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	<title>si!kommunikation &#187; 18. Philosophicum Lech</title>
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		<title>Von fesselnden Vorträgen und früher Vorfreude &#8211; das war das 18. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 09:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Der traditionelle Vorarlberg Brunch setzte gestern den festlich-kulinarischen Schlusspunkt unter das 18. Philosophicum Lech. Zuvor stellten exzellente Vorträge noch einmal den intellektuellen Anspruch und interdisziplinären Charakter des Symposiums unter Beweis. Nach vier Tagen des geistigen Austausches und erholsamen Ausspannens in alpinen Höhen wurde von den Teilnehmern ein durchwegs positives Resümee gezogen und mit Spannung das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der traditionelle Vorarlberg Brunch setzte gestern den festlich-kulinarischen Schlusspunkt unter das 18. Philosophicum Lech. Zuvor stellten exzellente Vorträge noch einmal den intellektuellen Anspruch und interdisziplinären Charakter des Symposiums unter Beweis. Nach vier Tagen des geistigen Austausches und erholsamen Ausspannens in alpinen Höhen wurde von den Teilnehmern ein durchwegs positives Resümee gezogen und mit Spannung das Thema für das nächste Jahr erwartet.</p>
<p><span id="more-1016"></span></p>
<p>„Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell hier die Zeit vergeht. Wie viel Aspekte angesprochen werden, die man gerne noch weiterdiskutieren würde. Aber auch die schönsten Tagungen gehen irgendwann zu Ende“, zog Konrad Paul Liessmann, der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech, gestern Vormittag Bilanz. Gegen aufkommende Wehmut standen noch zwei Vorträge von hochkarätigen Referenten sowie der festliche Ausklang beim Vorarlberg Brunch auf dem Programm. Zudem tröstet das jedes Mal mit Spannung erwartete Thema des folgenden Jahres über die Abreise aus dem schönen Lech, zumindest den Schlusspunkt des Symposiums hinweg. Es ist die fast schon familiäre Atmosphäre und der einzigartige Reiz des Philosophicums, dass der Abschied nicht leicht fällt. Eine Kombination aus intensivem intellektuellen Austausch, erholsamen Urlaubstagen und der Gelegenheit zu neuen Bekanntschaften.</p>
<p>Augenfällig ist der hohe Anteil an Stammgästen, an Teilnehmern, die so gut wie jedes Jahr wiederkehren – und umso enttäuschter wären, wenn sich die Veranstaltung bereits als ausgebucht erweisen würde. So sei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass am 1. April 2015 auf der Website des Philosophicum (<a href="http://www.philosophicum.com">http://www.philosophicum.com</a>) die Anmeldung freigeschalten wird. Dass sich das Symposium auch noch im 18. Jahr seines Bestehens steigender Beliebtheit erfreut, hat zahlreiche Gründe. Einer davon ist zweifellos die perfekte Organisation, wie Ludwig Muxel, der Bürgermeister von Lech, bei seiner Abschlussrede anmerkte. Sein Dank galt somit sämtlichen dafür Verantwortlichen wie auch den Referenten, deren Vorträge durchwegs auf positive Resonanz stießen, für angeregte Diskussionen sorgten und das Thema „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung“ ebenso fachlich fundiert wie insgesamt breit gefächert thematisierten.</p>
<p>Es ist einer der Erfolgsfaktoren des Philosophicums, dass es sich als eines der wenigen wirklich interdisziplinären Symposien erweist. Illustrieren lässt sich dies allein schon anhand der Themenfolge am Samstag. Eingeleitet wurde diese mit dem Referat von <strong>Barbara Bleisch</strong>, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ethik-Zentrum der Universität Zürich sowie Redakteurin und Moderatorin der „Sternstunde Philosophie“ des Schweizer Fernsehens. Unter dem Titel „Mitgegangen – mitgehangen? Verantwortung für globales Unrecht“ gab sie einen Überblick über die diversen Thesen hinsichtlich der moralischen „Verstrickungen“ in bedenkliche Verhältnisse oder Entwicklungen, sei es als wirtschaftlicher Akteur oder „bloßer“ Konsument. „Verantwortlich ist nicht nur wer vorsätzlich, sondern auch, wer fahrlässig handelt“, verwies sie zum Beispiel auf die Notwendigkeit einer internationalen Institutionalisierung des Sorgfaltsprinzips.</p>
<p>Ebenso pointiert wie profiliert bezog anschließend der bekannte deutsche Soziologe und Sozialpsychologe<strong> Harald Welzer</strong> gegenüber Entwicklungen des digitalen Zeitalters Stellung. Zunächst illustrierte er das „Shifting-Baseline-Syndrom“, welches das Phänomen verzerrter und eingeschränkter Wahrnehmung vom Wandel (ob des Klimas, des technischen Fortschritts oder gesellschaftlicher Verhältnisse) bezeichnet, an einem historischen, betroffen machenden Beispiel: Hätte die Deportation der Juden schon kurz nach der Machtübernahme des Nazi-Regimes 1933 begonnen, wäre zumindest bei einem Teil der Bevölkerung moralische Empörung wohl nicht ausgeblieben. Nur acht Jahre später: Stillschweigen, wenn nicht Akklamation. Trotz der Allmacht des totalitären Regimes gab es jedoch kleine soziale Netze, „Residuen der Privatheit“, die für Verfolgte ein Überleben, auch Widerstand ermöglichten. Und was lässt sich daraus bezüglich des „Totalitarismus“ der dominierenden IT-Konzerne und der Mitmachgesellschaft ableiten?</p>
<p>Welzers deutliche Mahnung angesichts des (uns allen größtenteils unbewussten) gesellschaftlich-sozialen Wandels in neuester Zeit löste höchst kontroverse, sprich heiße Debatten aus. Umso gelegener das folgende Referat von <strong>Ludger Heidbrink</strong>, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Kiel, das unter anderem Licht in die „Diffusion der Verantwortung“ brachte. In Zeiten steigender Verantwortungsanforderungen und der Entgrenzung des Verantwortungshorizonts, wie wir sie heutzutage erleben, so Heidbrink, steigt auch die Verantwortungsabwehr. „Der Liberalismus begünstigt und fördert die Flucht aus der Verantwortung.“ Im Rahmen seines differenzierten Überblicks über Strategien, wie mit – vermeintlicher und echter – Verantwortung umgegangen wird, schälte er schließlich die Begriffs-Opposition gerechtfertigte Unverantwortlichkeit einerseits und die ungerechtfertigte Verantwortungslosigkeit andererseits heraus.</p>
<p>Unter anderem Blickwinkel, doch den Vortrag von Heidbrink perfekt ergänzend, unterzog beim zweiten Referat des Samstag Nachmittags <strong>Reinhard Merkel</strong> die Frage der individuellen Verantwortung, genauer gesagt der Schuldfähigkeit einer Analyse. Dabei bot der Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, der in deutschen Medien als streitbarer Kommentator aktueller politischer Fragen bekannt ist, sozusagen eine kompakte Einführung in die Rechtsphilosophie, insbesondere was das vieldiskutierte Problem der Willensfreiheit als Grundlage des Schuldvorwurfs betrifft. Nachdem er ein Panorama der diversen Standpunkte in Bezug auf „die Opposition“ Willensfreiheit versus Determinismus entwickelt hatte, lautete ein Fazit: Die Naturwissenschaften können das „Freiheitsproblem“ nicht lösen, weshalb dieses den Philosophen überbleibt. Wieder eine ideale thematische Brücke hin zum folgenden Tag.</p>
