auf der Webseite freigeschalten wird.</p>
<p>„<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ lautet der Titel des <b>24. Philosophicum Lech</b>, das <b>vom 22. bis 26. September 2021</b> wie bewährt einer transdisziplinären Betrachtung eines so brisanten wie breit gefächerten Themas Raum geben wird. Von der Kunst bis zur Wissenschaft, von der Liebe bis zur Bildung, von der Moral bis zur Politik wird der Bedeutung und Funktion des Fiktionalen in unterschiedlichsten Lebensbereichen nachgegangen. „Unsere Welt scheint durchdrungen vom Verdacht, dass ein Netz von Fiktionen, Illusionen und Täuschungsmanövern unser Denken und Handeln zunehmend bestimmt, und dass die Wirklichkeit immer schwerer zu fassen ist. Woher aber rührt diese Faszination der Fiktionen? Und ließe sich ein Leben ohne sie überhaupt denken? Benötigen Menschen nicht immer wieder Illusionen, Täuschungen und Selbsttäuschungen, Phantasievorstellungen und Utopien, um all das bewältigen zu können, mit dem wir konfrontiert sind?“, wirft <b>Konrad Paul Liessmann</b> in seinem Editorial zum diesjährigen Symposium bereits zentrale Fragen auf. Als wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech seit Beginn an für dessen Konzeption und das Jahresthema verantwortlich zeichnend, hat er wieder namhafte Philosophen und Philosophinnen sowie Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaftler bzw. -wissenschaftlerinnen zur eingehenden Erörterung und anschließenden Publikumsdiskussion solcher und weiterer Aspekte der Kraft der Fiktion geladen. Es ist geplant, mit dem Symposium heuer in den weitläufigeren <b>sport.park.lech </b>auszuweichen.</p>
<p><b>NEU: Die „Philosophicum Dialoge“ mit Moderator Armin Thurnher vom Falter</b></p>
<p>Ein Novum sind ebenso die <b>Philosophicum Dialoge</b>, die sich am <b>Dienstag, den 21. September 2021</b> vormittags sowie nachmittags bei zwei hochkarätig besetzten Diskussionsrunden der „<b>Philosophie der Pandemie</b>“ widmen. Auch vom Thema her darf die Veranstaltung als kleine Kompensation für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die letztjährige Verschiebung gesehen werden. Die Idee zu dem neuen Format – als eine vom Tagungsthema unabhängige Debatte zu brennenden Fragen der Zeit – stammt von Konrad Paul Liessmann. Für die Moderation der Philosophicum Dialoge konnte der renommierte Journalist und Publizist <b>Armin Thurnher</b>, Herausgeber und Chefredakteur der österreichweit anerkannten Wiener Stadtzeitung <b>Falter</b>, gewonnen werden. Zur Diskussion geladen werden prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Medien, die sich über zentrale Facetten sowie Spannungsfelder der Corona-Zeit und daraus gewonnene Erkenntnisse austauschen werden. Bei entsprechender Resonanz sollen die Philosophicum Dialoge auch in den kommenden Jahren das Philosophicum Lech ergänzen. Sie sind im Tagungsbeitrag inkludiert wie auch unabhängig davon buchbar. Für Tagungsstammgäste gilt es bei Interesse, in ihrer Planung eine frühere Anreise zu berücksichtigen. Der bereits traditionelle Auftakt zum 24. Philosophicum Lech erfolgt dann am Mittwochabend.</p>
<p><b>Auftakt am Mittwochabend, Magna-Impulsforum und feierliche Eröffnung </b></p>
<p>Als atmosphärische Einstimmung auf das Jahresthema bietet sich auch heuer wieder der <b>philosophisch-literarische Vorabend</b> am <b>Mittwoch, den 22. September, um 18.00 Uhr</b>. Bei dem Zwiegespräch wechseln sich die stimmungsvollen Erzählungen von <b>Michael Köhlmeier</b> mit den daran anknüpfenden, oft überraschenden Ad-hoc-Interpretationen von <b>Konrad Paul Liessmann</b> ab. Der reizvolle Brückenschlag zwischen Literatur und Philosophie, mittlerweile auch in Buchform nachzuverfolgen, ergründet dieses Mal die altbekannte Weisheit „<b>Wie man sich täuschen kann</b>“.</p>
<p>Als weiterer Prolog zum Symposium folgt am <b>Donnerstag, den 23. September</b>, <b>um 15.00 Uhr</b> das <b>Impulsforum</b> unter der Schirmherrschaft von <b>Magna</b>. Unter Leitung des Journalisten und Fernsehmoderators <b>Michael Fleischhacker</b> werden bei der Podiumsdiskussion unter dem Titel „<b>So tun als ob. Fiktionen in Politik und Gesellschaft</b>“ aktuelle Schlaglichter auf das diesjährige Thema geworfen. Es debattieren der deutsche Botschafter in Österreich <b>Ralf Beste</b>, der österreichische Bundeskanzler a. D. und Unternehmer <b>Christian Kern</b>, der deutsche Publizist und Autor <b>Alexander Kissler </b>sowie die Parteivorsitzende und Clubobfrau NEOS <b>Beate Meinl-Reisinger</b>.</p>