<p>„Nachdem Reinhard Merkel gestern aus rechtsphilosophischer Sicht die Fragen von Willensfreiheit und Verantwortlichkeit dargestellt, vor allem aber auch eine Einordnung der neurobiologischen Diskussion in diese Problematik vorgenommen hat, werde ich letztere heute etwas hintanstellen“, leitete <strong>Henning Saß</strong>, prominenter Facharzt für Psychiatrie sowie Forensisch-psychiatrischer Gutachter am Sonntag Vormittag seine Ausführungen ein. In Konzentration auf die Psychopathologie, gab er zunächst einen historischen Abriss über dieselbe und ging dabei insbesondere auf Karl Jaspers als einen von deren Vätern ein. Auf diesen geht auch eine grundlegende Unterscheidung zurück: zwischen Erklären als naturwissenschaftlicher Ansatz (Bildgebung, Molekularbiologie, Wirkung der Medikamente etc.) und Verstehen als der geisteswissenschaftliche Aspekt, durch das Gespräch mit und Einfühlen in den Klienten.</p>
<p>Besonderes Interesse fanden die Beispiele von Saß aus seiner Praxis als forensischer Gutachter, wie zum Beispiel den aktuellen Fall des sogenannten „Autobahnschützen“ in Deutschland. Im Anschluss übernahm schließlich mit <strong>Gerhard Roth</strong> einer der führenden Hirnforscher unserer Tage das Wort. Anschaulich und auch für Laien verständlich, gab er faszinierende Einblicke in sein Forschungsfeld und passend zu den vorangegangenen Referaten neurobiologische Erklärungen für psychopathologisches Verhalten. Seine Erläuterungen reichten vom Motiv-Determinismus (für jede Tag gibt es einen Grund) über die Beschreibung eines klassischen Psychopathen anhand der Person Adolf Hitlers bis hin zu der Erkenntnis, dass positive Bindungserfahrungen noch am ehesten psychopathologische Tendenzen dämpfen können. Gerhard Roths spannender Vortrag war ein würdiges Finale und krönender Abschluss des 18. Philosophicums Lech.</p>

<p><strong>Das 19. Philosophicum Lech findet vom 16. – 20. September 2015 statt.</strong></p>
<p><strong>Das Thema lautet: „Neue Menschen! Bilden, optimieren, perfektionieren.“</strong></p>
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		<title>Feierliche Verleihung des Essay-Preises des Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 08:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein würdiger Preisträger des Tractatus Am gestrigen Abend erfolgte im Rahmen des Philosophicum Lech die feierliche Verleihung des Tractatus. Der Preisträger Peter Bieri, bedeutender Schweizer Philosoph und erfolgreicher Romancier, fühlte sich geehrt und war bewegt von der Laudatio des Schriftstellers Franz  Schuh. Der Festakt bildete den krönenden Abschluss des zweiten Tages des Symposiums, der mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><b>Ein würdiger Preisträger des Tractatus</b></h4>
<p><b>Am gestrigen Abend erfolgte im Rahmen des Philosophicum Lech die feierliche Verleihung des Tractatus. Der Preisträger Peter Bieri, bedeutender Schweizer Philosoph und erfolgreicher Romancier, fühlte sich geehrt und war bewegt von der Laudatio des Schriftstellers Franz  Schuh. Der Festakt bildete den krönenden Abschluss des zweiten Tages des Symposiums, der mit ebenso engagierten wie differenten Vorträgen für starke Resonanz bei den Teilnehmern sorgte.<span id="more-986"></span></b></p>
<p>„Ehre ist eigentlich nicht ein Wort, das zu meinem Wortschatz gehört. Aber jetzt zögere ich nicht zu sagen, dass ich mich durch den Preis geehrt fühle“, schloss Peter Bieri seine Dankesrede vor der feierlichen Überreichung des Essay-Preises des Philosophicum Lech am gestrigen Abend. Der Schweizer Philosoph ist bereits der sechste Preisträger des Tractatus, der als eine der renommiertesten Auszeichnungen in diesem Bereich gilt. Prämiert wurde er für sein Buch <strong>„Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde“</strong>, das als ein Meisterwerk der lebenspraktischen Philosophie bezeichnet werden darf. Wie der Titel schon andeutet, durchleuchtet er den meist abstrakt bleibenden Begriff der Würde und veranschaulicht anhand etlicher Beispiele aus dem Leben und der Literatur dessen vielseitige Aspekte, wobei seine philosophische Reflexion nicht zuletzt durch die allgemeinverständliche Argumentation und Sprache besticht.</p>
<p>„Diese Klarheit in den Begriffen durch Anschauung zu schaffen, vermag Bieri. Bringt es zusammen, weil er, der Philosoph, ein Schriftsteller ist. Ein Romancier. Und noch dazu, was ja nicht sein müsste, ein anerkannter. Und ein sehr erfolgreicher.“ so Franz Schuh in seiner Laudatio, die ebenso von literarischer Eleganz und dem typischen Sprachwitz des Wiener Kulturpublizisten und Philosophen geprägt war. Franz Schuh sprach damit Bieris zweite Leidenschaft, das Verfassen von Romanen an, die er unter dem Pseudonym Pascal Mercier verfolgt, als der er 2004 mit „Nachtzug nach Lissabon“ einen Welterfolg landete. Rüdiger Safranski, der zusammen mit Ursula Pia Jauch und Franz Schuh die Jury des Tractatus bildet, bezeichnet Peter Bieris Texte als ein „narratives Philosophieren“, wie Schuh anmerkte. Bevor der von der Laudatio sichtlich bewegte Peter Bieri im Anschluss zum offiziellen Festakt seine Bücher signierte, rundete Bürgermeister Ludwig Muxel denselben mit nachdrücklichem Dank an den Sponsor des Tractatus der letzten fünf Jahre wie auch an die nunmehrigen drei, ebenfalls anonym bleibenden Gönner ab.</p>
<p>Die Verleihung des Tractatus war der krönende Abschluss des gestrigen Tages, der von höchst engagierten Vorträgen, in unterschiedlichster Reflexion des heurigen Themas geprägt war. Das erste Referat illustrierte die Komplexität der Frage von Schuld und Verantwortung in sehr anschaulicher Weise, widmete sich die Vortragende <strong>Ekaterina Poljakova</strong> doch „Dostojewskis Idee der Verantwortung“ und damit einem Autor, der mit seinen tiefgreifenden psychologischen Romanen in die Weltliteratur einging. In Analyse seiner beiden Werke „Verbrechen und Strafe“ (vormals übersetzt mit „Schuld und Sühne“ – Titel des heurigen Philosophicums) sowie „Die Brüder Karamasov“ drang sie in die moralischen Dimensionen der Welt Dostojewskis vor, die voll von Widersprüchen und Konflikten, nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch zwischen deren Wünschen und Ideen sowie ihren Taten ist. Laut Poljakova sind die Protagonisten, von ihren Überzeugungen getrieben, quasi zur Tat verdammt und leiden bzw. zerbrechen nicht an der Unmoral ihres Handels, sondern an deren tief empfundenen Unfreiheit.</p>
<p>Mit kulturellen Grundlagen von Moral setzte sich anschließend <strong>Maria-Sibylla Lotter</strong>, Professorin für Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum, auseinander. In ihrem Referat stellte sie dem von der christlichen Tradition geprägten Schuld-Modell, das sie als „vorherrschende Ideologie moralischer Verantwortung“ bezeichnete, die „soziale Praxis sozialer Verantwortung“ gegenüber, worunter sie unter anderem die Kultur einer angemessenen Reaktion auf Verletzung oder Missachtung anderer versteht. Während das bei uns dominierende Schuldverständnis den Täter in den Mittelpunkt rückt, ihn unter dem Postulat der freien Urheberschaft seiner Tat, auch wenn diese unmoralisch ist, auch noch überhöht, fordert der von ihr skizzierte Umgang mit Schuld, der sich in vielen nicht-christlichen Kulturen findet, insbesondere Feingefühl, wobei das Opfer und die moralische Verpflichtung zur Kompensation in den Vordergrund treten.</p>
<p>Wurden bereits die Vorträge des Vormittags breit und mit teils großem Detailwissen zu Dostojewskis Romanen von den Teilnehmern des Philosophicums diskutiert, lösten auch die Referate am Nachmittag zahlreiche Publikumsfragen und Debatten aus. Und das wohl nicht zuletzt aufgrund emotionaler Reaktionen auf die betroffen machenden Vorträge. So las die Philosophin <strong>Katharina Lacina</strong>, nach einer kurzen Einführung, aus dem Buch „Der Hauslehrer“ des Züricher Philosophen <strong>Michael Hager</strong>, in dem die damals großes Aufsehen erregende Geschichte des 23-jährigen Jus-Studenten Ferdinand Dippold geschildert wird. 1903 wurde der Hauslehrer in Bayreuth angeklagt, nachdem er einen Zögling zu Tode misshandelt hatte. Während Dippold sich damit rechtfertigte, dem Jungen das Laster der Onanie auszutreiben, die damals als moralisch wie auch medizinisch höchst bedenklich gesehen wurde, kehrte sich das sexualmoralische Verdikt der Öffentlichkeit im Laufe des von Medienhetze begleiteten Prozesses gegen ihn.</p>
<p>Noch betroffener machte der Vortrag von <strong>Michael Schefczyk</strong>, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Lüneburg, der die zentralen moralischen Implikationen eines Schlüsselwerks des großen deutschen Philosophen Karl Jaspers thematisierte. In „Die Schuldfrage“ hatte dieser bereits 1946 Stellung zum Umgang der Deutschen mit ihrer historischen Schuld durch die Verbrechen der Nazi-Zeit bezogen, wobei die differenzierte, doch nichtsdestoweniger kompromisslose Argumentation und Wertung Jaspers mit zum Selbstverständnis der BRD beigetragen haben dürfte. Dem mangelnden, ja größtenteils völlig fehlenden Schuldempfinden von Akteuren des „deutschen Verbrecherstaates“, darunter KZ-Kommandanten, auf der Spur, schlug Schefczyk eine Brücke zur Gegenwart, indem er betonte, „dass das Verständnis von persönlicher Verantwortung auf den Stand moderner, hochkomplexer Gesellschaften gebracht werden muss“. Umso dringlicher, als man das jetzige Zeitalter als eines „nach der Verantwortung“ verstehen könnte.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Feierliche Eröffnung des 18. Philosophicum Lech</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2014 07:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech am Arlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der feierlichen Eröffnung des 18. Philosophicum präsentiert sich Lech am Arlberg wieder für vier Tage als Zentrum intellektueller Auseinandersetzung. Welche Anziehungskraft das internationale Symposium mittlerweile hat, zeigt sich am enormen Publikumszuspruch ebenso wie an den hochkarätigen Vortragenden und prominenten Diskutanten. So boten bereits das Magna-Siemens-Impulsforum sowie die Eröffnungsreden und –vorträge anregende Reflexionen zum heurigen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h5>Mit der feierlichen Eröffnung des 18. Philosophicum präsentiert sich Lech am Arlberg wieder für vier Tage als Zentrum intellektueller Auseinandersetzung. Welche Anziehungskraft das internationale Symposium mittlerweile hat, zeigt sich am enormen Publikumszuspruch ebenso wie an den hochkarätigen Vortragenden und prominenten Diskutanten.</h5>
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<h5><b><span id="more-953"></span></b></h5>
<h5>So boten bereits das Magna-Siemens-Impulsforum sowie die Eröffnungsreden und –vorträge anregende Reflexionen zum heurigen Thema „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung“.  <b><br />
</b></h5>
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<p>„Es freut mich und es ehrt uns, viele bekannte Gesichter zu sehen, denen ich in diesem Rahmen bereits zum zehnten oder gar fünfzehnten Mal begegne“, sprach Ludwig Muxel, Bürgermeister von Lech, in seiner Eröffnungsrede die treuen Teilnehmer des Philosophicum Lech an. Dabei mussten dieses Jahr auch etliche Stammgäste auf das nächste Jahr vertröstet werden, nachdem die Veranstaltung bereits Ende Juli, so früh wie noch nie ausgebucht war. Der enorme Publikumszuspruch ist nur ein Indiz dafür, welche Strahlkraft das Philosophicum über die Jahre entwickelt hat. Dessen Bedeutung unterstrich auch Landesstatthalter von Vorarlberg, Karlheinz Rüdisser in seinen Begrüßungsworten: „Das Philosophicum ist das kulturelle Highlight zum Abschluss der Sommersaison. Wir sehen es als besondere Auszeichnung für unser Land, vor allem aber für den Arlberg, Veranstaltungsort für dieses internationale Symposium zu sein.“</p>
<p>Dass philosophische bzw. kulturwissenschaftliche Diskurse wieder verstärkt Beachtung finden, und zwar nicht zuletzt im Kontext mit dem heurigen Thema des Philosophicums – dem Umgang mit Schuld und Verantwortung, damals wie heute – lässt sich an den Schlussworten von Rüdissers Eröffnungsrede ablesen: „Ich freue mich auf die Ergebnisse dieser Tage, die auch für unsere politische Arbeit im Land eine wertvolle Grundlage darstellen können.“ Auf die rechtsstaatliche Dimension der Thematik kam im Anschluss daran Kanzleramtsminister Josef Ostermayer als gelernter Jurist zu sprechen. Die Prinzipien des österreichischen Strafgesetzbuches beleuchtend, stellte er eine Reform desselben im kommenden Jahr anlässlich dessen 40. „Geburtstages“ in Aussicht.</p>
<p>Den Eröffnungsreden traditionell vorausgegangen war das Magna-Siemens-Impulsforum, das seinem Namen durch eine überaus lebendige Diskussion alle Ehre machte. Dass die Antworten auf die titelgebende Frage „Wer trägt die Verantwortung?“ recht kontroversiell ausfielen, lag u. a. an den unterschiedlichen Bezugspunkten der Diskussionsteilnehmer (Politik, Rechtsprechung, Gewissen und Moral, Gesellschafts- bzw. Systemkritik) war die Runde doch ebenso heterogen wie prominent besetzt. Zu dieser gehörte Österreichs wohl bekanntester Strafverteidiger Manfred Ainedter, den Moderator Markus Spillmann, Chefredakteur der NZZ, in Verwendung einer Pointe der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ als „die fleischgewordene Unschuldsvermutung“ bezeichnete. Des Weiteren der ehemalige Vizekanzler und Ehrenpräsidenten des Europäischen Forums Alpbach Erhard Busek, dem Spillmann im Laufe der Diskussion wiederum das Kompliment des „fleischgewordenen Verantwortungsbewusstseins“ angedeihen ließ. Zudem der in deutschen Medien gern gesehene Diskussionsgast Bischof Hans-Jochen Jaschke und nicht zuletzt Christian Felber, Gründungsmitglied von Attac Österreich, Initiator des Projektes „Demokratische Bank“ und Verfasser von 14 Büchern.</p>