<p>Um <b>17.00 Uhr</b> erfolgt schließlich die offizielle Eröffnung des 24. Philosophicum Lech durch den Bürgermeister von Lech <b>Stefan Jochum</b>, den Landeshauptmann von Vorarlberg <b>Markus Wallner</b> sowie einen hochrangigen Vertreter der Republik Österreich. Im Anschluss daran hält <b>Günther Apfalter</b>, President Magna International Europe GmbH, den Vortrag „<b>Als ob – in der Erlebnisökonomie erfolgreich bleiben</b>“. Ausklingen wird der Eröffnungstag nicht wie üblich mit dem Impulsreferat von Konrad Paul Liessmann, sondern dem Vortrag von <b>Jan Assmann</b>, Professor em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg sowie Professor für Allgemeine Kulturwissenschaft und Religionstheorie an der Universität Konstanz, über „<b>Religion und Fiktion</b>“, da der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (2018, gemeinsam mit seiner Ehefrau Aleida Assmann) am ursprünglichen Vortragstermin verhindert ist.</p>
<p><b>Die Referenten und Vorträge des 24. Philosophicum Lech auf einen Blick:</b></p>
<p>Beim Eröffnungsvortrag am <b>Freitag, den 24. September</b> wird <b>Thomas Strässle</b>, Professor für neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich sowie Präsident der Max-Frisch-Stiftung der ETH Zürich, das Thema „<b>Faketionales Erzählen. Über die Erfindung von Wahrheit</b>“ erörtern. Es folgt das Referat der Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin <b>Daniela Strigl</b>, Dozentin am Institut für Germanistik der Universität Wien, unter dem Titel „<b>‚Abgeschrieben kann das Leben nie werden‘ – Biografie und Fiktion</b>“. Am Nachmittag wird dann zunächst der Philosoph, Pädagoge und Publizist <b>Matthias Burchardt</b>, Akademischer Rat am Lehrstuhl für historisch-systematische Pädagogik der Universität zu Köln sowie Mitbegründer und Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen, über „<b>Geistlose Traumfabriken und Phantasmagorien der Bildungsreform</b>“ referieren. Abgeschlossen wird die Vortragsreihe am Freitag von <strong>Konrad Paul Liessmann</strong>, Univ.-Prof. i.R. am Institut für Philosophie der Universität Wien und u. a. „Wissenschaftler des Jahres 2006“, mit leitmotivischen Reflexionen unter dem Titel „<strong>So tun als ob. Die Kraft der Fiktion“</strong>. Den Vorträgen folgt jeweils am Vor- und Nachmittag eine Publikumsdiskussion, moderiert von <b>Rainer Nowak</b>, Chefredakteur und Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“ – Medienpartner des Philosophicum Lech, oder von Konrad Paul Liessmann in seiner Funktion als wissenschaftlicher Leiter.</p>
<p>Am <b>Samstag, den 25. September</b> referiert eingangs <b>Andreas Urs Sommer</b>, Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Leiter der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, zum brandheißen Thema „<b>Politischer Fiktionalismus. Zur direkten Zukunft der Demokratie</b>“. Im Anschluss erörtert <b>Lambert Wiesing</b>, Professor für Bildtheorie und Phänomenologie am Institut für Philosophie der Universität Jena die Frage „<b>Wie können Bilder zu Fiktionen werden?</b>“. Am Nachmittag hält dann zunächst <b>Sibylle Anderl</b>, promovierte Astrophysikerin und Wissenschaftsphilosophin mit Fokus auf der Philosophie der Astrophysik sowie Redakteurin im Feuilleton und Ressort „Natur und Wissenschaft“ der FAZ, einen Vortrag zum Thema „<b>Die Erforschung des Kosmos zwischen Fiktion und Empirie</b>“. Gefolgt von den Ausführungen des Schriftstellers, Übersetzers und Filmkritikers <b>Dietmar Dath</b>, von 1998 bis 2000 Chefredakteur des Magazins für Popkultur „Spex“ und seitdem mit Unterbrechung Redakteur der FAZ, zu der vieldeutigen Frage „<b>Was wird möglich sein?</b>“</p>