<p>Insbesondere Felbers Fundamentalkritik, wie jene an den „machthabenden, doch die Verantwortung zu unterlaufen versuchenden transnationalen Wirtschaftsakteuren“, löste Widerrede aus. Sah Busek die Ausführungen von Felber zu simplifizierend, stieß sich Jaschke daran, dass damit die Verantwortung einem System statt dem Einzelnen zugesprochen werde, während Ainedter in Felbers Alternativvorschlägen eine allzu idealistische Weltsicht zu entdecken meinte. Doch auch Ainedter sprach offen, wählte provokante Worte, indem er meinte, Gerechtigkeit sei vielleicht im Himmel zu finden, doch keine strafrechtliche Norm – und gerichtliche Urteile hingen zu gutem Teil vom Zufall ab, da auch in diesem Fall ja Menschen über Menschen urteilen würden. Dagegen erhob Bischof Jaschke Einspruch, der Gerechtigkeit auf Erden und Vorrang für diese im Zusammenhang mit Verantwortung einforderte. Busek wiederum meinte, dass „wir raffinierte Mechanismen haben, die Verantwortung von uns zu schieben“, und dass es keiner oft beschworenen neuen Werte bedürfe, sondern bloß einer Besinnung auf die altbekannten.</p>
<p>Während das Impulsforum sich also unter höchst aktuellen Gesichtspunkten dem Prinzip Verantwortung widmete – so auch Dieter Althaus, Ministerpräsident von Thüringen außer Dienst, als Vertreter vom Magna in seinem einleitenden Impulsreferat, in dem er auf die Facetten von Verantwortung in der Unternehmenskultur einging –, schöpften Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann am „literarischen Vorabend“ wieder aus dem reichen Fundus abendländischer Geistesgeschichte. Als Einstimmung auf das diesjährige Thema entwarfen die beiden wieder im traditionellen Wechselspiel zwischen atmosphärischer Erzählung und philosophischer Reflexion ein breit gefächertes Panorama darüber, in welchem Verständnis die zentralen Begriffe Schuld und Sühne in der Frühzeit unserer Kultur auftauchten und welche Implikationen damit bis heute verbunden sind. Von der biblischen Geschichte des Sündenfalls über das Schicksal des tragischen Helden Orest in der griechischen Mythologie bis hin zur ambivalenten Figur des Hagen im Nibelungenlied reichte der Bogen, mit dem die Spannung des Zuhörers in Hinblick auf die Vorträge der kommenden Tage gesteigert wurde.</p>
<p>Vertiefung erfuhr der Themenkomplex beim Referat des wissenschaftlichen Leiters Konrad Paul Liessmann, das wie üblich die wissenschaftliche Vortragsreihe eröffnete und diverse Blickwinkel auf die Materie eröffnete. Dabei scheute er auch nicht profilierte Thesen, wie etwa, dass der moderne Mensch ein „Verantwortungskünstler und Schuldverschiebungsstratege sei“, der, indem er die Schuld der eigenen Kultur benennt, sich von seiner persönlichen auch schon wieder distanziert. Als zweiter Referent folgte der ehemalige Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Karlheinz Töchterle, der in dieser Funktion das Philosophicum mehrmals mit Eröffnungsreden beehrte, doch heuer erstmals seine wissenschaftlichen Fachkenntnisse voll zur Geltung bringen konnte. So zeichnete der versierte Altphilologe in freier Rede den in Fragen von Schuld und Sühne zentralen antiken Mythos von Ödipus wie auch seine Rezeptionsgeschichte, insbesondere die berühmt gewordene Deutung von Sigmund Freund nach und unterstrich damit die Zeitlosigkeit so mancher moralischen Fragestellung. Experten verschiedenster Provenienz werden sich in den nächsten Tagen nicht weniger profund der Frage von Schuld und Sühne stellen, wobei mit der Verleihung des Tractatus heute bereits ein weiterer Höhepunkt des Philosophicum Lech bevorsteht.</p>
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		<title>Presseaussendung inkl. Biographie Peter Bieri</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 17:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Den renommierten Essay-Preis Tractatus erhält 2014 der bedeutende Schweizer Philosoph und Romancier Peter Bieri exemplarisch für sein beispielgebendes Werk „Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde“. Seit der erstmaligen Verleihung 2009 gibt der hochdotierte Tractatus verlässlich Auskunft über herausragende Publikationen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der philosophischen Essayistik. Zur [...]]]></description>
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<h5 align="left">Den renommierten Essay-Preis Tractatus erhält 2014 der bedeutende Schweizer Philosoph und Romancier Peter Bieri exemplarisch für sein beispielgebendes Werk „<i>Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde</i>“.<span style="color: #ff0000;"><span id="more-860"></span></span></h5>
<p align="left"><em><br />
Seit der erstmaligen Verleihung 2009 gibt der hochdotierte Tractatus verlässlich Auskunft über herausragende Publikationen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der philosophischen Essayistik. Zur illustren Runde der bisherigen Preisträger gesellt sich heuer der bekannte Schweizer Philosoph Peter Bieri. Mit seinem exemplarisch prämierten Buch „Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde“ gelang ihm ein Meisterwerk lebenspraktischer Philosophie, eine ebenso tiefgründige wie argumentativ transparente, so wachrüttelnde wie fesselnde Lektüre.</em></p>
<p>Die Verleihung des Tractatus, alljährlich ein Höhepunkt beim Philosophicum Lech, versteht sich als bedeutender Beitrag zur verstärkten Wahrnehmung und Würdigung des facettenreichen Feldes philosophisch-kulturwissenschaftlicher Essayistik. Dank privater Sponsoren mit <strong>25.000 Euro</strong> dotiert, wird der Preis für Publikationen vergeben, „<i>die insbesondere durch die Originalität des Denkansatzes, sprachliche Gestaltung und Relevanz des Themas ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich sind</i>“, so der wissenschaftliche Leiter des Philosophicum Lech, Konrad Paul Liessmann. Nicht nur in diesem Sinne richtungsweisend, gewinnt der Tractatus anhaltend an Bedeutung und Renommee.</p>
<p>Letzteres zeigt sich an der illustren Reihe der bisherigen Preisträger und spiegelt sich in der auch heuer wieder beeindruckenden, thematisch vielfältigen Shortlist an exzellenten Publikationen (siehe <a href="http://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-2014-bekanntgabe-der-shortlist/">http://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-2014-bekanntgabe-der-shortlist/</a>). Angesichts der Qualität der Arbeiten fiel der prominent besetzten Jury – bestehend aus der Philosophin Ursula Pia Jauch (CH), dem Philosophen und Sachbuchautor Rüdiger Safranski (D) sowie dem Kulturpublizisten und Philosophen Franz Schuh (A) – die Wahl nicht leicht, doch nach eingehender Diskussion einhellig auf ein brillantes, in bestem Sinne beispielgebendes Buch des <strong>Schweizer Philosophen Peter Bieri</strong>.</p>
<p>Mit <strong>„Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde“</strong> legte Peter Bieri eine von Kritik wie Leserschaft stark beachtete philosophische Abhandlung vor, die ebenso aufhellend wie fesselnd ist. Wie im Titel bereits deutlich wird, durchleuchtet er den zwar oft beschworenen, doch meist abstrakt bleibenden Begriff der Würde auf seine lebenspraktische Bedeutung hin, veranschaulicht anhand zahlreicher Beispiele aus dem Leben und der Literatur dessen vielseitige Aspekte und überprüft seinen Gehalt, womit er diesem zugleich einen solchen verleiht. Ein Lesevergnügen und Meisterwerk. Das bisher persönlichste Buch des Erfolgsautors, wie er in einem Interview anmerkte.</p>
<p>Hinsichtlich des für Bieri durchaus typischen Einklangs von tiefgründiger philosophischer Reflexion und klarer, allgemein verständlicher Argumentation und Sprache kommt ihm nicht zuletzt seine zweite Leidenschaft, das Verfassen von Romanen zugute. Unter dem Pseudonym Pascal Mercier auch in diesem Metier sehr erfolgreich – man denke an seinen 2004 veröffentlichten, letztes Jahr verfilmten Bestseller „Nachtzug nach Lissabon“ – scheint er geradezu prädestiniert für Essayistik.</p>
<p>Dazu Franz Schuh in der Jury-Begründung: <i>Schon der Titel des Buches von Peter Bieri enthält wesentliche Thesen: Dass man den Begriff der Würde nicht erschöpfend auslegen kann und dass man sie am besten als eine Art zu leben versteht. </i><i>Die menschliche Würde existiert hauptsächlich, so lernt man es von Bieri, im Zusammenhang vielfältiger Anforderungen an unser Dasein. Selbst ein veritabler Schriftsteller auch auf literarische Werke verweisend, gelingt es ihm, die Vielfalt der Daseinsweisen, die für die Würde konstitutiv sind, anschaulich zu machen. Als ein philosophischer Essayist in der Nachfolge Montaignes ist Peter Bieri ein würdiger Preisträger des Tractatus 2014. </i></p>
<p>Die feierliche Verleihung des Tractatus findet am 19. September um 21:00 Uhr im Rahmen des Philosophicum Lech statt, das sich dieses Jahr dem Thema „Schuld und Sühne“ widmet und mit dem Untertitel „Nach dem Ende der Verantwortung“ wieder reichlich Diskussionsstoff bieten wird. Wie stets garantieren renommierte Referenten und die Einbeziehung des Publikums für eine so hochkarätige wie spannende Veranstaltung vom 17. bis 21. 09. 2014. Längst als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung und Begegnung etabliert, stößt die transdisziplinäre Tagung auch heuer auf ein derart starkes Interesse, dass drei von fünf Tagen bereits ausgebucht sind.</p>
<p>„<i>So leid es mir einerseits für diejenigen tut, deren Anmeldung wir nur mehr auf der Warteliste berücksichtigen können, so sehr freut mich andererseits der enorme Andrang, da er wohl am deutlichsten den großen Erfolg, die hohe internationale Reputation und starke Strahlkraft des Philosophicum Lech dokumentiert</i>“, so Ludwig Muxel. In seiner Funktion als Bürgermeister als auch im Namen des Vereins Philosophicum Lech wünscht er allen Teilnehmern ebenso anregende wie angenehme Tage in der herrlichen Bergwelt, dem einzigartigen Ambiente von Lech – und gratuliert nicht zuletzt sehr herzlich dem diesjährigen Preisträger des Tractatus Peter Bieri.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zu Biografie und Werk von Peter Bieri:</span></p>
</div>
<p>1944 in Bern geboren, wo er seine Kindheit und Schulzeit verbrachte, nahm Peter Bieri 1963 ein Studium der Indologie und Anglistik in London auf und wechselte im Jahr darauf nach Heidelberg, wo er zusätzlich die Fächer Philosophie und Klassische Philologie belegte. 1971 promovierter er im Fach Philosophie mit einer Arbeit zum Thema „Zeit und Zeiterfahrung“.</p>
<p>In seiner Assistenzzeit folgten Forschungsaufenthalte in Berkeley und Harvard, wo er sich intensiv mit der analytischen Philosophie beschäftigte.</p>
<p>Nach seiner Habilitation 1981 in Heidelberg trat er 1983 seine erste Professur in Bielefeld an, der weitere in Hamburg und Marburg folgten, bevor er 1993 in der Nachfolge von Ernst Tugendhat den Lehrstuhl für Sprachphilosophie und Analytische Philosophie an der Freien Universität Berlin übernahm. 2007 emeritierte er vorzeitig.</p>
<p>Peter Bieri war<strong> </strong>Mitbegründer des DFG-Forschungsschwerpunktes „Kognition und Gehirn“. Mit den Schwerpunkten Philosophische Psychologie, Erkenntnistheorie und Moralphilosophie schlagen seine Forschungen und Schriften, so der Tenor, u. a. eine Brücke zwischen der angelsächsischen analytischen Schule und der kontinentalen Tradition der Bewusstseinsphilosophie.</p>
<p>Bereits in seinem 2001 erschienenen, vielbeachteten Werk „<i>Das Handwerk der Freiheit</i>“, das um die Frage der Willensfreiheit kreist, stellte er Bezüge zur Literatur und zum alltäglichen Leben her. Bieri bindet philosophische Reflexion an die lebensweltliche Erfahrung und war aufgrund seiner Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in größtmöglicher Klarheit darzustellen und engagiert zu diskutieren höchst beliebt bei den Studierenden wie auch erfolgreich mit philosophischen Schriften.</p>
<p>Parallel zu diesen veröffentlichte Bieri ab den Neunzigerjahren unter dem Pseudonym Pascal Mercier Romane, so „Perlmanns Schweigen“ (1995), „Der Klavierstimmer“ (1998) und schließlich den in 32 Sprachen übersetzten Bestseller „Nachtzug nach Lissabon“ (2004), dessen Verfilmung letztes Jahr bei der Berlinale Premiere feierte, sowie zuletzt die berührende Novelle „Lea“ (2007).</p>
<p>Als Philosoph wie auch als Romancier hochgeschätzt, gelang Peter Bieri mit „Eine Art zu leben“ ein außerordentlicher philosophischer Essay, der von der Kritik als „<i>eine Einladung zum selbstständigen Nachdenken</i>“ (NZZ), „<i>ein Lesevergnügen der tieferen Art</i>“ (Die Zeit), „<i>geradezu befreiend</i>“ (FAZ) oder „<i>brillantes Stück Lebensphilosophie</i>“ (FR) gefeiert wurde. „<i>Philosophie, wie ich sie verstehe, ist der Versuch, begriffliches Licht in wichtige Erfahrungen des menschlichen Lebens zu bringen</i>“, so Bieri einleitend im Editorial. Genau dies ist ihm auf faszinierende Art und Weise gelungen.</p>
<p><b>Peter Bieri: </b><b>Eine Art zu leben.  </b><b>Über die Vielfalt menschlicher Würde<br />
</b>Carl Hanser Verlag, München. Erscheinungsdatum: 26. 08. 2013<br />
Fester Einband, 384 Seiten<br />
ISBN 978-3-446-24349-1</p>

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		<title>Tractatus 2014: Bekanntgabe der Shortlist</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/tractatus-2014-bekanntgabe-der-shortlist/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2014 12:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für denTractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung des Preisträgers erfolgt Anfang September und die feierliche Preisverleihung wird am 19.09.2014 im Rahmen des 18. Philosophicum Lech stattfinden. Die Nominierung der preiswürdigen Publikationen erfolgte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h5>Bekanntgabe der Shortlist für den Tractatus – hochdotierter Essaypreis des Philosophicum Lech</h5>