<p><b>Sonntag, den 26. September</b> wird sich zunächst die Kulturwissenschaftlerin <b>Sophie Wennerscheidt</b>, Professorin für skandinavische Literatur am Institut für Nordische Studien und Sprachwissenschaft der Universität Kopenhagen, dem Thema „<b>Illusion, Phantasma, Fake? Liebe in künstlichen Welten</b>“ widmen. Den Schlusspunkt setzt dann der Kultur- und Medienwissenschaftler sowie freie Autor <b>Roberto Simanowski</b>, Gründer und Herausgeber des Online-Journals für Kunst und Kultur digitaler Medien „Dichtung Digital“ und <b>Preisträger des Tractatus 2020</b>, mit dem Vortrag „<b>Todesalgorithmus. Die Fiktionen der künstlichen Intelligenz</b>“. Abschließend folgt die stets mit Spannung erwartete Bekanntgabe des Themas für das kommende Jahr.</p>
<p><b>Rahmenprogramm mit Verleihung des Tractatus, Anmeldung &amp; Informationen</b></p>
<p>Als ein alljährlicher Höhepunkt des Philosophicum Lech findet auch heuer wieder die feierliche <b>Verleihung des Tractatus</b> statt. Am <b>Freitag, den 24. September um 21.00 Uhr</b> erfolgt die Übergabe der dank privater Sponsoren hochdotierten und international hoch angesehenen Auszeichnung für philosophische Essayistik an den Preisträger bzw. die Preisträgerin 2021. Ebenfalls zum Rahmenprogramm gehört „<b>Philosophieren im Kunsthaus Bregenz</b>“, mit Start der Exkursion zur angesehenen Kultureinrichtung am <b>Donnerstag, den 23. September,</b> und einer Diskussionsveranstaltung als deren Abschluss. Zudem werden Sonderführungen zum <b>Skyspace-Lech</b>, dem magischen Lichtraum des Künstlers <b>James Turrell</b>, am <b>Freitag u. Samstag den 24. und 25. September</b> jeweils in der Früh und am Abend geboten.</p>
<p>20 Studierende, die bereits letztes Jahr u. a. mit Unterstützung der Hilti Foundation von „Die Presse“ und dem Philosophicum Lech für ein Stipendium ausgewählt wurden, sind zur kostenlosen Teilnahme berechtigt.</p>
<p>Weitere Informationen und Anmeldung ab 01.07.2021 auf  <a href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a></p>
<p><strong>Pressemeldung als PDF: <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-21.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PHI-2021_PM 2</a></strong></p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PH20_21_Folder_20210630.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Programmfolder als PDF</a></p>
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		<title>PRESSE-INFORMATION 24. Philosophicum Lech April 2021</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 11:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Das 24. Philosophicum Lech wird vom 22. bis 26. September 2021 stattfinden und unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ die Bedeutung, Wirkung und Funktion des Fiktionalen in unterschiedlichsten Lebensbereichen beleuchten:  von der Kunst über die Bildung und Wissenschaft bis hin zur Moral und Politik. Das Symposium wird heuer im sport.park.lech abgehalten. Der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das 24. Philosophicum Lech wird vom 22. bis 26. September 2021 stattfinden und unter dem Titel „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ die Bedeutung, Wirkung und Funktion des Fiktionalen in unterschiedlichsten Lebensbereichen beleuchten:  von der Kunst über die Bildung und Wissenschaft bis hin zur Moral und Politik. Das Symposium wird heuer im sport.park.lech abgehalten. Der Anmeldebeginn ist, statt wie üblich Anfang April, der 1. Juli 2021. Neu sind die „Philosophicum Dialoge“, zwei Diskussionsveranstaltungen am Dienstag, den 21. September. Unter Beteiligung hochkarätiger Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur widmen sich die Debatten unabhängig vom Tagungsthema brisanten Fragen der Zeit – dieses Jahr zum Arbeitstitel „Philosophie der Pandemie“. Das neue Format soll bei entsprechender Resonanz das Symposium künftig ergänzen. Ein alljährlicher Fixpunkt ist die Verleihung des Tractatus, des hoch dotierten Essay-Preises des Philosophicum Lech, heuer am Freitag, den 24. September. </b></p>
<p><b><span id="more-4708"></span></b>Nachdem die Tagung 2020 pandemiebedingt leider verschoben werden musste, ist der Verein Philosophicum Lech zuversichtlich, heuer wieder Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum bei dem Symposium begrüßen zu dürfen. Das <b>24. Philosophicum Lech</b> lädt <b>vom 22. bis 26. September 2021</b> zur bewährt breit gefächerten Diskussion über drängende Fragen unserer Zeit. Unter dem Titel „<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ werden sich Philosophen und Philosophinnen sowie Kultur-, Natur- und Sozialwissenschaftler bzw. -wissenschaftlerinnen grundlegenden Aspekten der Conditio humana widmen. Dazu <b>Konrad Paul Liessmann</b>, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, im Editorial: „Wie wirken Fiktionen in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens, von der Kunst bis zur Wissenschaft, von der Liebe bis zur Bildung, von der Moral bis zur Politik, wann und warum benötigen wir diese Fiktionen und wann werden sie gefährlich, wie viel Wahrheit verträgt der Mensch überhaupt und wie viele Täuschungen gehören zu einem guten Leben?“ Diese und ähnliche Fragen werden interdisziplinär und in Diskussion mit dem Publikum erörtert. Neuer Veranstaltungsort ist der <b>sport.park.lech</b>. Der <b>Anmeldestart</b> wurde von April auf den <b>1. Juli 2021</b> verschoben, um die dann geltenden Corona-Maßnahmen ins Veranstaltungskonzept einfließen zu lassen und verlässlicher für September planen zu können.</p>
<p><b>NEU: Die „Philosophicum Dialoge“ am Dienstag, den 21. September 2021</b></p>
<p>Einen Tag vor dem eigentlichen Symposium, <b>Dienstag, den 21. September 2021</b> feiern die <b>Philosophicum Dialoge</b> ihre Premiere. Das neue Format wurde von Konrad Paul Liessmann ersonnen und darf heuer als kleine Kompensation für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die letztjährige Verschiebung gesehen werden. In zwei Diskussionsrunden, am Vormittag und Nachmittag, werden hochkarätige und prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst eine vom Tagungsthema unabhängige Debatte zu brisanten Fragen der Zeit führen. Dieses Jahr stehen die Dialoge unter dem Arbeitstitel „Philosophie der Pandemie“, wobei zentrale Facetten und Spannungsfelder des Corona-Jahres sowie daraus gewonnene Erkenntnisse zur Sprache kommen werden. Bei entsprechender Resonanz sollen die Philosophicum Dialoge auch in den kommenden Jahren das Philosophicum Lech ergänzen. Sie sind im Tagungsbeitrag inkludiert wie auch unabhängig davon buchbar. Bei Interesse gilt es für Tagungsstammgäste, in ihrer Planung eine frühere Anreise zu berücksichtigen.</p>
<p><b>Tractatus 2021 – der renommierte Essay-Preis des Philosophicum Lech </b></p>
<p>Dank privater Sponsoren mit 25.000 Euro hoch dotiert, zählt der <b>Tractatus</b> zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Essayistik im deutschsprachigen Raum. Die Liste der Preisträger und Preisträgerinnen seit 2009 gibt Zeugnis vom breiten Feld philosophisch-kulturwissenschaftlicher Essayistik und herausragenden Publikationen. Auch vergangenes Jahr wurde der Tractatus verliehen – da das Philosophicum nicht stattfinden konnte, in kleinem Rahmen und als Stream. Der Mitschnitt ist abrufbar unter <a href="https://www.philosophicum.com/tractatus/video-preisverleihung-2020">https://www.philosophicum.com/tractatus/video-preisverleihung-2020</a>.  Preisträger war der Kultur- und Medienwissenschaftler <b>Roberto Simanowski</b>, dessen Buch „Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz“ prämiert wurde. Man darf gespannt sein, wessen Werk mit dem Tractatus 2021 bedacht wird. Die Shortlist der preiswürdigen Publikationen wird im Juli veröffentlicht und ist als Lektüreempfehlung zu verstehen. Die feierliche <b>Verleihung des Tractatus 2021</b> erfolgt dann am <b>Freitag, den 24. September um 21.00 Uhr</b> als ein Glanzpunkt des diesjährigen Philosophicum Lech.</p>
<p><b>Der Verein Philosophicum Lech trauert um seinen Obmann Guntram Lins </b></p>
<p>Der Verein Philosophicum Lech gedenkt in stiller Trauer seines Mitbegründers und langjährigen Obmanns, des am 8. September 2020 verstorbenen <b>Guntram Lins</b>. Von Beginn an und über 24 Jahre hinweg hat er als Mitinitiator und Obmann des Philosophicum Lech maßgeblich zu dessen Erfolgsgeschichte beigetragen. Seine außergewöhnliche Persönlichkeit, seine Verdienste um das Symposium und seine feine, belesene Art bleiben unvergessen. Zum neuen Obmann wurde einstimmig <b>Ludwig Muxel</b> gewählt. Gemeinsam mit <b>Michael Köhlmeier</b> entwickelte er einst die Idee zum Philosophicum Lech und hat sich als Mitbegründer sowie in seiner Funktion als Bürgermeister von Lech am Arlberg ebenfalls von der ersten Stunde an um den einzigartigen Charakter und Werdegang des internationalen Symposiums verdient gemacht. Zu seinem Vertreter wurde das neue Vereinsmitglied <b>Rudolf Knünz</b> gewählt. Der Vorarlberger Unternehmer ist seit vielen Jahren ein begeisterter Teilnehmer des Philosophicum Lech und will zu dessen weiteren erfolgreichen Entwicklung beitragen.</p>