<p><strong>Der Verein Philosophicum Lech gibt heute die Shortlist für denTractatus – Preis für philosophische Essayistik bekannt. Die Verkündung des Preisträgers erfolgt Anfang September und die feierliche Preisverleihung wird am 19.09.2014 im Rahmen des 18. Philosophicum Lech stattfinden.</strong></p>
<p><strong><span id="more-841"></span></strong></p>
<p><b></b>Die Nominierung der preiswürdigen Publikationen erfolgte durch die Philosophin <b>Ursula Pia Jauch </b>(CH), den Philosophen und Sachbuchautor <b>Rüdiger Safranski</b> (D) und den Autor und Philosophen <b>Franz Schuh</b> (A).</p>
<p>Der auf Anregung von Schriftsteller <b>Michael Köhlmeier</b> vom Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2014 bereits zum sechsten Mal vergeben und gehört dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit <b>25.000€</b> Preisgeld zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum.</p>
<p><b>Folgende 6 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus nominiert</b></p>
<ul>
<li><a href="http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24349-1">Peter Bieri</a> - Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde. Carl-Hanser-Verlag, August 2013</li>
<li><a href="http://www.rowohlt.de/buch/Manfred_Geier_Geistesblitze.2996099.html">Manfred Geier</a> &#8211; Geistesblitze. Eine andere Geschichte der Philosophie. Rowohlt Verlag, September 2013</li>
<li><a href="http://www.residenzverlag.at/?m=30&amp;o=2&amp;id_title=1685">Martin Pollack</a> – Kontaminierte Landschaften. Residenz Verlag, Februar 2014</li>
<li><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/gelassenheit-wilhelm_schmid_17600.html">Wilhelm Schmid</a> &#8211; Gelassenheit: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden. Insel Verlag, März 2014</li>
<li><a href="http://www.residenzverlag.at/?m=30&amp;o=2&amp;id_title=1628">Ilija Trojanow</a> – Der überflüssige Mensch. Residenz Verlag, August 2013</li>
<li><a href="http://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Angezogen/35806">Barbara Vinken</a> &#8211; Angezogen. Das Geheimnis der Mode. Clett Cotta Verlag, Februar 2014</li>
</ul>
<p>„Prämiert werden herausragende deutschsprachige kulturwissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ambitioniert und einer breiten Öffentlichkeit verständlich auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzungen und Standortbestimmungen diskutieren. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas sollen dabei besonders berücksichtigt werden“, erläutert <b>Konrad Paul Liessmann</b>, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.</p>
<p><b>Die bisherigen Preisträger</b></p>
<p>Nach Prämierung des österreichischen Kulturpublizisten und nunmehrigen Tractatus-Jurymitgliedes <b>Franz Schuh</b> für sein „durch sprachliche Brillanz und subtile Selbstironie bestechendes Werk“ „Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst“, sowie des Philosophiehistorikers <b>Kurt Flasch</b> „für seine fulminante Abhandlung über die `Kampfplätze der Philosophie`“, fiel im dritten Jahr die Wahl auf den streitbaren Medienwissenschaftler und Kulturphilosophen <b>Norbert Bolz</b>, der für sein 2010 veröffentlichtes Buch „Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht“ ausgezeichnet wurde &#8211; ein laut Jury „erfrischender Essay, aus dem sich unter anderem folgende Maxime ableitet: Wer das Glück sucht, muss einen Umweg nehmen – über die Freiheit.“ Im Jahr darauf ging die richtungweisende Auszeichnung an <b>Herbert Schnädelbach</b>, einen der beschlagensten Philosophen im deutschsprachigen Raum exemplarisch für „Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann“, so der Titel seines „ebenso profunden wie pointierten und höchst lehrreichen Werkes über den Kernbestand philosophischen Wissens“. Zuletzt erhielt der Philosoph <b>Kurt Bayertz </b>den Tractatus exemplarisch für sein Werk „Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“, das „in überaus unterhaltsamer und feinsinniger, zugleich anspruchsvoller und fundierter Weise die Bedeutung des aufrechten Ganges in der Selbstwahrnehmung und dem Denken des Menschen nachzeichnet“.</p>
<p>Die Verleihung des <i>Tractatus </i>erfolgt am 19. September 2014 um 21:00 Uhr im Rahmen des  Philosophicum Lech (17.-21. September in Lech am Arlberg), das heuer zum Thema <b>„Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“</b> stattfinden wird. Für eine facettenreiche, höchst aktuelle Thematisierung in Vorträgen und öffentlicher Diskussion werden wieder renommierte Philosophen, Kultur- und Sozialwissenschaftler garantieren. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der <i>Tractatus</i>ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich als ein herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.philosophicum.com/">www.philosophicum.com</a></p>

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		<title>18. Philosophicum Lech: Druckfrisches Programmheft lässt spannendes Magna-Siemens-Impulsforum zum Thema „Wer trägt die Verantwortung?“ erwarten</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/18-philosophicum-lech-druckfrisches-programmheft-lasst-spannendes-magna-siemens-impulsforum-zum-thema-wer-tragt-die-verantwortung-erwarten/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 17:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[18. Philosophicum Lech – Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung. Druckfrisches Programmheft lässt spannendes Magna-Siemens-Impulsforum zum Thema „Wer trägt die Verantwortung?“ erwarten &#8211; u.a. mit dabei sind Staranwalt Manfred Ainedter und Autor Christian Felber. Das 18. Philosophicum Lech wird sich heuer mit Schuld, Sühne und Verantwortung befassen: Als Auftakt zu dieser Tagung wird [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>18. Philosophicum Lech – Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.</h4>
<p><strong>Druckfrisches Programmheft lässt spannendes Magna-Siemens-Impulsforum zum Thema „Wer trägt die Verantwortung?“ erwarten &#8211; u.a. mit dabei sind Staranwalt Manfred Ainedter und Autor Christian Felber.</strong></p>
<p><span id="more-818"></span></p>
<p>Das 18. Philosophicum Lech wird sich heuer mit Schuld, Sühne und Verantwortung befassen: Als Auftakt zu dieser Tagung wird am 18. September traditionell eine von den Hauptsponsoren Magna und Siemens unterstützte Podiumsdiskussion (&#8220;Impulsforum&#8221;) stattfinden, bei der die Thematik des Symposions unter dem Titel &#8220;Wer trägt die Verantwortung?&#8221; nicht aus der wissenschaftlichen, sondern aus der Perspektive von Gesellschaft, Politik, Religion und Kunst diskutiert werden soll. Vertreter dieser Bereiche werden dabei der Frage nachgehen, wie sich das Problem von Verantwortung in der aktuellen Praxis unseres gesellschaftlichen und individuellen Handelns stellt. Was heißt es heute Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung zu tragen und jemanden für etwas verantwortlich zu machen? Und was folgt daraus? Und wo liegen die Grenzen unserer Verantwortung?</p>