<p>Weitere Informationen und Anmeldung ab 01.07.2021 auf  <a href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a></p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PHI-2021_PM-11.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Pressemeldung als PDF: PHI-2021_PM 1</a></p>

<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/daniela-striglclarissa-stadler/' title='Daniela Strigl©Clarissa Stadler'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Daniela-Strigl©Clarissa-Stadler-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Daniela Strigl©Clarissa Stadler" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/lambert-wiesing/' title='Lambert Wiesing'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Lambert-WIESING©Annegret-Günther-80x80.jpeg" class="attachment-thumbnail" alt="Lambert Wiesing" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/matthias-burchardtprivat/' title='Matthias Burchardt©privat'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Matthias-Burchardt©privat-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Matthias Burchardt©privat" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/andreas-urs-sommerprivat/' title='Andreas Urs SOMMER©privat'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Andreas-Urs-SOMMER©privat-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Andreas Urs SOMMER©privat" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/andreas-urs-sommer-flierl_2/' title='Andreas Urs SOMMER'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Andreas-Urs-SOMMER©-Flierl_2-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Andreas Urs SOMMER" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/jan-assmann-deutscher-agyptologe-und-autor/' title='Jan Assmann, deutscher Ägyptologe und Autor'><img src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Assmann_Jan©Ekko-von-Schwichow.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Jan Assmann, deutscher Ägyptologe und Autor" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/preistrager-des-tractatus-2020/tractatus2020_roberto-simanowksi/' title='Tractatus2020_Roberto Simanowksi'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Tractatus2020_Roberto-Simanowksi-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tractatus2020_Roberto Simanowksi" /></a>

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		<title>TV Beitrag der Tractatus Preisverleihung zum Downloaden</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 07:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[LINK Dauer: 3 Minuten 18 Sekunden Zur freien Verwendung für alle Medien!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.philosophicum.com/fileadmin/sitedata/presse/video/Tractatus2020_Beitrag.mp4">LINK</a></p>
<p>Dauer: 3 Minuten 18 Sekunden</p>
<p>Zur freien Verwendung für alle Medien!</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/oJc98VkBmWc" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Online Stream der Tractatus Verleihung</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 09:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<title>PM Preisträger des Tractatus 2020</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/preistrager-des-tractatus-2020/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2020 11:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[24. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemeldung 26.09.2020 Preisträger des Tractatus 2020 ist der Kultur- und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski. Ausgezeichnet mit dem renommierten Essaypreis des Philosophicum Lech wird sein Buch „Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz“. Mit dem Ziel, einen wertvollen Beitrag zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen zu leisten, würdigt der Tractatus herausragende Publikationen auf dem Gebiet der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Pressemeldung 26.09.2020</p>
<p><b>Preisträger des Tractatus 2020 ist der Kultur- und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski. Ausgezeichnet mit dem renommierten Essaypreis des Philosophicum Lech wird sein Buch „Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz“.<span id="more-4561"></span></b></p>
<p><i>Mit dem Ziel, einen wertvollen Beitrag zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen zu leisten, würdigt der Tractatus herausragende Publikationen auf dem Gebiet der philosophischen Essayistik. Der mit 25.000 Euro dotierte Essay-Preis des Philosophicum Lech wird heuer dem Kultur- und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski verliehen. Prämiert wird exemplarisch sein Buch „Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz“, erschienen im Wiener Passagen Verlag, mit dem er zur philosophischen Spekulation über eine allumfassende Digitalisierung lädt und ein kühnes Zukunftsszenario zeichnet. „Eine intellektuelle Provokation im besten Sinne“, wie es in der Begründung der Tractatus-Jury lautet. Da das Philosophicum Lech coronabedingt auf kommendes Jahr verschoben wurde, erfolgte die feierliche Preisverleihung am Freitag, den 25.09.2020 in kleinem Rahmen im sport.park.lech. Ein redaktioneller Filmbeitrag wird Medien frei verwendbar zur Verfügung gestellt, zudem ist ein Mitschnitt auf der Webseite abrufbar: <a href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a> </i></p>
<p>Auf Anregung des Schriftstellers Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech 2009 ins Leben gerufen, gibt der Tractatus alljährlich verlässlich Auskunft über herausragende Publikationen auf dem breiten Feld der philosophisch-kulturwissenschaftlichen Essayistik. Zu den Kriterien zählen insbesondere die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas, wobei es sich insgesamt um einen bedeutenden Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen, niveauvollen Debatte von öffentlichem Interesse handeln soll. Damit will der Tractatus zur Standortbestimmung in philosophisch sowie gesellschaftlich relevanten Diskursen beitragen und den prämierten Werken durch die gebührende Würdigung auch verstärkte Publizität verschaffen. Der dank privater Sponsoren mit 25.000 € hoch dotierte Essay-Preis des Philosophicum Lech zählt zu den namhaftesten Auszeichnungen auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum. Einen Eindruck von der Vielfältigkeit exzellenter philosophischer Essayistik gibt die Liste der bisherigen Tractatus-Preisträger wie auch die jährliche Shortlist der preiswürdigen Werke, die bereits als Auszeichnung und auch als Leseempfehlung zu verstehen ist:</p>
<p><a href="https://www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2020">https://www.philosophicum.com/tractatus/shortlist/shortlist-2020</a></p>
<p>Für die Nominierung wie auch die Zuerkennung des Tractatus zeichnet eine dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt), wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, verantwortlich. Diese setzt sich aus der Philosophin Barbara Bleisch (CH), dem Schriftsteller und ehemaligen Verleger Michael Krüger (D) sowie dem Autor und Journalisten Thomas Vašek (A) zusammen. Dieses Jahr fiel deren Wahl auf das aktuelle Buch von Roberto Simanowski: „Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz“. Der im Frühjahr im Wiener Passagen Verlag erschienene Essay lädt zu einer philosophischen Spekulation über unsere Zukunft ein und diskutiert die Aporien und Paradoxien der künstlichen Intelligenz. Darin gibt der profilierte Kultur- und Medienwissenschaftler vielfältige Denkanstöße, indem er so erhellend wie präzise die ethischen Implikationen und Dimensionen künstlicher Intelligenz erörtert, wobei seine luziden Ausführungen sich unter anderem auf die Frage zuspitzen: „Wird die künstliche Intelligenz dem Menschen den freien Willen nehmen, ihn vor sich selbst schützen und zurück ins Paradies der Entscheidungslosigkeit befördern?“</p>