<p>Die Leitung dieses Gesprächs liegt bei <strong>Markus Spillmann</strong>, dem Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung. Mit ihm diskutieren werden der österreichische Anwalt und Strafrechtler <strong>Manfred Ainedter</strong> – bekannt u.a. aus der Causa Grasser oder Fendrich &#8211; der ehemalige österreichische Vizekanzler und Minister für Wissenschaft und Forschung <strong>Erhard Busek</strong>, Autor und Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie <strong>Christian Felber</strong> sowie Hamburgs Weihbischof <strong>Hans-Jochen Jaschke</strong>.</p>
<p><strong>Alle Vortragenden des 18. Philosophicum Lech auf einen Blick:</strong></p>
<p>Unter den Vortragenden finden sich Soziologe und Sozialpsychologe sowie Leiter der gemeinnützigen Stiftung „FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit“ <strong>Harald Welzer</strong>, Professor für Klassische Philologie an der Universität Innsbruck und Abgeordneter zum Nationalrat <strong>Karlheinz Töchterle</strong>, <strong>Michael Schefczyk</strong>, Professor für Praktische Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Forensische Psychiatrie <strong>Henning Sass</strong>,  <strong>Gerhard Roth</strong>, Verhaltensphysiologe und Entwicklungsneurobiologe am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, <strong>Reinhard Merkel</strong>, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, Professorin für Ethik und Ästhetik am Institut für Philosophie I der Ruhr-Universität Bochum <strong>Maria Sibylla Lotter</strong>, <strong>Konrad Paul Liessmann</strong>, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, Schriftsteller <strong>Michael Köhlmeier</strong>, <strong>Ludger Heidbrink</strong>, Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich <strong>Michael Hagner</strong>, <strong>Barbara Bleisch</strong>, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ethik-Zentrum der Universität Zürich und Redakteurin der „Sternstunde Philosophie“ und <strong>Alexander Belobratow</strong>, Dozent für Komparatistik an der Universität St. Petersburg. Die jeweils anschließenden Diskussionsrunden werden von <strong>Rainer Nowak</strong>, Chefredakteur Die Presse, und Konrad Paul Liessmann geleitet.</p>
<p><strong>Programmfolder und Informationen zur Veranstaltung</strong></p>
<p>Der detaillierte Programmfolder kann unter www.philosophcum.com downgeloadet werden. Anmeldungen zum Symposium sind ebenfalls via www.philosophicum.com möglich &#8211; ermäßigte Tarife gelten für Studierende bis 26 Jahre, Ö1 Clubmitglieder und „Die Presse“ Abonnenten. Studierende können sich dort zudem um eines von fünf Stipendien zur kostenlosen Teilnahme bewerben.</p>
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		<item>
		<title>18. Philosophicum Lech: „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“ 17. bis 21. September 2014 in Lech am Arlberg</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/787/</link>
		<comments>https://archiv.si-kommunikation.com/787/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2014 06:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Paul Liessmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lech]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Köhlmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Tractatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Philosophicum Lech widmet sich als eines der europaweit erfolgreichsten geisteswissenschaftlichen Symposien in seinem 18. Jahr in gewohnt interdisziplinärer Weise erneut einem Thema hoch aktuellen Bezuges: zum Titel „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“ werden Experten unterschiedlichster Fachrichtungen referieren, um ihre daraus gewonnenen Thesen und Erkenntnisse an fünf Tagen im herbstlichen Lech am [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Philosophicum Lech widmet sich als eines der europaweit erfolgreichsten geisteswissenschaftlichen Symposien in seinem 18. Jahr in gewohnt interdisziplinärer Weise erneut einem Thema hoch aktuellen Bezuges: zum Titel „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“ werden Experten unterschiedlichster Fachrichtungen referieren, um ihre daraus gewonnenen Thesen und Erkenntnisse an fünf Tagen im herbstlichen Lech am Arlberg mit einem interessierten Publikum zu diskutieren.<span style="color: #ff0000;"><span id="more-787"></span></span></p>
<p>Das Symposium, längst zum Musterbeispiel touristischer Wertschöpfung avanciert, lockt jährlich rund 600 Teilnehmer an den Arlberg. Die Idee zur Etablierung dieser geisteswissenschaftlichen Tagung inmitten der Lechtaler Alpen entstand bei einem Gespräch zwischen dem Autor Michael Köhlmeier und Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel. Ein Ausbau der Tagungsreihe, deren Veranstaltungstage zum Großteil frühzeitig ausgebucht sind, wird von Seiten der Organisatoren nicht angestrebt, um die im bestehenden Rahmen existierende einzigartige und etwas familiäre Atmosphäre zu erhalten. Allen Interessierten sei daher eine frühzeitige Anmeldung nahe gelegt &#8211; Anmeldebeginn ist April 2014.</p>
<h4>Die Frage nach Schuld, Sühne und Verantwortung in einer komplexen Welt</h4>
<p>Als Impuls zum heurigen Thema gibt Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, in seinem Editorial zu bedenken, er sähe die These des schuldfähigen Menschen seit geraumer Zeit ins Wanken geraten, je mehr die moderne Wissenschaft diesen als ein durch Gene, Umwelt, das Unbewusste und Hirnfunktionen bedingtes und bestimmtes Wesen erkenne. Dazu führt er weiter aus: „Und auch wenn wir bereit sind, Verantwortung zu tragen oder zu übernehmen, fragt es sich in einer komplexen Gesellschaft, in der fast niemand mehr die Folgen seines Tuns überblickt, wer letztlich für menschengemachte Ereignisse und Katstrophen, die viele betreffen, die Verantwortung trägt: Von Reaktorunfällen über Finanz- und Wirtschaftskrisen bis zum Klimakollaps zeichnen sich Szenarien ab, in denen die Zuschreibung von eindeutiger Verantwortung kaum mehr möglich erscheint.“ Zur Erörterung dieser und damit verbundener Fragen sowie ihren ethischen und gesellschaftspolitischen Dimensionen konnte Professor Liessmann wieder eine höchst angesehene Expertenschar zum Vortrag in Lechs neuer Kirche gewinnen.</p>
<h4>Referenten 2014</h4>