<p>Roberto Simanowski befasst sich als Wissenschaftler mit der historischen, soziologischen und philosophischen Kontextualisierung der neuen Medien und sozialen Netzwerke. Einen besonderen Fokus legt er auf die symptomatische Tiefenanalyse von Alltagsphänomenen und die gesellschaftlichen Folgen der digitalen Revolution. 1999 gründete er das Online-Journal „dichtung-digital.org“ zu Kunst und Kultur digitaler Medien, das er bis 2014 herausgab. Nach Professuren an der Brown University in Providence (USA), der Universität Basel und der City University Hong Kong lebt Simanowski seit 2018 als freier Autor und Publizist in Berlin und Rio de Janeiro. Derzeit ist er Distinguished Fellow of Global Literary Studies am Exzellenzcluster <i>Temporal Communities</i> der Freien Universität Berlin. Mit seinem neuesten Buch legt er die Grundlage für eine tiefgreifende Diskussion über die Zusammenhänge von Zukunftstechnik und Moral und überzeugt mit stringenter Argumentation wie auch überraschenden Thesen. Ein höchst anregender, brillanter Essay, prämiert mit dem Tractatus 2020. Dazu Thomas Vašek in der Jury-Begründung: „Können hyperintelligente Maschinen die Welt retten? Oder werden sie uns eines Tages vernichten, weil sie uns nicht mehr brauchen? In seinem Essay ‚Todesalgorithmus‘ bringt Roberto Simanowski das Dilemma der künstlichen Intelligenz auf einen kraftvollen, einprägsamen Begriff. ‚Todesalgorithmus‘ regt zum spekulativen Nachdenken über die drohende Selbstentmächtigung des Menschen an, ohne dabei in kritiklose Technikeuphorie oder in apokalyptischen Zukunftspessimismus zu verfallen. Eine intellektuelle Provokation im besten Sinne – getrieben von einer unbändigen Lust an Ambivalenzen und Paradoxien, die vermutlich jede künstliche Intelligenz überfordern würden.“</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pressestimmen:</span></p>
<p><i>„</i><i>Simanowskis Essay hebt sich wohltuend von einer Kritik ab, die Maschinen als Entfremdung des Menschen von seinen wahren Bedürfnissen hinterfragt.</i><i>“</i><i> </i><i></i></p>
<p>Matthias Dusini, falter.at, 24.03.2020</p>
<p><i>„</i><i>Roberto Simanowski denkt den Einsatz von künstlicher Intelligenz radikal zu Ende und könnte damit indirekt das provozieren, was ihm schon immer wichtig war: Die kritische Auseinandersetzung mit Technologie.“</i></p>
<p>Vera Linß, Deutschlandfunk, 15.05.2020</p>
<p><i>„</i><i>Simanowskis Überlegungen sind dabei im besten Sinne essayistisch und vereinen in diesem Formbezug eine weit ausgreifende Vielfalt diverser Überlegungen, ein vielfältiges Potpourri an Denkanstößen in einer luziden Hybridstellung zwischen Kritik und Zukunftsvision.</i><i>“</i></p>
<p>Simon Scharf, literaturkritik.de, September 2020</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Als Empfehlung:</span></p>
<p><i>&#8220;Der Literatur- und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski lässt in einem Selbstinterview der spekulativen Reflexion über die wahrscheinlichen und möglichen Konsequenzen der allumfassenden Digitalisierung freien Lauf. […] Damit gibt er seinen Leser*innen einen idealen Leitfaden für die Lektüre seines neuen Buches ‚Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz‘ an die Hand.“<br />
</i>Roberto Simanowski für faustkultur.de, 11.06.2020</p>
<p>Die feierliche <b>Verleihung des Tractatus</b> fand am Freitag, den 25.09.2020, um 18:00 Uhr vor kleinem Publikum im sport.park.lech statt und wurde heute, am 26.09. um 11 Uhr auf der Website <a href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a> übertragen, wo der Mittschnitt weiterhin abrufbar ist. Zudem wird Medien ein redaktioneller Filmbeitrag frei verwendbar zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Das diesjährige <b>Philosophicum Lech</b> musste trotz bereits weitreichender Planungen, eine modifizierte Veranstaltung durchzuführen, aufgrund aktueller Entwicklungen auf kommendes Jahr verschoben werden. Das Symposium wird von <b>22. bis 26. September 2021</b> zu dem für heuer geplanten, dann immer noch höchst aktuellen Thema „<b>Als ob! Die Kraft der Fiktion</b>“ voraussichtlich im bewährten Rahmen stattfinden. Von den Referentinnen und Referenten besteht eine Zusage für das kommende Jahr. Zum <b>24. Mal</b> wird dann nach <b>Lech am Arlberg</b> geladen, das sich als internationales Zentrum für interdisziplinäre Erörterung und anregende Diskussion von brennenden Fragen unserer Zeit etabliert hat.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a>.</p>
</div>
<p><b>Zu Person, Forschungsschwerpunkten und Publikationen Roberto Simanowskis: </b></p>
<p>Roberto Simanowski studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, promovierte zur Massenkultur um 1800 und habilitierte sich zur Ästhetik digitaler Medien. Zu seinen Forschungsgebieten zählen Postmodernismus und Multikulturalismus sowie die Ästhetik und Kultur digitaler Medien. Nach Forschungsaufenthalten an der Harvard University und University of Washington hatte Simanowski seit 2003 Professuren für Kultur- und Medienwissenschaften an der Brown University in Providence, USA, der Universität Basel und der City University of Hong Kong inne. Seit 2018 lebt er als freier Autor und Publizist in Berlin und Rio de Janeiro und schreibt unter anderem für die ZEIT, die Neue Zürcher Zeitung und den Deutschlandfunk. Roberto Simanowski ist Gründer und war von 1999 bis 2014 Herausgeber des Journals für Kunst und Kultur digitaler Medien dichtung-digital.org. Er ist Autor von über 60 Aufsätzen in Fachzeitschriften und Sammelbänden und Herausgeber von sechs Sammelbänden.</p>
<p>Zu seinen Monografien gehören: <em>Interfictions. Vom Schreiben im Netz</em> (Edition Suhrkamp 2002); <em>Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. </em><em>Kultur – Kunst – Utopie</em> (Rowohlts Enzyklopädie 2008); <em>Digital Art and Meaning. Reading Kinetic Poetry, Text Machines, Mapping Art, and Interactive Installations</em> (University of Minnesota Press 2011), <em>Digital Humanities and Digital Media. Conversations on Politics, Culture, Aesthetics, and Literacy </em>(Open Humanities Press 2016) sowie die bei Matthes &amp; Seitz erschienenen Studien zur Kultur digitaler Medien: <em>Data Love </em>(2014; Columbia University Press 2016), <em>Facebook-Gesellschaft </em>(2016; Columbia University Press 2018),<em> Abfall</em>. <em>Das alternative ABC der neuen Medien</em> (2017, MIT Press 2018), <em>Stumme Medien. Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft</em> (2018) und <em>Sozialmaschine Facebook. Dialog über das politisch Unverbindliche</em> (2019<em>,</em> zusammen mit Ramón Reichert). Sein Buch <em>The Death Algorithm and Other Digital Dilemmas</em> (MIT Press 2018) erhielt den CHOICE Award for Outstanding Academic Titles for 2019. Sein neuestes Buch <em>Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz</em> erschien im Frühjahr 2020 im Passagen Verlag, Wien.</p>
<p><b>Roberto Simanowski: </b><em>Todesalgorithmus. </em><em>Das Dilemma der künstlichen Intelligenz.</em><b><i></i></b></p>
<p>Passagen Verlag, Wien 2020</p>
<p>ISBN 9783709204177</p>
<p><a href="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PM-Tractatus-Preistraeger-2020.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">PM Tractatus-Preistraeger 2020</a></p>
<p><strong><a href="https://www.philosophicum.com/fileadmin/sitedata/presse/video/Tractatus2020_Beitrag.mp4" target="_blank">TV Beitrag zum Downloaden</a></strong></p>
<p><a href="https://www.philosophicum.com/tractatus/video-preisverleihung-2020" target="_blank"><strong>Online-Stream zum Nachsehen (Dauer: 1 Std. 05 Min)</strong></a></p>

<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/preistrager-des-tractatus-2020/pv_tractatus_sticker_final1/' title='Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz.'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/PV_Tractatus_Sticker_final1-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz." /></a>
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<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/?attachment_id=4597' title='Tractatus2020_vasek (1 von 1)'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Tractatus2020_vasek-1-von-11-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tractatus2020_vasek (1 von 1)" /></a>
<a href='https://archiv.si-kommunikation.com/downloadbereich/24-philosophicum-lech/tractatus2020_stephanie-fend-1-von-1/' title='Tractatus2020_stephanie fend (1 von 1)'><img width="80" height="80" src="http://archiv.si-kommunikation.com/_wordpress/wp-content/uploads/Tractatus2020_stephanie-fend-1-von-1-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tractatus2020_stephanie fend (1 von 1)" /></a>
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<p>&nbsp;</p>
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