<p>Unter den Vortragenden finden sich Soziologe und Sozialpsychologe sowie Leiter der gemeinnützigen Stiftung „FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit“ Harald Welzer, Professor für Klassische Philologie an der Universität Innsbruck und Abgeordneter zum Nationalrat Karlheinz Töchterle, Michael Schefczyk, Professor für Praktische Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Forensische Psychiatrie Henning Sass,  Gerhard Roth, Verhaltensphysiologe und Entwicklungsneurobiologe am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen, Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, Professorin für Ethik und Ästhetik am Institut für Philosophie I der Ruhr-Universität Bochum Maria Sibylla Lotter, Konrad Paul Liessmann, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, Schriftsteller Michael Köhlmeier, Ludger Heidbrink, Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich Michael Hagner, Barbara Bleisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ethik-Zentrum der Universität Zürich und Redakteurin der „Sternstunde Philosophie“ und Alexander Belobratow, Dozent für Komparatistik an der Universität St. Petersburg.</p>
<p>Im Rahmen der sogenannten Philosophen Bar, die heuer im traditionsreichen Romantikhotel Krone einen beliebten Austragungsort gefunden hat, sind neben den Teilnehmern auch die meisten Referenten traditionellerweise anzutreffen. Der intimere Rahmen ermöglicht eine ungezwungene Weiter- und Ausführung der oft tagsüber bereits aufgekommenen Gespräche und Gedanken, was von Teilnehmern wie Referenten gleichermaßen geschätzt wird.</p>
<p>Die einzelnen Programmpunkte und Vortragenden sind auf der Homepage des Philosophicum Lech unter www.philosophicum.com nachzulesen.</p>
<h4> Tractatus-Preis für herausragende philosophische Essayistik</h4>
<p>Einer der Höhepunkte des Philosophicum Lech besteht jährlich in der Vergabe des Tractatus. Mit 25.000€ Preisgeld würdigt er herausragende Publikationen auf dem facettenreichen Felde der philosophischen Essayistik und reflektiert das Selbstverständnis des Symposiums. Für die prämierten Werke wie auch für das Philosophicum gilt, philosophische Fragen im erweiterten Sinne innovativ, ambitioniert und für die Allgemeinheit verständlich zu diskutieren – Philosophie als Standortbestimmung auf der Höhe der Zeit. Bisher ausgezeichnet wurden Franz Schuh, Kurt Flasch, Norbert Bolz, Herbert Schnädelbach und Kurt Bayertz. Vergeben wird der Tractatus durch eine dreiköpfige Jury, der die Philosophin Ursula Pia Jauch, Philosoph und Sachbuchautor Rüdiger Safranski und Erstjahrespreisträger Franz Schuh angehören. Die heurige Shortlist zum Tractatus wird im Juli diesen Jahres veröffentlicht, die Bekanntgabe des Preisträgers erfolgt dann Anfang September.</p>
<h4>Anmeldung ab sofort möglich</h4>
<p>Interessierte können sich seit April via www.philosophicum.com zum Symposium anmelden. Ermäßigte Tarife gelten für Studierende, Ö1 Clubmitglieder und Die Presse Abonnenten. Studierende können sich dort zudem um eines von fünf Stipendien zur kostenlosen Teilnahme bewerben.</p>
<h4>Academia Medicinae Lech 2014</h4>
<p>Der große Erfolg des Philosophicum Lech war für Bürgermeister Ludwig Muxel und den Vorarlberger Mediziner Prof. Markus Metka Inspiration, ab heuer jährlich im Juni die Academia Medicinae Lech zu veranstalten. Im Rahmen der Akademie soll über Themen der Medizin im geisteswissenschaftlichen Kontext mit Philosophie, Ethik und Kunst reflektiert werden. Die erste Veranstaltung findet vom 21. bis 24. Juni 2014 zum Thema &#8220;Jung bleiben &#8211; alt werden&#8221; statt. Alle weiteren Informationen finden Sie unter: www.aml.or.at.</p>
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		<title>Einladung zur Buchpräsentation mit dem außergewöhnlichen philosophischen Duett Liessmann/Köhlmeier zum Thema 2014: „Vom Selbst zur Verantwortung“</title>
		<link>https://archiv.si-kommunikation.com/einladung-zur-buchprasentation-mit-dem-ausergewohnlichen-philosophischen-duett-liessmannkohlmeier-zum-thema-2014-vom-selbst-zur-verantwortung/</link>
		<comments>https://archiv.si-kommunikation.com/einladung-zur-buchprasentation-mit-dem-ausergewohnlichen-philosophischen-duett-liessmannkohlmeier-zum-thema-2014-vom-selbst-zur-verantwortung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2014 12:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Philosophicum Lech]]></category>

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		<description><![CDATA[Das sich heuer bereits zum 18. Mal jährende Philosophicum Lech ist bekannt für seinen Anspruch und Stil, aktuelle und brennende Themen unserer Zeit im interdisziplinären Rahmen aufzugreifen und zu diskutieren. Zum Erscheinen des aktuellen Bandes der Reihe und als Vorschau auf das 18. Symposium zum Thema „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“ findet am Montag, dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das sich heuer bereits zum 18. Mal jährende Philosophicum Lech ist bekannt für seinen Anspruch und Stil, aktuelle und brennende Themen unserer Zeit im interdisziplinären Rahmen aufzugreifen und zu diskutieren.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><span id="more-762"></span></span></p>
<div>Zum Erscheinen des aktuellen Bandes der Reihe und als Vorschau auf das 18. Symposium zum Thema <em>„Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung.“</em> findet am Montag, dem 31. März 2014 im Wiener Mumok ein philosophisch-literarischer Abend ganz in dessen Zeichen statt.Dazu lädt der Bürgermeister der Gemeinde Lech, Ludwig Muxel, gemeinsam mit dem Paul Zsolnay Verlag Freunde des Philosophicum Lech sowie interessierte Medienvertreter herzlich einBuchpräsentation mit philosophisch-literarischem Vorgeschmack.</div>
<div></div>
<p>Einerseits wird der traditionell erscheinende Sammelband zum Vorjahresthema <em>„Ich. Der Einzelne in seinen Netzen.“</em> präsentiert, andererseits bieten der Autor und Philosophicum Mitbegründer Michael Köhlmeier und der wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung, Prof. Konrad Paul Liessmann, im Rahmen eines außergewöhnlichen philosophischen Duetts einen Vorgeschmack auf das Thema des heurigen Jahres, das unter dem Titel<em> „Vom Selbst zur Verantwortung“</em> höchst aktuelle Bezüge aufweist.</p>
<h4>PRESSE AKKREDITIERUNG zur Buchpräsentation:</h4>
<hr />
<p><strong>Montag, 31. März 2014</strong><br />
mumok Museum Moderner Kunst<br />
Stiftung Ludwig Wien | Lounge, Ebene 5<br />
Museumsplatz 1, 1070 Wien</p>
<p><strong>17:30 Uhr:</strong> Führung (Eintritt ist frei) durch die aktuelle Ausstellung »Musée à vendre pour cause de faillite«. Anmeldung zur Führung bis Montag, 24. März 2014 unter <a href="mailto:brigitte.kaserer@zsolnay.at" data-cke-saved-href="mailto:brigitte.kaserer@zsolnay.at">brigitte.kaserer@zsolnay.at</a> erbeten.</p>
<p><strong>19.00 Uhr:</strong> Buchpräsentation und philosophisch-literarischer Abend. Akkreditierung unter <a href="mailto:promedia.vorarlberg@pressezone.at" data-cke-saved-href="mailto:promedia.vorarlberg@pressezone.at">info@si-kommunikation.com</a></p>
<hr />
<p><strong>18. Philosophicum Lech</strong><br />
„Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung“<br />
17.-21. September 2014 Lech am Arlberg<br />
Anmeldungen sind ab April unter <a href="http://www.philosophicum.com" data-cke-saved-href="http://www.philosophicum.com">www.philosophicum.com</a> möglich.</p>
]]></content:encoded>
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